Wenn Euch Fragen wegen Fahrtensegeln, Blauwassersegeln, Navigation oder zur Person von Bobby Schenk bewegen, hier könnt Ihr sie stellen. Frage und Antwort werden dann hier reingestellt - selbstverständlich ohne Gewähr, das Ganze ist schließlich ein Hobby von Bobby Schenk! Fragen nach einer bestimmten Yacht oder Yachtfirma oder einem bestimmten Schiffstyp werden nicht beantwortet. Bitte auch um Verständnis, dass nicht alle Fragen beantwortet werden können.

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Frage von Sigmund Helm wegen Unterschied Fahrtenyacht und Blauwasseryacht

Hallo Herr Schenk,
seit einigen Jahren träume ich davon, eine längere Auszeit zu nehmen (ich bin Angestellter und 43 Jahre alt), um auf Segeltour zu gehen. Ich habe schon Ihr Buch Blauwassersegeln gelesen und verstehe so ziemlich alles.
Was mir aber nicht so richtig eingeht, ist der Unterschied zwischen einer "normalen" Segelyacht, einem Langfahrtschiff oder einer Blauwasseryacht. Sind damit etwa Schiffe gemeint, die manche Werften mit dem Zusatz "für die weltweite Fahrt" anbieten?
Für eine kurze Erklärung wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Sigmund Helm

Antwort Bobby Schenk

Frage von Kai Friedrich wegen Möglichkeiten zum Kauf einer Blauwasseryacht

Sehr geehrter Herr Schenk,
zur Zeit plane ich ein Leben als Blauwassersegler. Einhand möchte ich auf einem Katamaran Leben. Haben Sie einen Tipp wo man außer auf den bekannten online Bootsbörsen eine geeignete gebraucht Yacht finden kann?
Natürlich möchte ich mich auch auf diesem Weg für Ihr tolles Arrangements mit ihrer Homepage bedanken und ein großes Lob für ihr Seminar aussprechen welches ich 2015 besuchen durfte.
Mit freundlichen Grüßen
Kai Friedrich

Antwort Bobby Schenk

Frage von Uli Kerner wegen Navigatorischer Mindestausrüstung für die Weltumsegelung

Sehr geehrter Herr Schenk,
mit interesse habe ich Ihren Artikel "Navigatorische Mindestausrüstung für die Weltumsegelung " gelesen. Sie erwähnen mit keinem Wort ein Fernglas - auch nicht bei den Anschaffungen, die bei reichlich Geld in der Kasse noch hinzu kämen. Halten Sie ein Fernglas für so überflüssig?
...
Mit freundlichen Grüßen,
U. Kerner

Antwort Bobby Schenk

Frage von Annegret Dorn wegen zweckmäßiger Kleidung für Langfahrt

Hallo Bobby Schenk,
mich beschäftigt eine Frage, die möglicherweise noch nie an Sie gestellt wurde:
Welche Bekleidung nehme ich mit auf eine Weltumsegeung?
Nun verdrehen Sie bitte nicht die Augen und zischen: "typisch Frau!". Ich wäre Ihnen wirklich dankbar, wenn Sie mir hier bei der Entscheidung helfen würden.
Mit Dank für Ihr Verständnis und besten Grüßen aus Greifswald,
Annegret Dorn

Antwort Bobby Schenk

Frage von Felix Uhl wegen Streit unter den Ehepartnern unterwegs auf engem Raum

Hallo Bobby Schenk!
Meine Frau und ich planen in ferner Zukunft um die Welt zu segeln. In technischer Hinsicht hab ich keine Bedenken, dass wir mit allen Problemen fertig werden. Da gibt es ja genug Schrifttum und vor allem das Internet, um sich darauf gut vorzubereiten. Allerdings habe ich festgestellt, dass die psychologischen Belastungen wegen der zwischenmenschlichen Beziehungen auf einer jahrelangen Weltumsegelung dort ein wenig zu kurz kommen. Ich mache mir zum Beispiel Sorgen, ob es auf wochenlangen Törns in der Enge einer 12-Meter-Yacht mit meiner (besten) Ehefrau nicht zu ernsteren Auseinandersetzungen kommen kann, schließlich kann man sich ja auf dem Meer nicht aus dem Wege gehen.
Wie haben Sie das auf Ihren zahlreichen Langtörns mit Ihrer Frau gemanagt? Und, kann man sich auf diese Probleme vielleicht gar nicht vorbereiten?
Mit Seglergruß
Felix Uhl

