Yachtleser fragen - Bobby Schenk antwortet (2)


Wenn Euch Fragen wegen Fahrtensegeln, Blauwassersegeln, Navigation oder zur Person von Bobby Schenk bewegen, hier könnt Ihr sie stellen. Frage und Antwort werden dann hier reingestellt - selbstverständlich ohne Gewähr, das Ganze ist schließlich ein Hobby von Bobby Schenk!

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Frage von Torsten Sude

Hallo Herr Schenk,
ich plane in Kürze eine längere Segelreise und hätte ein paar Fragen über das Boot und die dazugehörige Ausrüstung:

1. Sollte man von einem Rollgroßsegel Abstand nehmen oder könnten Sie sich auch vorstellen, damit über den Atlantik zu segeln?

2. Was halten Sie von den vielen Bavarias, die günstig auf dem Gebrauchtbootmarkt sind als Langfahrtyacht? Die Preise sind sehr verlockend, jedoch bin ich mir nicht sicher ob sie langfahrttauglich sind.

3. Ist es ratsam auf typische Vorwindsegel wie Spinnaker usw. zu verzichten und nur mit Groß- und Genua z.B. Schmetterling zu segeln oder ist man damit viel zu langsam für so eine lange Fahrt?

4. Mehr als vor allem anderen hab ich Angst vor Walkollision und Blitzeinschlag. Können Sie gute Tipps geben wie man sich davor schützt?

5. Als Einhandsegler frage ich mich wie ich das Thema Schlafen angehe? Immer mal ne halbe Stunde oder mitten auf dem Meer ruhig mal einige Stunden aufs Ohr hauen?

6. Mir bereitet das An- und ablegen mit einer Crew keine Probleme. Wie sieht es aber als Einhandsegler aus? Erst recht im engen Hafen. Können Sie dazu gute Tipps geben?

Sorry für die vielen Fragen, aber die brennen nunmal auf der Seele und Antworten dazu stehen sonst kaum irgendwo.
Vielen Dank schonmal.
Wünsche Ihnen immer eine Handbreit Wasser unter Ihren beiden Rümpfen.
Gruß
Torsten

Antwort Bobby Schenk

Frage von Carsten

Hallo Herr Schenk,

Vielen Dank fuer Ihre Tips auf Ihrer Seite. Ich wuerde
mich über ein update zum Thema Hundertausend Mark
Fahrtenboot freuen und zwar aus 2 Gruenden:

A) wir haben jetzt den EURO und ich habe nach
monatelangem Bootssuche das Gefuehl das 50.000 Euro
nicht mehr viel Wert sind obwohl der Gebrauchtmarkt
voll ist und Charterschiffe auf den Markt draengen.

B)Sie haben eigentlich recht mit der Idee eine
guenstige 38 Bavaria oder Benetaeu zu kaufen und
entsprechend umzuruesten ABER ich habe ein ungutes
Gefuehl bei: Kurzkiel, Balanceruder und duennen
Bordwaenden.
Es ist halt Schade das keine etwas schwerere
fahrtenschiffe mehr gebaut werden die ja kaum mehr
kosten wuerden als ein Cruiser Racer.

C) Also sieht man sich 20-30 Jhre alte schwere Schiffe
an, die dann immer noch mit 60.000 angeboten und
vielleicht mit 40.000 verkauft werden. Auch alte Amel
werden bei ueber 100.000 EUR gehandelt.

D) Ich habe einige Boote jetzt gesehen mit Kurzkiel
nach dem Auflaufen und 2 neue Luffen denen das
Ruderblatt abgebrochen ist......

Der Markt ist riesig aber nach meinem Gefühl leider
nicht fuer einigermasssen sichere / schwere Schiffe.

Viel Gruesse

Carsten
Antwort Bobby Schenk

Frage von Timo Kleinwächter

Hallo Herr Schenk,
ich bin ein begeisterter Leser Ihrer Homepage auch wenn es für mich eher nicht in Frage kommt mit einer Yacht auf Langstecke zu gehen. Trotzdem lese ich die Berichte von Ihnen und Ihren Coautoren sehr gerne und besuche Ihre Seite regelmäßig. Daher vielen Dank für Ihre Mühe und ein anerkennendes "weiter so" von mir.
Eine Frage stellt sich mir schon seit einer Weile und Ihr letzter ironischer Satz zum Thema Iridium hat mich wieder darauf gebracht.
Es scheint mir, dass die Vorschriften in Deutschland hinsichtlich Ausrüstung und Gebrauch einer Yacht vergleichsweise hoch sind. Z.B. die ganzen Bootsscheine die es bei uns gibt und die in anderen Ländern nicht notwendig oder sogar nicht existent sind, die veschiedenen Funkzeugnisse, die Waffengesetzgebung und viele weiteren Dinge die Ihnen geläufiger sind als mir.
Würde es da nicht Sinn machen es den deutschen Reedern gleich zu tun und unter anderer Flagge zu segeln? Es muss ja nicht gleich Panama oder Liberia sein. Eventuelle moralische Bedenken ausgeklammert sollte es doch möglich sein innerhalb der EU mit französischer, belgischer oder luxemburgischer Registrierung zu segeln.
Oder ist der Aufwand doch so groß das eventuelle Vorteile dadurch nicht aufgewogen werden können?
Ich wünsche Ihnen immer eine Handbreit Wasser unter den Kielen.
Timo Kleinwächter

Antwort Bobby Schenk

Frage von Hans Peter Hanf

Sehr geehrter Herr Schenk,
habe eine heikle Frage an Sie, da Sie für mich der kompetenteste sind der diese beantworten kann. Angenommen der Fall tritt ein, dass ich mit meiner Crew auf einer Atlantiküberquerung bin und es stirbt ein Mitglied an Bord, wie muss ich mich richtig verhalten? Kann ich den Toten der See übergeben, muss ich die Leiche erst aufbewahren um völlig sicher zu sein, dass sie auch wirklich tot ist? Wie kann ich nachweisen das die Leiche eines natürlichen Todes verstorben ist, reichen da die Aussagen der Mitreisenden? Und wenn ich alleine bin???
Mit freundlichen Grüssen
HP Hanf

Antwort Bobby Schenk

Frage von Artur Nestel

Hallo Herr Schenk,
Ich und meine Frau segeln zur Zt. mit einer Bavaria 36 im Mittelmeer, meistens sind wir nur zu zweit manchmal kommen auch Freunde mit auf Törn, nun da ich hoffe immer mehr Zeit auf dem Boot zu verbringen wächst in mir der Wunsch etwas mehr Platz zu haben. Zudem stelle ich fest dass meine anfangs grosse Abneigung gegenüber Katamaranen zunehmend abnimmt und mir das schöne Ferienhausambiente eines Kats immer besser gefällt.
Meine Frage nun an Sie
Wie verhält sich denn ein Katamaran bei schwerem Wetter ( ich bin oft im Golf de Lyon / Korsika unterwegs )
Wie verhält sich denn der Katamaran bei einer schweren Bö, wenn sich ein Einrümpfer wegducken kann. Katamarane sollen bei seitlich einfallender hohen Welle kentern können ?
Wo liegen denn die Unterschiede bei den Segeleigenschaften, bisher geh ich davon aus dass ein Serienkat bei Halbwind und Raumkursen schneller, und bei Amwindkursen langsamer ist.
Wie verhält sich ein Kat wenn zur Not mal mit Motorunterstützung gegen Wind und Welle gefahren werden muss ?

Ich liebäugle momentan mit dem Lagoon 380, als Alternative seh ich den Lavezza 40 und den Nautitech 40 jeweils gebraucht 3 - 6 Jahre.
Am Nautitech ist mir aufgefallen dass dieser 2 Steuerstände Achtern hat, was mir sehr sympatisch ist, vieleicht können Sie noch etwas über die Vor- und Nachteile der versch. Konzepte schreiben.
Vielen Dank

Antwort Bobby Schenk

Frage von Ursula Hšrner

habe meinen Blinddarm noch - wie gefährlich ist es von den Bahamas über
die Bermudas zu den Azoren zu segeln. Wie könnte da Hilfe kommen, falls
dies dringend notwendig ist oder soll man sich den Blinddarm vorher
rausnehmen lassen???
Es grüsst Ursula aus Zürich.
Antwort Bobby Schenk

Frage von Adolf Hopfinger

Sehr geehrter Herr Schenk,

gratulation zu Ihrer Homepage die Ihnen wirklich toll gelungen ist.

Meine Frage betrifft eine Kühltruhe an Bord über Inverter 230 Volt betrieben.

Kann ich diese an Board meines Katamaranes betreiben oder spricht etwas dagegen laut Elektrofachhandel
sollte das kein Problem sein.

Da die neue Generation mit Klasse A++ einen so niedrigen Stromverbrauch hat welche
jede sogenannten Marinekühlbox in den Schatten stellt z.B Kühlschrank Klasse
A++ 50W/h laut TV Sendung bei 230 Volt.

Meine Bedenken sind hinsichtlich Wellengang bzw. Kühlnetz Haltbarkeit (Material) oder ist alles 
gleich wie bei der Marinekühlbox?

Ich freue mich auf jede diesbezügliche Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus Österrreich

Adolf Hopfinger
Antwort Bobby Schenk

Frage von Ulrich Baußmann

Hallo Bobby,
mit Freude sehe ich Dein positives Statement zu einer weltumsegelnden Bavaria (Rück-Blickpunkte von der Interboot 2008), auch wenn es dabei um eine große 47er ging.
Ronald ("Ronnie") Simm hat es mit einer Bavaria 36/2 vorgemacht (www.nautilus-on-tour.com) und ist völlig von Bavaria als geeignete Blauwasseryacht überzeugt, besonders was das Preis-Leistungs und -Raumverhältnis betrifft! Seiner Meinung nach, trifft man unterwegs mehr Blauwasser-Bavarias als Rassys (Rassies?).
Für diejenigen unter uns, die mit recht knappen Budget kalkulieren müssen (ich denke da an max. 50-80 TEUR für ein abfahrtstaugliches, entsprechend ausgerüstetes Blauwasserschiff), stellt sich die Frage immer wieder:

- Rassy oder Najad (oder ähnliche "typische" Langfahrtyachten), dafür aber über 25/30 Jahre alt (HR 352 bzw. kleiner, z.B. 31er, gerne auch Contest 32,33,34, Contessa 32 - heutzutage bekommt mann ja kaum noch solchen Unterwasser-Schiffsplan) oder
- Bavaria (oder Hanse, Bénéteau, Jeanneau, Dufour, etc.), dafür aber neuer, d.h. 5-10 Jahre alt (ich denke da u.a. an die aktuelle Bavaria 34)
- oder dito aber sogar ganz neu, dafür nochmals eine Nummer kleiner (gar eine Bavaria 31? - viel Unterschied zur 34 ist nicht mehr, der Neupreis zwischen der B31, 34 und 38 differiert allerdings jeweils um rund 20 TEUR!!).

Ich möchte nicht eine neue Diskussion zur Langfahrttauglichkeit von Bavarias auslösen, dennoch, wie ist Deine Meinung zu dem "Abspecken" was die Länge betrifft (34er statt 38er bzw. gleich eine 31er). Ich rede über eine kleine Crew, d.h. ein Paar oder gar Einhand, mit gelegentlichen Gästen. Natürlich muss die Crew entsprechend tauglich sein.

Mit einer 31er Bavaria auf den Weltmeeren, wird spannend, oder? Seetauglichkeit (ok, bei der Contessa 32 muss man nicht darüber reden, ist aber sehr klein auf die Dauer...)? Andererseits hattest Du/hattet Ihr auch nicht viel anders angefangen.

Leider kann für o.g. Budget ein Kat eher in weite Ferne rücken…
Liebe Grüsse, vielleicht sehen wir uns in Hamburg!
Ulli

Antwort Bobby Schenk

Frage von St.Rott

Salve Bobby Schenk,
Ihre Heimseite hat schon viel meiner Fragen beantwortet, die Berichte und Erfahrungen lese ich immer mit großen Interesse. Naivität mag man mir vorwerfen können (ich bin eine Landratte) - dennoch stelle ich hier die Frage: wohin mit dem Müll?
In der stationären Zivilisation wird täglich eine Unmenge an Müll produziert (Umverpackungen, Dosen, Plastikfolien u.s.w.). Dieser Müll kann täglich über die Mülltonne entsorgt werden, wohin damit aber in der mobilen Zivilisation? Wenn der nächste Müllcontainer noch 14 Tage auf sich warten lässt! Jeder kann es probieren und seinen täglichen Lebensmittelmüll 14 Tage in der Küche "Kombüse" lagern - es geht nicht.
Wie entsorge ich Umverpackungen von Fisch- und Fleischkonserven, Abschnitte von Gemüse und Obst, wenn ich zwei bis drei Wochen entfernt bin von der nächsten Mülltonne ?
Ich bedanke mich für Ihre Antwort
immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel, wünsche ich.
St.Rott

Antwort Bobby Schenk

Frage von Christiane Schnee, Jörg und Sohn Hendrik

Hallo Bobby Schenk,
seit einiger Zeit sind auch wir von diesem Virus befallen, der uns den Gedanken an eine größere Segeltour nicht mehr vergessen läßt! Als Student war ich als Backpacker unterwegs über Indonesien nach Neuseeland, wo ich incl. eines Praktikumaufenthaltes insgesamt 5 Monate unterwegs war. Leider müssen wir noch mit dem Start warten bis unser Sohn die Schule beendet hat....
Inzwischen sammeln wir Informationen zur Planung eines längerfristigen Segelaufenthaltes. Auf der Suche nach Informationen kommt man wohl an Ihrer Seite nicht vorbei und mich fasziniert der Hang zur Perfektion an Ihrer Website ebenso wie in Ihren Büchern.
Nebenbei sind wir - auf der Suche nach einem geeigneten Schiff - über einen sg. "Wellengenerator" gestoßen. Da ich noch nirgends davon gehört hatte möchte ich Sie fragen, ob Sie davon schon gehört haben oder gar persönliche Erfahrungen damit gemacht haben. Wenn es funktioniert, könnte ich mir das als ideale Ergänzung zur Energieversorgung vorstellen.
Ich würde mich freuen von Ihnen zu hören.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane Schnee, Jörg und unser Sohn Hendrik