Antwort Bobby Schenk

Frage von Werner Leuthmetzer wegen Hafenmanöver Anlegen bei ablandigem Wind

Hallo Bobby,
ich habe Deinen Artikel über das österreichische Hafenprogramm und das Anlegen mittels Mittelspring sehr aufmerksam gelesen da es für mich ja ganz was neues ist. Nunmehr sind mir aber doch Zweifel gekommen, wie dieses Manöver wirklich durchgeführt werden sollte. Es ist sicher ein merkwürdiger Zufall, dass genau zum gleichen Zeitpunkt Deiner Veröffentlichung dieses Manövers (rückwärts anlegen) auf Deiner Webseite die YACHT ebenfalls dieses Manöver, das ja nun wirklich nicht als Standardmanöver gilt (in Deinem Buch "HAFENMANÖVER" ist es jedenfalls nicht enthalten), als Leserbeitrag bringt. Sehr eigenartig würde ich sagen.
Die Tatsache, dass sich beide Manöver, das in der Yacht beschriebene und die grafische Manöverdarstellung in Deinem Artikel in einem ganz entscheidenden Punkt widersprechen, macht mich denn doch sehr nachdenklich, vor allem wenn ich bedenke, wie ich im nächsten Charterurlaub so ein Manöver nun wirklich anlegen soll: Bei dem von Dir geschilderten Manöver wird mit ablandigem Ruder gearbeitet, beim "YACHT-Manöver" eindeutig mit auflandigem Ruder. Ist das egal oder wer hat recht?
Eine Erklärung bis Du nach Deiner Veröffentlichung wohl schuldig!
Liebe Grüße
Werner Leuthmetzer, derzeit Thailand"

Antwort Bobby Schenk

Frage von Axel Wilken wegen Dimensionierung eines Ankers beim Katamaran

Lieber Herr Schenk,
zuerst einmal vielen Dank, das Sie Ihren Wissensschatz mit der Welt teilen. Auf Ihrer Seite ist für jeden etwas dabei. Nun habe ich aber doch eine Frage bezüglich der Ankergröße.
Wir wollen unseren Aluminiumkatamaran (12,5x6,5 ca.10 Tonnen) mit einem neuen Rocna-Anker ausstatten, bei dem wir am Ankerplatz möglichst gut schlafen können.
Ich bin da sehr vorsichtig und würde am liebsten 3 Anker ausbringen.
Die Ankergrößen in den Tabellen der Hersteller sind immer für Monohulls angegeben. Da wir aber nun wesentlich mehr Windwiederstand auch durch einen verhältnismäßig hohen Aufbau haben stellt sich mir die Frage, ob wir nun eine, zwei oder mehr Nummern größer als für einen Monohull wählen sollten. Gilt hier nach Ihrer Meinung die Regel „viel hilft viel“, oder ist das Unsinn. Wie sind Ihre Erfahrungen mit Ihrem Katamaran.
Vielen, vielen Dank im voraus für Ihre Einschätzung.
Mit besten Grüßen von der ALII KAI
Axel Wilken

Antwort Bobby Schenk

Frage von Christian Zorn wegen Batterien statt Bleiballast

Hallo Herr Schenk
Mit grossem Interesse habe ich ihren Film von der Bootsmesse zum Thema " Die optimale Fahrtenyacht" angesehen.
Ich selbst bin Jollensegler und habe ehrlich gesagt keine Ahnung von der Materie aber eine Idee ist mir gleich in den Kopf geschossen.
Sie sprechen das Problem mit der begrenzten Anzahl der Batterien , verursacht durch grosses Gewicht an Bord an . Desweiteren haben Sie gesagt dass Sie sogar mit 800 Ampere nicht weit kommen (Auf ihrem Boot).
Meine Überlegung war nun dass all diese grossen Jachten ja eh ein grosses Gewicht in Form des Kiels mit sich schleppen. Kann man denn nicht anstatt dem Bleikiel einfach wartungsfreie speziell für diesen Zweck hergestellte Batterien verwenden ?? Sie sollten doch nur irgendwie in die Form passen aber das müsste doch machbar sein ... und alle 5 Jahre holt man das Boot raus, Schraubt das Gehäuse auf und Tauscht die Dinger aus.
Was spricht gegen diese Idee ?? Gibt es keine solchen Batterien, oder wäre der Kiel dann zu gross (kann man doch mit einer anderen Kiel-Form ausgleichen) ??
Grüsse aus Mannheim
Christian Zorn

Antwort Bobby Schenk

Frage von Martin Kraushaar wegen Fahrtenyacht mit Flügelkiel

Sehr geehrter Herr Schenk,
mit ebensoviel Interesse wie Vergnügen lese ich Ihre erschöpfenden Antworten auf die vielen Leserfragen, aus denen ich immer wieder lerne. Heute möchte ich selbst eine stellen:

Ich möchte in absehbarer Zeit eine gebrauchte Yacht kaufen, die sich sowohl gut segeln lassen soll, als auch für Törns mit Freunden genügend Komfort bieten soll. Nach intensivem Studium der Internet-Anzeigen bin ich bei Yachten fündig geworden, die etwa 36 bis 40 Fuß messen, Centercockpit, Achterkajüte, menschenwürdiger Waschraum mit Dusche... Vor allem gebrauchte niederländische Yachten scheinen solide Konstruktion und wertigen Innenausbau zu zeigen, ohne dabei in die sehr ambitionierten Preisregionen schwedischer Hersteller zu geraten.
Bei Yachten niederländischer Hersteller findet man nicht selten solche mit Flügelkiel. Sind solche mit ihren Amwind-Eigenschaften Yachten mit langem Kiel deutlich unterlegen?
Mit freundlichen Grüßen
Martin Kraushaar

Antwort Bobby Schenk

Frage von Stephan Maas wegen Navigation mit den Gestirnen als Hobby

Hallo,
ich bin schon seit einiger Zeit im Net unterwegs und ich treffe immer wieder auf den ihren Namen. Da habe ich mir gedacht, ich frage doch gleich mal an der richtigen Stelle nach.

Mein Name ist Stephan Maas, 54 Jahre, habe vor kurzem den SBF SEE gemacht. Hochsee wird es nie werden, dazu fehlt mir die Zeit.
Ich interessiere mich für die Navigation mit einem Sextanten.
Das wird aber bestimmt nicht über die Anwendung als Hobby hinaus gehen.
Ein richtig guter Sextant übersteigt daher Kosten/Nutzen. Es wird ein Sextant aus Kunststoff werden.

Sie scheiben..., dass Kunststoff-Sextanten für Anfänger schwieriger sind. Ich habe nur nicht richtig verstanden warum. Liegt das nur an der etwas größeren Ungenauigkeit?
Was benötige ich sonst noch zum erlernen der Anwendung und dem Umgang mit einem Sextanten? Ich bin für alle Tipps dankbar.
Im voraus vielen Dank
Mit freundlichen Grüßen
Stephan Maas

Antwort Bobby Schenk

Frage von Andre Wolff wegen Müllentsorgung

Lieber Bobby Schenk,
Man liest unglaublich viel über das Leben an Bord, über Verproviantierung, Essen und Trinken. Was passiert eigentlich mit dem entstehendem Müll? Plastik, Glas, Konservendosen.....
Ich denke in der heutigen Zeit wird wohl hoffentlich nichts mehr über Bord gehen, ausgenommen ggf biologische Abfälle.
Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Erfahrungswerte.
Liebe Grüße
Andre Wolff

Antwort Bobby Schenk

Frage von Michael Stöve wegen Deckslayout

Lieber Bobby Schenk,
zunächst einmal herzlichen Dank für die vielen interessanten Beiträge, die ich mit großem Interesse verfolge!
In vielfältiger Weise werden in der gedruckten Literatur sowie im Internet verschiedenste Konzepte von Fahrtenyachten auf deren Vor- und Nachteile in verschieden Einsatzbedingungen gegenübergestellt (Lang-/Kurzkiel, Ruderanlagen, Rigg, …). Was ich jedoch noch nicht finden konnte, ist ein prinzipieller Vergleich des Deckslayouts von Einrumpfbooten, ganz konkret: Segelyachten mit „konventioneller“ Deckskonstruktion (Cockpit und Salon auf unterschiedlichen Ebenen) gegenüber Decksalonyachten für den Einsatz auf der Barfußroute. Die Vorteile von DS- Yachten in klimatisch kühlen und wettertechnisch unbeständigen Seegebieten „liegen auf der Hand“ durch die vielfach gegebene Möglichkeit eines innenliegenden Steuerstandes.
Spielen in diesem Vergleich lediglich Kostenaspekte eine Rolle, oder sind hier weitere Argumente aus den ganz anderen klimatischen Bedingungen auf der Barfußroute , Komfort, … (?) zu beachten?
Vielen Dank im Voraus!
Michael Stöve