Antwort Bobby Schenk

Frage von Patrick Heini

Guten Tag Herr Schenk
für meine Frau und mich dauert es nicht mehr sehr lange und wir werden unser Leben einem Katamaran anvertrauen. Ihr Seminar in Hamburg haben wir bereits besucht und dabei viel gelernt und auch Spass gehabt. Trotzdem kommen immer wieder Fragen auf. Kürzlich haben wir das MOB-Manöver auf einem Kat diskutiert. Wir sind uns einig, dass es überhaupt nicht vorkommen darf. Wir sind uns auch einig dass es nicht so "einfach" ist wie mit einem Dickschiff - Münchnermanöver. Je nach Kurs und Tuch das gerade oben ist, dürfte dieses Manöver eher gefährlich sein.
Nun möchten wir gerne Ihre Meinung hören. Wie soll ein MOB auf einem Fahrten-Katamaranmit kleiner Mann- (oder Frau-) schaft vor sich gehen. Wir sind sehr gespannt auf Ihre Antwort
Mit freundlichen Grüssen

Antwort Bobby Schenk

Frage von Marion Rozanczyc

Hallo Herr Schenk,

mit viel Freude habe ich Ihr Buch "80 000 Meilen und Cap Hoorn" gelesen und auch meinem Mann

einige Eoisoden daraus erzählt, hat echt Spaß gemacht.

Seit dem Bericht Ihrer damaliger Cap Hoorn Umrundung diskutieren wir jetzt warum man diese nich

ähnlich entschärft, wie Sie es beim Kap der Guten Hoffnung beschrieben haben.  Nämlich in

Lauerstellung in irgendeiner Bucht an der Westküste Südamerikas gutes Wetter abwartet und dann

schnell "rumsegelt". Auf der Karte sieht es zumindest so aus als ob dies möglich wäre, macht man

aber nicht, warum? Und warum ist der Kurs so rum in's Mittelmeer kürzer wie auf dem Passatweg

weiter zu fahren?

Würde mich freuen etwas von Ihnen zu hören, vielleicht lachen Sie sich auch kaputt über die Naivität

meiner Frage, dann müssen Sie sie auch nicht beantworten.


Liebe Grüße Marion Rozanczyc.
Antwort Bobby Schenk

Frage von Gerhard H. (Name der Redaktion bekannt)

Guten Tag Herr Schenk,
Ich wollte Sie um einen kurzen Rat zu einer geeigneten Passat-Besegelung fragen.

Ich kaufe mir gerade eine Vancouver 34  (Langkieler, 7,5 to, Kuttergetakelt,
Rollanlage für den Klüver und Stagreiter für die Fock) und will damit in 2009 über
den Atlantik segeln (vielleicht auch noch ein bißchen weiter).

Als Passat-Besegelung will ich 2 gleich große Klüver (je 30 qm) (sind hochgeschnitten
bei dem Boot) mit 2 Spi-Bäumen ausbaumen, bei mehr Wind 2 Stagfocks (je 13 qm) ausbaumen.

Meine Fragen in diesem Zusammenhang sind:

a)       Sollte ich den zweiten Klüver für die Rollanlage kaufen und dann in der
         zweiten Nut der Rollanlage fahren, oder wäre es besser, einen z.B.
         freifliegenden Klüver zu benutzen, den ich unabhängig von der Rollanlage setze?

b)       Sind für die beiden Spi-Bäume auch 2 Schienen am Mast notwendig / sinnvoll,
         oder kann man die Bäume auch auf einer Schiene fahren?

c)       Macht es Sinn, bei mehr Wind 2 Stagfocks bzw. Sturmfocks auszubaumen,
         oder erzielt man das gleiche Ergebnis damit, daß man einen der Klüver wegnimmt?

d)       Sind aus Ihrer Erfahrung die Klüver mit je 30 qm groß genug für das Boot,
         oder benötige ich die Genua(s) mit 40 qm?

Vielen herzlichen Dank für Ihre Mühe und beste Grüße,

Ihr Gerhard H.
Antwort Bobby Schenk

Frage von Dr. Björn Steiner

Hallo Herr Schenk,
mit Interesse lese ich seit sehr langer Zeit Ihre Einlassungen über
diverse Langfahrtsegler und die Herausforderungen rund um das Volk der
Weltumsegler. Allerdings entdecke ich bei Ihren Beiträgen zunehmend
die Tendenz dem allgemeinen "Immer-Höher-Immer-Weiter-Immer-Teurer"
Trend zu folgen, der sich auf dieser Welt, wie früher die Pest,
ausbreitet. Ich stelle einmal nicht die wünschenswerte Segnungen
moderner, aber leider oftmals arg Marketing verseuchter, Yachttechnik
in Frage, aber mir bleibt bei allen Vorteilen die Diskussion der
wirklich notwendigen (!) Dinge auf der Strecke.

Sehe ich mir nur einmal als Beispiel Ihren Beitrag über Segeln um die
Welt in der Flotille an(n001/circecker.html),
dann reden Sie von Summen, die überwiegend dadurch gerechtfertigt sind,
dass mit einem übermässigen Standard an Luxus anBord als
Selbstverständlichkeit gerechnet wird.

Halten Sie einen solche Standard für normal und sind der Meinung, dass
ein solcher wirklich notwendig ist? Was halten Sie von Schiffseignern,
die auch heute noch mit 8 bis 9 Meter Schiffen und einem deutlich
geringeren Lebenstandard unterwegs sind - weil sie Segeln als
Lebensinhalt sehen?

Mit freundlichen Grüßen und interessierter Gespanntheit auf eine
Erwiderung
B. S.
Antwort Bobby Schenk

Frage von Hanns

Hallo Carla und Bobby,

nach dem letzten Blauwasserseminar in Hamburg ist bei uns noch eine Frage aufgetaucht:
Wie verhält sich die zu waschende Wäsche mit Salzwasser und Waschmittel?
Gibt es spezielle Waschmittel und müßten wir „kostbares“ Süßwasser verwenden?
Welche technischen Hilfsmittel außer einer Waschmaschine gibt es?

Vielen Dank schon jetzt und immer eine Handbreit Wasser unter den Kielen.

Hanns
Antwort Carla Schenk

Frage von Manfred Sackermann

Sehr geehrter Herr Schenk,

ich hätte gerne Ihre Meinung dazu gehört. Ich ärgere mich bei Törns über die unüberlegte Anordnung.

GPS/Plotter mit Radar und dazu noch Funk ist "unten" im Schiff, wo ich diese Informationen doch am Ruder haben möchte. Ich kann durchaus verstehen, dass es bei einem Mono ein Problem ist, dass diese Geräte zu stark der Witterung ausgesetzt wären, ausser bei einem Kat, der zumeist ein festes "Dach" hat. Warum ist das so ? Ich habe bei einer Eigneryacht, einer Dehler mit britischem Eigner eine tolle Lösung gesehen. Dort waren diese Geräte in der Größe eines Laptops zusammengefasst und auf einem Schwanenhals vor dem Rad befestigt. Als die Crew zum Essen ging, löste der Skipper die Einheit vom Schwanenhals und nahm sie mit in einer "Laptoptasche". Einfach genial. So eine tolle Lösung wird, soweit ich informiert bin, nicht als Option beim Kauf einer Yacht angeboten. Beim Funk kann man sich mit einer Handfunke immer behelfen.

Aber die anderen Navigationsinstrumente sollten doch intelligenter auf einer Yacht angebracht sein. Liege ich mit meiner Meinung richtig ? Danke für Ihren Kommentar und weiterhin immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.

Manfred Sackermann

Antwort Bobby Schenk

Frage von Gunther

Lieber Herr Schenk,
in Ihrem Artikel "Haltet euch von Yacht-Zubehör" fern sprechen Sie etwas an das ich mich schon lange frage: Warum verwendet man in Yachten keine Automotoren sondern sündhaft teure und offenbar sehr anfällige Marine-Diesel? Was ist dran an der sogenannten "Marinisierung" und kann man das nicht auch selber machen (oder machen lassen)? Warum kostet ein 28 PS-Motor so viel wie ein kleiner PKW? Warum nicht einen gebrauchten und billigen PKW-Diesel einbauen? Bisher konnte mir niemand eine befriedigende Antwort geben....vielleicht wissen Sie ja ein bisschen mehr darüber?
Danke und schöne Grüße aus Innsbruck
Gunther

Antwort Bobby Schenk

Frage von Willem Nater

Sehr geehrte Herr Schenk,
Gerne will ich Sie fragen ob Sie ein Uhr empfehlen können, welche besonderes geeignet ist fur
die Langfahrtensegler.
Ich suche eine (oder zwei) Uhr(e) mit folgenden Funktionen

    *
      Robust, zuverlassig, Hochseetauglich, Grosse digitale Display, sparsam mit elektricität.
    *
      Sehr einfache ein/ausstellbare alarmfunktion welche mich jede 15 bis 20 minuten erinnert,
      den horizont 360 grad rund zu sehen.
    *
      sehr genaue wiedergabe von GMT.
    *
      eventuell auch local time ablesebar

Welche Uhr/Uhren verwenden Sie selbst an Bord?

mit freundlichen Grüßen aus Holland,

Willem Nater
Antwort Bobby Schenk

Frage von Stephan Janitzky

Hallo,

möchte mir ein PC-Radar zulegen. Bei dem Geschwafel hierzu von Firmen, die vor allem PC u.Ä.
verkaufen wollen, wird vernebelt, was als Mindestausstattung erforderlich ist.
Können Sie mir dazu einen Tip geben?

Grüsse S. Janitzky

Antwort Bobby Schenk

Frage von Maurice Meiners

Sehr geehrter Herr Schenk,

ich habe ein paar Fragen an Sie und würde mich sehr freuen wenn Sie
versuchen könnten Sie zu beantworten. Mein Name ist Maurice ich bin 19
Jahre alt und lebe seit einem halben Jahr in der Schweiz.Ich habe mir
vor 2 Montaten Ihr Buch Blauwasser segeln gekauft und versuche Ihre
Ratschläge in die Tat umzusetzen.Meine Hobbys sind tauchen und surfen.
Schon als ich ein Kind war wollte ich segeln lernen und die Welt bereisen.
Ich plane in ca. 2 jahren ein neues leben zu beginnen. Ein Leben auf
einer Segelyacht. Ich werde Anfang 2010 ungefähr 80 000 ¤ zusammen
gespart haben. Ich versuche meine derzeitigen Lebenskosten so niedrig wie
möglich zu halten, um meinen Großen Traum zu leben. Meine Pläne
sehen so aus: ich will in ca. 2 Jahren nach
Fort Lauderdale in Florida fliegen und mir dort eine gebrauchte
Segelyacht ca. 10 bis 13 m kaufen. Dann werde ich ein paar Monate damit
verbringen das Schiff in Top Verfassung zu bringen. Ich will möglichst viel
Sicherheit und auch eine gute Ausstattung denn ich werde ja
schließlich auf dem Schiff leben. Dann werde ich mir die Welt anschauen und ich
hoffe mein Geld für den Unterhalt der Yacht mit Tauch, Surf und
Abenteuer Trips rund um den Globus zu verdienen.

Meine Frage an Sie lautet:

  finden Sie diesen Plan für machbar mit so wenig Startkapital und
glauben Sie dass man mit ausreichenden Kontakten und einer guten Website
genug Gäste bekommt um das Leben auf See finanzieren zu können .Ich
hoffe Sie können mir darauf eine Antwort geben es beschäftigt mich
schon seit langem.

Ich träume jeden tag davon einfach frei von allen zu sein und die
Natur zu erleben.

Vielen Dank für Ihre Zeit

Mit freundlichen Grüßen

Maurice Meiners
Antwort Bobby Schenk

Frage von Thorsten A. Kern

Sehr geehrter Herr Schenk,

nein, damit ist nicht das Pferd gemeint, sondern ein anderes Problem
mit dem ich mich zugegeben nur gedanklich herumschlage und auf Chatertörns
immer wieder ärgere. Ich bin aktuell leider kein Eigner einer Yacht noch
habe ich das Glück mich in Revieren zu bewegen, deren Durchschnittstemperatur
im Jahr >20°C liegt. Daher meine Fragen:

Was sind praktikable und praktizierte Methoden, um a) die Bildung von
Schimmel in Geweben bzw. in Seesäcken in der Backskiste der Kajüte zu
verhindern und b) die Lebensdauer von feuchtigkeitanfälligen Werkzeugen
und Ausrüstungsgegenstände zu maximieren.

Wenn man durch die Literatur liest, dann reichen die Vorschläge von
der Zwangsbelüftung aller Bereiche unter Deck- was spätestens beim
Winterlager immer wieder zum Problem wird - bis hin zur luft- und
wasserdichten Verpackung ergänzt um ein paar Silikatkugeln, z.B. das
Handykondom aus Ihrere Seite, oder auch Eratzteile in Tupperdosen.

Für mich als jemand der mehr auf dem Papier denn in der Praxis segelt
wäre es naheliegend, alle Gegenstände außerhalb des täglichen
Gebrauches möglichst luftdicht zu verpacken und ein feuchtigkeitsbindendes
Material mit in das Gefäß zu legen. Wie behilft man sich aber in der Praxis
und der realen Welt, wo diese Lösung wohl viel zu umständlich ist?