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Geiger wegen Lebenskosten auf einer Yacht für ein Jahrzehnt

Hallo ich hätte da mal eine Frage:
Kann man mit 50 000 ein Segelschiff kaufen und ein Jahrzehnt oder mehr Segeln. Habe gerade einen Bericht von Ihnen gelesen und finde gut wie sie die Dinge sehen.
Würde mich über eine Antwort freuen....
LG Thomas

Antwort Bobby Schenk

Frage von Sebastian Lauber wegen verschiedener Cockpitversionen

Hallo Bobby,
Noch sehr unerfahren lese ich trotzdem viel und interessiert auf Deiner Homepage.
Dabei habe ich über eines noch wenig gelesen. Die Deiner Meinung nach ideale Plicht, bzw. das Cockpit. Bavaria hat z.B. Ein Achtercockpit mit zwei Steuerrädern ziemlich weit hinten, Hallberg hat ein Mittschiffcockpit mit nur einem Steuerrad. Es gibt vorgebaute kleine Häuschen oder Klappverdecke, welche erst bei schlechtem Wetter aufgebaut werden. Das Mittschiffcockpit vermittelt mir mehr Sicherheit und soll wohl bei Einhandseglern besser sein.
Auf einer Monoyacht, welches ist denn Euer ideales Cockpit auf längeren Fahrten gewesen?
Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen,
Sebastian Lauber

Antwort Bobby Schenk

Fitness auf Langfahrt?

guten tag herr schenk,....
wie halten sie sich fit, wenn sie so lange unterwegs sind - bzw, wie machen das andere lang-fahrten-segler ? vermutlich ist das im sturm nicht unbedingt ein problem, aber das ist ja nicht die regel und auch da können ja durch die langen einseitigen haltungen (stundenlanges rudergehen, z.b.) echte probleme auftreten.

aber wenn ich mir vorstelle, 2 wochen in der flaute zu liegen und das auf den paar qm-bootsdeck - ich glaube da stellt sich schon die frage, wie halte ich meinen körper in bewegung - die allerwenigsten werden einen fitness-raum dabei haben (hab ich schon gesehen, aber erst jenseits der 20m bootslänge).

was hat sich bewährt - gymnastik, yoga, irgendwelche anderen trainigsarten - oder ist das überflüssig ? ich als küstensegler bin jedenfalls auch immer mal ganz froh, nach einem langen segeltag an land zu kommen und mich bewegen zu können - aber das ist beim fahrtensegler ja nicht so regelmäßig möglich.

mfg
martin haindl

Antwort Bobby Schenk

Frage von Horst-Dieter Becker wegen Doppelruder

Hallo Herr Schenk.
Meine Frage: was halten Sie von doppelten Ruderblättern bzw. haben Sie Erfahrungen damit?
Ich habe zwei Wochen eine neue Bavaria 51 cruiser gesegelt und bin - gelinde gesagt - entsetzt. Da der Schraubenstrom praktisch wirkungslos zwischen den Ruderblättern verpufft, ist: kein "Eindampfen in die Spring" möglich.
Keine Drehung der Yacht aus dem Stand möglich. Bei engeren Häfen ein Handicap.
Die Bavaria 51 muß immer irgendwie in Fahrt gehalten werden, sonst ist kein sauberes Manövrieren möglich. Das Bugstrahlruder kann nur etwas dabei helfen.
Wahrscheinlich werden "Könner" über mich milde lächeln; für mich ist eine solche Yacht indiskutabel.
Als Segler, der immer sehr sachlich über Hafenmanöver, Navigation usw. schreibt, wäre mir an Ihrer Meinung gelegen.
Mit freundlichem Gruß
Horst-Dieter Becker