Vielen Dank für Ihre Antwort
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Kern



Antwort Bobby Schenk

Frage von Johannes Dunzinger

Sehr geehrter Herr Schenk !
Wie gehen Sie eigentlich mit der "Bedrohung" durch Bakterien und Viren um? Muss ich mir als angehender Weltumsegler überhaupt Gedanken darüber machen, und wie schützen Sie sich gegen Malaria,und andere Tropenkrankheiten.
Mit freundlichen Grüssen
Johannes Dunzinger Zandvoort Holland.

Antwort Bobby Schenk

Frage von Ralf-D. Maassen

Hallo Herr Schenk!
Über nachfolgendes Thema konnte ich auf Ihrer für mich zur Startseite gewordenen Seite leider noch nichts finden:
Wir interessieren uns für eine Lagoon 440 und wollen diese Gebraucht erwerben. In der recht umfangreichen „Yachtworld.com“ finden wir nun verschiedene Angaben bezüglich der Energie: Bei Schiffen im Bereich USA sind 110 Volt vorzufinden, bei Schiffen aus unserer Region 220 Volt.
Auf was sollte man beim Kauf einer Yacht bezüglich dieser Unterschiede beim Vorhaben einer Weltumsegelung achten. Oder ist dieses Detail eher zweitrangig?
Auf eine Antwort freuen wir uns schon und wünschen Ihnen alles Gute!
Ralf-D. Maassen

Antwort Bobby Schenk

Frage von Boris Biber


Hallo Herr Schenk,

ich bin infiziert! Der Segelvirus vermehrt sich, erste Symptome
(Bücher verschlingen, extremes Träumen, Informationen einholen, Tests lesen,
mit Seglern reden, Segelvereine besuchen usw.) werden sichtbar. Mir
stellt sich jetzt die Frage, wie kuriere ich diese Symptome? Leider konnte
ich bisher keine guten Antworten dazu finden (wie auch, jeder hat eine
andere). Daher interessiert mich Ihre Meineung.

Bisher bin ich nur auf Booten mitgefahren. Mein Ziel für die Zukunft
(ich bin 37 und habe hoffentlich noch ein paar Jahre) ist eine längere
Reise mit einer Yacht. Im Moment möchte ich aber erstmal das Segeln
erlernen.

Jetzt meine Frage: Macht es Sinn erstmal einen sog. Segel-Grundkurs zu
besuchen und dann genügend Erfahrung z.B. auf einer Jolle zu sammeln?
Wenn dies geschehen ist, das (in meinem Fall) Bodenseeschifferpatent
(plus Navigationsprüfung) zu machen? Oder besser gleich mit dem
Bodenseeschifferpatent anfangen, auch wenn es nur bestanden ist und noch nichts
mit segeln "können" zu tun hat?

Es gibt erfahrene Segler, die sagen: "Wenn Du Yachten segeln willst,
fange nicht mit Jollen an".

Mit freundlichen Grüßen aus Stuttgart

Boris Biber
Antwort Bobby Schenk

Frage von Jens Schuster

Sehr geehrter Herr Schenk,
die Langfahrtszene hat sich in den letzten Jahrzehnten geändert. Abgesehen von den negativen Veränderungen, über die Sie jüngst berichteten, wird in verschiedenen Veröffentlichungen immer wieder ein anderer Umstand erwähnt, nämlich dass früher für eine Weltumsegelung in aller Regel der heimatliche Wohnsitz aufgegeben und die Fahrt ohne Heimaturlaub durchgeführt wurde, heutzutage hingegen zahlreiche Langfahrten durch mehr oder weniger häufige, oft auch monatelange Heimaturlaube unterbrochen werden.
Für mich, der ich bislang leider über keine Langfahrterfahrung verfüge, stellt sich zunächst die Frage, ob die Unterbrechung einer Weltumsegelung durch Heimaturlaube das Vorhaben einer Langfahrt eher erschwert (wegen des hiermit verbundenen organisatorischen Aufwandes) oder eher erleichtert (weil man sich eine Rückzugsmöglichkeit offen hält und man auch einmal Abstand vom Bordleben nehmen kann). Vor allem aber stellt sich die Frage,ob die Intensität des Erlebnisses einer Langfahrt durch Heimaturlaube beeinträchtigt oder eventuell sogar gesteigert wird.
Diese Fragen lassen sich sicherlich nicht allgemeingültig beantworten. Vielleicht sind sie aus der Sicht eines Langfahrtpraktikers ja auch völlig unsinnig. Da Sie beide Formen der Weltumsegelung aus eigener Erfahrung beurteilen können, würde mich Ihre persönliche Meinung jedoch sehr interessieren.
Mit freundlichen Grüßen
Jens Schuster

Antwort Bobby Schenk

Frage von Martin Flückger

Zur Routenplanung habe ich mir nun alle Überseglerkarten und Pilot
Charts angeschafft. Ich habe auch eine grobe Idee, welche Route ich
machen möchte. Nun weiss ich aber nicht, wie ich gezielt meine Route
planen soll. Wie gehen Sie jeweils vor?

Ich sende Ihnen die besten Grüsse aus der Schweiz


Martin Flückger

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Kanter

Sehr geehrter Herr Schenk,

in der Zeit der Elektronik entfernen wir uns immer mehr von den
Grundlagen der Seemannschaft. ( mal allgemein gesprochen )
Aus diesem Grunde möchte ich zurück zu den Wurzeln der Navigation
(soweit das sinnvoll ist - werde mein Hand GPS nicht wegschmeißen).

Nun meine Frage:
Funktioniert ein Sextant auch auf der Ostsee?
Gibt das nautische Jahrbuch auch für dieses Revier die entsprechnden
Grundlagen oder ist es unabhängig vom Revier?
Habe sie Erfahrung mit dem Sextanten aus Glasfaserverstärktem
Kunststoff
gemacht ( Preis ca. 280,00 € ). Reicht der eventuell für die Ostsee
aus?

Fange erst an mich mit diesem Thema zu beschäftigen.