Antwort Bobby Schenk

Frage von Georg Schenk wegen Ketsch und Bordnetz

Lieber Namensvetter,
mit Hochgenuß lese ich die Bücher, Reiseberichte und Tipps und habe auf folgende Fragen noch keine Antwort gefunden:
Warum sind das Schiffsauswahl- Ausschlußgründe für Bobby Schenk?
ein Zweimaster
eine 24-Volt-Anlage.
Mit freundlichem Gruß
Georg W. Schenk

Antwort Bobby Schenk

Frage von Paul zu Mann-über-Bord-Manöver bei Katamaranen

Lieber Bobby Schenk,
wir alle haben ja die verschiedenen MüB-Manöver für unsere Prüfungen gelernt und als verantwortliche Segler auch immer wieder mit unseren Crews geübt.

Jetzt, auch wo Katamarane sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, stelle ich mir die Frage nach dem optimale Manöver für Katamarane. Durch die erheblich höheren Freibords erscheinen mir die „klassischen“ Manöver nur noch schwer durchführbar. (Im Grunde lässt sich meine Frage ebenso auf das Manöver bei einer Moorig-Boje anwenden.) Bisher habe ich das Manöver mit "Heck voraus“ gefahren. Dabei ist der Höhenunterschied nicht so groß und bietet mehr Handling-Spielraum für die Crew. Ich bezweifle allerdings, ob ein solches Manöver auch bei Wellengang noch durchgeführt werden kann.

Gibt es weitere Empfehlungen?

Beste Grüße
Paul

Antwort Bobby Schenk

Frage von Helmut Zigler nach den Kosten für Yachtunterhalt

Hallo, Herr Schenk,
wir wollen demnächst unsere Weltumsegelung anpacken. Sie haben die Frage nach dem Geldbedarf ja schon einige Male damit beantwortet, dass dieser ungefär den Ausgaben zu Hause entspricht. Aber ich meine doch, dass man das Thema Yachtunterhalt unterwegs enger eingrenzen könnte. Deshalb meine Frage: Was ist auf einer jahrelangen Weltumsegelung für den Unterhalt der Yacht (Mono 45 Fuß, 30 Jahre alt) einzuplanen?
Mit Seglergrüßen
Helmut Zigler

Antwort Bobby Schenk

Frage von Michael wegen Aufkommern und Freikommen

hi, Bobby,
nach 50 Jahren Segelerfahrung (30 davon blau) ist es mir endlich geglückt, mit 1/2 kn aufzulaufen und nicht mehr freizukommen. Nachdem es mir nicht geglückt ist, meine 9 t mit dem Zweitanker ausreichend zu krängen, hat schon ein Einheimischer ein Motorboot zu Rausziehen abkommandiert. Da wollte ich dann doch nicht vorschlagen, er soll es mich noch ein paar Stunden selbst probieren lassen.
Ich geniere mich nach wie vor Tag und Nacht!
Hast Du Hinweise zu der Problematik?
cu

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Fahr

Sehr geehrter Herr Schenk,
nachdem ich nun schon seit Tagen vergeblich nach einer vernünftigen Antwort suche, möchte ich doch Sie mal inständig bitten, mir kurz ein Problem zu erklären:

Man kann im Internet von einem Kompaßhersteller (Plastino) folgende logisch und einfach erscheinende Anleitung finden (siehe unten). Man soll zuerst einen magnetfreien Bereich auf dem Schiff suchen und mit dem Peilkompaß eine Landmarke anpeilen. Dann soll man die Abweichungen zum Steuerkompaß überprüfen und notieren.

Ich verstehe allerdings den ersten Schritt nicht. Wenn man eine Landmarke anpeilt und dann das Schiff dreht, ändert sich doch die Peilung! Wo weiß man denn dann her, ob der Peilkompaß dabei abgelenkt wird oder nicht?
Es steht dort geschrieben, "wenn das Peilergebnis immer gleich bleibt". Wenn der Peilkompaß aber vom Schiff abgelenkt wird, dann werden die Ergebnisse immer gleich sein, aber man merkt es eben nicht.
Mache ich da einen Denkfehler oder ist diese Anleitung falsch?
Ich wäre wirklich sehr froh, wenn Sie mir helfen könnten, bedanke mich schon im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Thomas Fahr.

1. Schritt: Suchen Sie eine absolut magnetfreies Gebiet.
Fahren Sie bei ruhiger See unter Motor raus und suchen Sie sich irgendeinen Fixpunkt an Land (mindestens 3 Seemeilen Distanz). Peilen Sie diesen Fixpunkt mit dem Handpeilkompass vom Heck aus an und drehen sie mit Ihrem Schiff mehrere Runden mit einem möglichst kleinen Radius. Wenn das Peilergebnis immer gleich bleibt, dann sind sie in einer magnetfreien Zone. Ändert sich die Peilung, suchen Sie sich einen anderen Peilplatz auf dem Schiff.

2. Schritt: Vergleich des Handpeilkompasses mit dem Hauptkompass.
Fahren Sie mit Ihrem Schiff in mehrere Richtungen und vergleichen Sie die Kursangaben miteinander. Wenn sie unterschiedliche Angaben erhalten, liegt dies an der Deviation des Hauptkompasses.

Antwort Bobby Schenk

Frage von Willi Strohmeyer

Sehr geehrter Herr Schenk,
Habe interessiert ihren online Artikel über die Genauigkeit gelesen. Ich besitze schon seit vielen Jahren und nutze auch heute noch nostalgisch den Sextanten mit ihrem PC Astroprogramm, letzteres aus Faulheit. Trotz allem die Frage: wie genau kann eine Astroposition unter idealen Bedingungen theoretisch werden und welche Rolle spielt dabei der ungenaue Koppelort.
M.f.G.
Willi Strohmeyer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Norbert Ludwig

Sehr geehrter Herr Schenk,

immer wieder gerne lese ich Ihre vielen Beiträge und Ratschläge zum Blauwasser und Fahrtensegeln. Man kann davon süchtig werden:

Stellen Sie sich vor, Sie wären 60 Jahre alt, gut bei Gesundheit und müssen/wollen einige Jahre auf den Bahamas verbringen. Gesegelt hätten Sie bisher noch gar nicht. Ein paar Angelboote mit 15 HP Außenborder in den norwegischen Fjorden - sonst nichts. Nun sind die Bahamas eine Inselgruppe und genügend Zeit hätten Sie auch. – Um zur Frage zur kommen: Halten Sie es für möglich mit 60 noch mit dem Segeln anzufangen. Falls ja. Wie würden sie vorgehen? Katamaran mit Skipper chartern und erst mal zusehen? Oder lieber erst mal einen Seegelschein mit einer Jolle machen? Das anspruchsvolle Ziel wäre auf den Bahamas fähig zu sein zu zweit oder womöglich auch mal alleine von einer Insel zur anderen zu gelangen – Strecken von 50 – 100 sm (bei gutem Wetter, soweit vorhersehbar). – Und wenn Sie das grundsätzlich für möglich halten – brauche ich da einen 45 Fuß Katamaran – oder tut es auch 35 Fuß? Anders gefragt, muss ich 200.000,- € und mehr ausgeben oder habe ich auch eine Change mit 50 – 70T EUR etwas Gebrauchtes aufzugabeln, was für den Zweck reicht? Natürlich würde ich auch gerne mal die eine oder andere Woche alleine oder zu zweit auf dem Boot verbringen (eine Anglerhütte im Naturschutzgebiet hat mir auch immer gereicht) aber dauerhaft wohnen muss ich da nicht. – Nur sicher z.B. von Nassau nach Andros oder gar Miami gelangen. Ein Katamaran wäre zwar der Traum, ist aber nicht unabdingbar. Wie würde Sie das Thema angehen?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie antworten und ich glaube dass sich viele, auch gerade, wenn sie schon etwas älter sind, ganz ähnliche Fragen stellen.
mit freundlichen Grüßen
Norbert Ludwig

Antwort Bobby Schenk

Frage von Gerhard Bütow

Hallo Bobby, ... hatte mich vor einiger Zeit mit einer Frage zu Peilscheiben für die Erstellung einer Deviationstabelle an Sie gewandt, die Sie mir erschöpfend beantwortet haben. Vielen Dank dafür und überhaupt für den Wissensspeicher Ihrer Homepage.