Ich danke ihnen im voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen.
Thomas Kanter - Potsdam

Antwort Bobby Schenk

Frage von Andreas Dumke

Hallo Bobby Schenk,
derzeit beschäftigte ich mich mit einem Thema, das vermutlich ganz und gar nicht thematisch auf www.bobbyschenk.de passt. Ich büffel für den Segelschein Binnen & Motor und bin zum Teil darüber entsetzt, mit welchen Fragen man sich für die Prüfung auseinandersetzen muss („welche Rumpfformen finden sich überwiegend bei Motorbooten…“, „…Eigenschaften von Verdränger, Gleiter, Halbgleiter…“ – ich will Sie nicht weiter langweilen). Viele Antworten muss man wohl auswendig lernen, zu mal die bisher veröffentlichten Lehrbücher nicht immer didaktisch, erwachsenengerecht und vor allen Dingen gehirngerecht geschrieben sind – schade. Zur Erholung lese ich „Navigation zum Ankommen“, das selbst ich als Landratte bisher verstanden habe.
Welche Segelscheine (sorry, ich meine Befähigungsnachweise) haben Sie eigentlich erworben, bevor Sie die erste Weltumsegelung starteten? Inwieweit haben Sie vor dem ersten großen Toern praktische Erfahrungen beim Segeln gesammelt?
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Dumke

Antwort Bobby Schenk

Frage von Martin Flückiger

Sehr geehrter Herr Schenk
...
Mein Traum ist, selber einmal die grosse weite Welt mit dem Boot zu
bereisen. In zwei Jahren möchte ich mir dazu die Blauwasseryacht
kaufen, diese anschliessend nach meinen Bedürfnissen ausrüsten und
2011 zu dem Abenteuer Weltumseglung starten. Zur Zeit lese ich vieles
über Segelreisen, um mir ein Bild der Szene zu machen. Bei diesen
Berichten wird viel davon geschrieben, dass Reisen aus etwelchen
Gründen auch immer abgebrochen werden und diese Boote an den
abgelegensten Orten vergammeln. Ich frage mich nun, ob sich eine
solche Yacht nicht für mein Projekt eignen würde. Vielleicht können
Sie mir eine Antwort darauf geben. Wenn ja, wie komme ich an ein noch
seetaugliches, intaktes und gut ausgerüstetes Boot? Im Internet finde
ich nur selten Boote, mit welchen ich mich auf eine Weltumseglung
begeben würde - und dies auch noch zu einem vernünftigen Preis.

Ich sende Ihnen die besten Grüsse aus der Schweiz

Mit grenzenloser Lebensfreude
Martin Flückger

Antwort Bobby Schenk

Frage von W. Juergen Hardt

Hallo Herr Schenk,

eine Frage die dumm zu sein scheint, ich aber keine Antwort finde:

Sie fahren als Zweitanker einen CQR (oder Pflugschar~). Ich hatte das
Ding auf mehreren Schiffen auch Chartertörns rund um Mallorca - und
viel Ärger. Eine spanische Charteryacht hatte eine Bügelanker an Bord, der
sich immer problemlos eingrub.

Der CQR legt sich z.B. auf den harten Sandböden mit der ganzen
Flukenseite auf den Grund, der Stiel legt sich daneben und man kann das
Ganze problemlos endlose Strecken über den Grund ziehen, ohne
"Gefahr", dass er sich eingräbt. Dafür hat man aber dann den Platz gar nicht
 ;-).
Die Sandböden in Mallorca sind i.d.R. hart -wenn ich mal  hinuntertauche
und versuche den Anker mit der Hand in den Grund zu drücken, passiert
meist nich viel.
Die Schiffe haben als Zweitanker einen Klappanker, zu dem ich mehr
Zutrauen habe (aber er ist nach 5m Kette nur an einer Leine )

Mein Verfahren: Langsam voraus fahren und Punkt zum Anker fallen
suchen. Wenn möglich noch etwas drüber hinaus fahren. Dann zurück. Wenn
 Schiff rückwärts Fahrt aufgenommen hat kommt es über den Punkt, wo ich
 meine, dass der Anker gut plaziert werden sollte und löse die Bremse der
 Wisch. Ich lasse dann Kette rauschen, bis ich glaube wesentlich mehr als
die 2-fache Tiefe gegeben zu haben. Danach bremse ich die Winsch (das Schiff
macht dann noch richtig Fahrt zurück). Ich lasse dann in Abschnitten
so viel Kette raus, wie örtlich möglich (also wenn Platz und Kette da
5fache Wassertiefe). Zum Schluss soll dass Schiff dann mal richtig in
die Kette dampfen. Nach einer Weile mit Maschine zurück prüfe ich mit
dem Fuß auf der Kette, ob diese ruhig ist - beim CQR halt eher selten!
Mehrfach habe ich bereits das Ankern in einer Bucht aufgegeben und bin
in einen Hafen gefahren (starker Wind). Einmal sind wir ca. 200m
geslippt bis mich ein anderer Skipper weckte (ok, es waren auf einmal
30kn Wind). In der Nacht hatte ich dann das Glück. dass der Anker beim
folgenden Versuch in einer Trosse verhing, worauf wir die Nacht sicher
lagen

Mache ich Ihrer Meinung nach was falsch?
Deshalb die Frage an den alten Praktiker, ob Sie Tricks haben, ihn
besser zum Halten zu bekommen?
Antwort Bobby Schenk

Frage von W. Juergen Hardt

Hallo Herr Schenk,

eine Frage die dumm zu sein scheint, ich aber keine Antwort finde:

Sie fahren als Zweitanker einen CQR (oder Pflugschar~). Ich hatte das
Ding auf mehreren Schiffen auch Chartertörns rund um Mallorca - und
viel Ärger. Eine spanische Charteryacht hatte eine Bügelanker an Bord, der
sich immer problemlos eingrub.

Der CQR legt sich z.B. auf den harten Sandböden mit der ganzen
Flukenseite auf den Grund, der Stiel legt sich daneben und man kann das
Ganze problemlos endlose Strecken über den Grund ziehen, ohne "Gefahr",
dass er sich eingräbt. Dafür hat man aber dann den Platz gar nicht ;-).
Die Sandböden in Mallorca sind i.d.R. hart -wenn ich mal hinuntertauche
und versuche den Anker mit der Hand in den Grund zu drücken, passiert
meist nich viel.

Die Schiffe haben als Zweitanker einen Klappanker, zu dem ich mehr
Zutrauen habe (aber er ist nach 5m Kette nur an einer Leine )

Mein Verfahren: Langsam voraus fahren und Punkt zum Anker fallen
suchen. Wenn möglich noch etwas drüber hinaus fahren. Dann zurück. Wenn
Schiff rückwärts Fahrt aufgenommen hat kommt es über den Punkt, wo ich
meine, dass der Anker gut plaziert werden sollte und löse die Bremse der
Wisch. Ich lasse dann Kette rauschen, bis ich glaube wesentlich mehr als
die 2 fache Tiefe gegeben zu haben. Danach bremse ich die Winsch
(das Schiff macht dann noch richtig Fahrt zurück). Ich lasse dann in
Abschnitten so viel Kette raus, wie örtlich möglich (also wenn Platz und
Kette da 5fache Wassertiefe). Zum Schluss soll dass Schiff dann mal richtig
in die Kette dampfen. Nach einer Weile mit Maschine zurück prüfe ich mit
dem Fuß auf der Kette, ob diese ruhig ist - beim CQR halt eher selten!
Mehrfach habe ich bereits das Ankern in einer Bucht aufgegeben und bin
in einen Hafen gefahren (starker Wind). Einmal sind wir ca. 200m
geslippt bis mich ein anderer Skipper weckte (ok, es waren auf einmal
30kn Wind). In der Nacht hatte ich dann das Glück. dass der Anker beim
folgenden Versuch in einer Trosse verhing, worauf wir die Nacht sicher
lagen

Mache ich Ihrer Meinung nach was falsch?
Deshalb die Frage an den alten Praktiker, ob Sie Tricks haben, ihn
besser zum Halten zu bekommen?
Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Reese

Hallo lieber Bobby Schenk,

es vergeht keine Woche, in der ich nicht auf Ihrer Homepage nach
Antworten auf meine Fragen suche und natürlich auch beantwortet bekomme!
Außerdem haben wir letztes Jahr Ihr Blauwasserseminar besucht und waren
begeistert!!!