Heute habe ich noch mal eine Frage zum Kompass:
Ich befinde mich in Langfahrtvorbereitung (Übergang von der Traumzeit zur Fahrtzeit) meiner selbst und meines Bootes (Albin Vega, 27 Fuß GFK-Boot). Darauf ist ein Silva 100B/H eingebaut. Nach Recherchen im Netz habe ich herausgefunden, dass der auf die in unseren Breiten bestehende Inklination der Magnetfeldlinien ausgelegt ist. Er würde in Äquatornähe und erst recht auf der Südhalbkugel ziemlich die Rose "hängen" lassen. Silva bietet zwar Kompasse für Gebiete mit anderer Inklination an, jedoch keine Möglichkeit eine entsprechende Anpassung durch Verschieben oder Anbringen von Magneten, respektive Gewichten am vorhandenen Gerät vorzunehmen. Das ist, soweit ich sehen konnte, bei anderen Kompass-Abietern nicht anders.

Wie macht man das auf Langfahrt?
Kauft man drei Kompasse und tauscht sie je nach Gebiet der Inklination aus?
Oder gibt es doch Anbieter von justierbaren Kompassen?
Oder lebt man einfach mit der hängenden Kompassrose?
Vielen Dank vorab und freundliche Grüße
Gerhard Bütow

Antwort Bobby Schenk

Frage von Willfried

Servus Bobby,
seit Jahren besuche ich Deine Blauwasserseminare. Ich wünsche der Seglerwelt und mir dass Ihr, Du und Carla, noch lange so weitermachen könnt.

Aus Deinen Büchern holte ich mir immer wieder die Kraft den langen Weg bis zum Blauwassersegeln durchzustehen. Jetzt habe ich mir eine Bavaria 37 owner aus dem Jahr 2002 gekauft und rüste sie zu einer Blauwasseryacht auf. Im Herbst 2017 bekommt meine Frau Claudia 1 Jahr Auszeit und dann starten wir mit der „NADIR“ eine Atlantikrunde mit dem Ziel etwas später in die Südsee zu gehen.
Bei dem Ausrüsten stehe ich nun vor einem Problem. Welches der beiden Radarsysteme, Lowrance Broadband 3G Radar oder digitale Radarantenne wie von Raymarine, soll ich nehmen? Wenn beide gleich gut sind, dann würde ich wegen der Energieersparnis auf die neue Breitbandtechnik gehen.
Kannst du darüber etwas sagen oder mir einen Kontakt mitteilen, der darüber eine Aussage treffen kann.
Vielen Dank für Deine Antwort im Voraus.
Grüße von Willfried 73 de DG1RAZ

Antwort Bobby Schenk

Frage von Jens Litsche

Lieber Bobby,
gestatte mir bitte eine für mich wichtige Frage für deren kurzfristige Beantwortung ich sehr dankbar wäre.
Ich hatte bisher eine Bavaria 41 und möchte mir in Kürze eine Lagoon 410 für die Langfahrt kaufen.
Gibt es für Katamarane Lösungen hinsichtlich einer Windsteueranlage? Trotz aufmerksamer Beobachtung habe ich noch nie eine an einem Kat gesehen. Ich halte sie iedoch gerade für Langfahrt analog zu einer Monohull für sehr wichtig, damit man nicht immer wieder die Maschinen bemühen muss, damit der elektrische Autopilot genug Strom hat, um seine Arbeit zu verrichten.
Solarpanele werden zwar mit etwa 400 W am Heck montiert, aber deren Leistung wird erfahrungsgemäß bereits durch die anderen Verbraucher insbesondere Kühlung konsumiert.
Herzliche Grüße
Jens Litsche
Berlin

Antwort Bobby Schenk

Frage von Roman Pötschner

Sg. Herr Schenk,
ich habe gerade ihr Buch zum Thema ankern gelesen. Daraus ergeben sich für mich ein paar Fragen...
Mir ist zum Beispiel nicht klar wie das Ankermanöver bei Winddreher ablaufen soll. Angenommen es herschen mittlere Winde, für später sind starke um 180 Grad drehende vorhergesagt. Ankert man nun schon in der Windrichtung laut Vorhersage um dann bei starken Wind den Anker richtig positioniert zu haben ? Sind Winddreher für einen gut eingefahrenen Anker ein Problem ?
Wenn man mit Zweitanker vor Anker liegt, ist der Schwojkreis kleiner, hilft das auch bei Winddrehern?
Vielen Dank schon im voraus für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Roman Pötschner