Nun werden die Pläne unserer großen Segelreise sehr konkret und wir
haben uns in ein Schiff verliebt, das genau unseren Vorstellungen entspricht.
Eine Vagabond 42, Baujahr 79, Made in Taiwan. Das Schiff ist in einem
einwandfreien Zustand und hat schon eine Langfahrt hinter sich. Meine
Bedenken bestehen nun darin, ob das damalige GFK heute noch ein
zuverlässiger und robuster Baustoff ist. Können dadurch Risiken
entstehen und ist damit das Schiff von kurzer Lebensdauer? Genauso der Mast. Sind
die Baustoffe heute noch tauglich?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir noch mal zu diesem Thema Ihre Meinung
schicken könnten.

Des weiteren würde mich sehr interessieren, ob es Ihrer Meinung nach
von Nachteil ist, dass diese Slup ein Kutterrigg hat.

Vielen Dank im voraus und
herzliche Grüße aus München

Ihr Thomas Reese
Antwort Bobby Schenk

Frage von Marcel Bertschi

Lieber Herr Kollege Schenk Die folgende Frage ist für Sie wohl eher dümmlich, die Anrede etwas gewagt. Aber - bis zum meiner Pensionierung vor einigen Jahren war ich Staatsanwalt, wie Sie ja auch. Im Gegensatz zu Ihnen bin ich aber seit Jahrzehnten nur Chartersegler, ganz im Gegensatz zu Ihnen. Dafür habe ich alle Ihre Bücher mit Interesse gelesen (und habe davon sehr profitiert) und bin dabei zur Einsicht gelangt, dass es Staatsanwälte weit bringen können, wenn sie nicht beim Beruf bleiben...


Nun zu meinem Problem: In wenigen Wochen werde ich erstmals auf den Seychellen segeln, mit einer Grosselterncrew, also mit munteren Greisen zwar, aber immerhin nicht mehr so wahnsinnig sportlich Menschen. Unsere Verchartererfirma - auch der "Seychelles Nautical Pilot" - weisen darauf hin, dass das An-Land-Gehen mit dem Dinghi bei den zumeist anzutreffenden brechenden Wellen nicht ganz ohne ist. Ich erhielt den folgenden Rat: Mit dem Dinghi (und einem Teil der Crew) auf das Ufer zufahren, dort das Landemanöver planen, wo die Wellen am niedrigsten sind. Aussenborder abstellen, Motor hochklappen, auf das Ufer zutreiben. Sobald man durch die brechenden Wellen durch ist und annimmt, auf dem Boden stehen zu können, links und rechts je ein Crewmitglied über Bord hüpfen lassen, die die Aufgabe haben, das Dinghi zu stabilisieren, bis die übrigen Crewmitglieder ausgestiegen sind. Dann das Beiboot um 180 ° drehen, in die brechenden Wellen hineinschieben, ins Dinge klettern, Aussenborder herabkippen, Motor starten und zum ankernden Kat tuckern den Rest der Crew holen.

Bei der Rückkehr ist umgekehrt vorzugehen, also das Dinghi vom Ufer ins Wasser tragen, einige Crewmitglieder einsteigen lassen, das Boot in die brechenden Wellen schieben, die beiden Crewmitglieder, die das Beiboot links und rechts stabilisiert haben, hüpfen nun (mehr oder weniger elegant) ins Dinghi; sobald das Wasser genügend tief ist, Aussenborder herabklappen und Motor starten, zum Kat fahren.

Da es also ziemlich nass sein wird, empfiehlt es sich, die Landkleider in wasserdichten Säcken zu transportieren.

Ist das so albern, dass Sie glauben, wir seien wirklich hoffnungslose Stümper, könnte dieses Prozedere zumindest theoretisch tauglich sein oder haben Sie aufgrund Ihrer reichen Erfahrung noch Verbesserungsvorschläge? Oder soll man, sofern die Gischt zu gross ist, lieber vor Anker bleiben und sich dort des Segelurlaubs erfreuen?

Eine Antwort würde mich freuen!
Mit kollegialen Grüssen
Marcel Bertschi

Antwort Bobby Schenk

Frage von Werner Daurer

Sehr geehrter Herr Schenk!
Als interessierter Astro-Navigationslaie habe ich zu folgendem Sachverhalt eine Frage: Wäre es möglich - ohne Sextanten oder bei Ausfall desselben - eine Standlinie mit der Sonne zu bekommen, wenn diese genau am Horizont ist? Zumindest beim Oberrand ist die Beobachtung sogar ohne Sonnenbrille oder irgendein sonstiges Meßgerät möglich. Beobachtete Höhe wäre demnach: 0°00,0´ + Gesamtbeschickung - Sonnendurchmesser. Möglicherweise sind aber die Brechungseinflüße so groß bzw. so unterschiedlich (durch Dichteunterschiede der Luft o.ä.), daß es nicht möglich ist, daraus eine Berechnung durchzuführen...
Was denken Sie darüber?
Handbreit
DI Werner Daurer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Martin Flückiger


Sehr geehrter Herr Schenk



Ich möchte gerne wissen, wie ein Tauchkompressor auf einer

Fahrtenjacht betrieben wird. Ist dies elektrisch, über den

Schiffsdiesel oder mit eigenem Benzinmotor? Worauf muss man bei einer

Anschaffung und dem Einbau eines Tauchkompressors achten? Gibt es

Produkte, die Sie empfehlen können? Der Tauchkompressor sollte

täglich maximal 2 Stück 15 Liter Flaschen füllen können.



Im Voraus schon herzlichen Dank für Ihre Antwort.



Mit grenzenloser Lebensfreude

Martin Flückiger

Antwort Bobby Schenk

Frage von Peter Fehringer


Hallo Bobby!



Ich spekuliere schon länger mit dem Gedanken mir ein effektiveres

Vorwindsegel zuzulegen. Nun beschreibst du in deinem Buch

Blauwassersegeln das System mit zwei gleich grossen Segeln an der

Rollreffanlage und zwei Bäumen, hier im Internet den Parasailor

als ideales Vorwindsegel. Zu berücksichtigen wäre noch, dass ich

meistens alleine im Mittelmeer unterwegs bin.



Das Schiff ist eine Sunbeam 30 (Spinnakerwinschen und 1 Baum

bereits vorhanden). Das Segel sollte auch für eine eventuelle

Atlantiküberquerung geeignet sein. Das Boot wird auf längeren

Passagen von einer Windfahnensteuerung (alte Windpilot) auf

Kurs gehalten. Welches System wäre für meine Zwecke besser geeignet.

mfg

Peter Fehringer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Christian Manthey


Hallo Bobby,



beim planen einer Weltreise beschäftigen wir uns momentan mit der Frage des Außenborders

für das Dinghi (evtl. Bananaboot). Momentan haben wir einen 2 PS vier-Takt Motor, denken

jedoch darüber nach ihn durch einen Elektromotor auszutauschen.

Die folgenden Überlegungen sind uns dabei gekommen: Es gibt häufig Berichte, wo Segler

sich über ihren Außenborder geärgert haben, was bis zum versenken desselbigen geführt hat.

Bei uns kommt noch die Tatsache hinzu, dass der Benzinmotor am Heck unseres 9m Bootes

viel Platz einnimmt und der Windsteueranlage im Weg ist. Weiterhin die Tatsache

Benzin an Bord führen zu müssen (das einzig explosive auf unserem Schiff momentan).

Dem Elektromotor steht die Tatsache eine separate Baterie zu benötigen dagegen, die wieder

irgendwie geladen werden muss.

Hast du Erfahrungen zu dem Einsatz eines Elektromotors auf Langfahrtyachten für Beiboote?



Mit freundlichen Grüßen

Christian Manthey

Antwort Bobby Schenk

Frage von moritz baier


Betreff:psychologische vorsorgeüberlegungen...



lieber herr schenk,

deine überlegungen im bezug auf psychologische vorbereitung

weltumsegelung usw hätten mich interesiert!?

gedanken an weltumsegelung und ständiges leben an board beschäftigt

mich fasziniert mich und doch ist mir nicht klar ob das überhaupt für

hektische stadtmenschen psychisch easy ist 3 wochen übern atlantik zu

segeln!?

...

happy day

lg

moritz

Antwort Bobby Schenk

Frage von Tanja Rudolph

Sehr geehrter Herr Schenk,
mein Lebensgefährte hat eine Alu-Yacht gebaut. Er möchte künftig mit mir die Welt umsegeln. Ich besitze zwar 2 Segelscheine, doch fehlt mir die Praxis. Nachdem ich auf den Kanaren Urlaub gemacht habe und öfters einige Stunden gesegelt bin musste ich mit Entsetzen feststellen, dass ich Angst habe. Ist ja auch was neues für mich. Meine Angst kommt vor allem daher, dass ich zuviele Berichte gelesen habe über das, was alles schon passiert ist (im Sturm, Krankheit, Verletzung, Unfälle, etc). Da ich gerne die Welt sehen möchte, jedoch meine verdammten Ängste mir im Weg stehen, möchte ich fragen ob Sie einen Rat haben, wie ich die Ängste besiegen könnte. So eine Chance bekomme ich nur einmal.
Über einen Ratschlag würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Tanja Rudolph

Antwort Bobby Schenk

Frage von: Wieland Raatz


lieber Herr Schenk,

ich habe Probleme mich zu entscheiden ob ich auf ein groesseres und

neueres Schiff umsteigen soll oder nicht.

Ich segele an der Ostkueste von England seit 6 Jahren mit einer

catalina 28 Mark 2 von 1996 , an die ich sehr gewoehnt bin. Manchmal

fahre ich allein aber in der regel 2-3 mal im Jahr mit 1 - 2 crew

nach Holland oder Frankreich jeweils fuer 1-2 Wochen.

Etwas groesser waere schoen aber vor allem etwas neuer, weil ich

nicht sehr praktisch veranlagt bin und anfange mich im ueber 10 Jahre

alten schiff unsicher zu fuehlen.

Bin noch ganz fit aber immerhin schon Jahrgang 38 moechte also sicher

kein Schiff das schwerer zu bedienen ist als jetzt der Fall.

Mein Budget: Mein Schiff (Wert ca 45 tausend Euro)  plus 30 tausend

Euro.

Ich denke z Zt an folgende Varianten: Eine 2-4 Jahre alte

Catalina 30 oder Hanse 312 oder Bavaria 30 oder??? - Oder lieber

weiter mit der 28 fahren und etwas investieren zB in stehendes und

laufendes Gut. (die Maschine ist mit 1200 Std. noch ganz o.k.)

(Gegen Bavaria habe ich ein  - unbegruendetes??? - Vorurteil: zu

leicht, Massenprodukt - - )

Ich fand Ihre webseite durch Zufall und finde diese initiative sehr schoen.

Koennten Sie mir bitte einen Rat geben?

vielen Dank!

Wieland Raatz

Ipswich

 
Antwort Bobby Schenk

Frage von Evi Bettac

Hallo Bobby,
In deinem Buch ‘Fahrtensegeln’ schreibst Du dass Vermuren und Verkatten in der Praxis recht schwierig ist, und das Ausbringen eines Zweitankers wesentlich leichter. Was muss man den beim Ausbringen eines Zweitankers beachten? Wie wird er zum anderen Anker positioniert? Was gibt es beim Ankeraufgehen beachten? Hast Du mir irgendwelche Tipps bzw. eine Buchempfehlung?
Vielen Dank und Gruss
Evi Bettac

Antwort Bobby Schenk

Frage von Heiko & Kirstin

Hallo,
zuerst einmal mein höchstes Lob für deine sehr informative Homepage. Das ist genau das, was ein Segler braucht.

Da meine Frau und ich uns mal eine " Auszeit " nehmen wollen, haben wir geplant für 2- 3 Jahre mit unserem relativ kleinem Boot ( 9 m ) das Mittelmeer einmal genauer zu betrachten. Im großen und ganzen steht die Planung auch schon und dennoch gibt es da einen Punkt, der uns ein bißchen Sorge bereitet.
Und zwar geht's wieder mal ums leidige Thema Geld.
Da wir mit wenig Geld auskommen müssen ( und wollen ) können wir natürlich nicht in jede Marina einlaufen bzw. nächtigen. Das Ankern in einer Bucht liegt uns da viel mehr. Und das nicht nur wegen der überteuerten Häfen und Marinas !
Nur, ist das im Mittelmeer überhaupt möglich und sinnvoll ? Ist es nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch machbar die meisten Stopps in geschützten Buchten zu verbringen ? Ich rede jetzt nicht unbedingt von der technische Seite, Strom , Wasser etc., sondern mehr von der organisatorischen Machbarkeit. Vielleicht hast Du ja den einen oder anderen Tip bzw. Ratschlag für uns, da in der einschlägigen Literatur nur wenig darüber zu finden ist. Vieles richtet sich eben hauptsächlich an Charterer.
Vielen dank im voraus. Wir freuen uns schon auf deine Antwort.
Liebe Grüsse
Heiko & Kirstin

Antwort Bobby Schenk

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