Antwort Bobby Schenk

Frage von Dr.Meinecke

Hallo Bobby Schenk,
seit längerer zeit besuche ich Deine Webseite. Ich befinde mich eigentlich nur gedanklich auf einer Weltumsegelung. Dennoch fallen mit hin und wieder einige Fragen ein , die ich nicht beantworten kann.
Der Außenbordmotor wird in aller Regel mit einem 2 Takt Gemisch gefahren. Mischt Ihr dieses Gemisch selbst an oder führt Ihr eine entsprechende Menge mit.
Wo befindet sich dann der Tank auf einem Segelboot.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. Friedrich-Wilhelm Meinecke
Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie

Antwort Bobby Schenk

Frage von Georg.Kirschbaum

Lieber Bobby Schenk,
nach vielen Jahren als Charterer, seinerzeit bei Ecker, jetzt Sun-Charter, und Eigner einer kleinen Sunbeam 22, steht -bis auf den letzten Auskrantermin in 2 Wochen- der Kauf einer SHE 33 fest.
Die Yacht ist eine S&S. ...Die SHE 33 ist ein moderner Kutter, 9,80 x 3,23 x 1,68, von "South Hants Engeneering", konstruiert von Olin Stephens.
...
Wie rüste ich eine 33-er sinnvoll aus, wenn ich -ganz große Langfahrt im Hinterkopf aber nicht zwingend- doch auf längere Fahrt gehen möchte?
Bis jetzt sind vorhanden: Kuchenbude, Heizung, kein Druckwasser, aber Zweikreis-Motor (Volvo-Penta) mit Warmwasseranschluss, Autoplilot Raytheon und ein hübscher -für die Yachtgröße- ganz großer Kartentisch. Viele Dinge habe ich wahrscheinlich gar nicht gesehen, da ich das -kaum vermeidbar- mit der Brille für die Ostsee bewerte.
Ich würde mich riesig über eine Antwort von Dir freuen.
Viele Grüße Georg

Antwort Bobby Schenk

Frage von Dr.Peters

Sehr geehrter Herr Schenk,
es ist eine wahre Freude, Ihre Internetpräsenz zu konsumieren. Schlussendlich habe ich mich aufgerafft, auch einmal mit einer Frage an Sie heran zu treten.
Ich fahre jetzt einen 15 x 5 m Monohull. Reizen würde mich ein gleich langer Katamaran. Mein Fahrgebiet ist Nordsee und – perspektivisch – Ostsee.
Leider erhalte ich grundverschiedene Einschätzung über die Tauglichkeit eines Katamarans für die Wellenbilder und den Seegang der Nordsee. Sie selbst haben bereits geäußert, dass ein Kat für die Ostsee eher nicht geeignet sei.
Die Aspekte zur Größe und Probleme in den Häfen habe ich verstanden. Dass ein Kat auf der Nordsee ab 5-6 Bft. aber nicht mehr vor die Inseln fahren kann/soll, habe ich erstmal in Frage gestellt. Sind Wellenhöhe und Wellenlänge hier das Problem?
Mögen Sie bitte ein paar Worte zur Eignung eines Kat auf der Nordsee und im Wattenmeer verlieren?
Vielen Dank für Ihre Replik vorab.
Grüße aus dem Wattenmeer.
Dr. Alexander Peters

Antwort Bobby Schenk

Frage von Tom

Guten Tag Herr Schenk
Ich habe auf Yacht.de soeben Ihren aktuellen Bericht zum Thema Hochseetauglichkeit einer Segelyacht gelesen und musste ein wenig schmunzeln. In der heutigen Zeit ist eine Contest 33 halt schon eher ein kleines Blauwasser-Schiff...
Ich durfte das zum Glück noch ganz anders erleben. In den Achtzigern war man mit 10 Metern ja noch voll bei den Leuten. Meine ersten Erfahrungen habe ich 1987 mit 23 Jahren auf einer Atlantiküberquerung gemacht. Zu zweit, mit meinem damals besten Kumpel, lebten wir 6 Monate auf unserer 35 Fuss GFK-Sloop.
Wir hatten Echolot, UKW-Funk, eine präzise Uhr und einen Sextanten. Mit dabei im Gepäck war natürlich auch "Astronavigation ohne Formeln-praxisnah" :-) Learning by doing habe ich dank Ihrem Werk den Umgang mit dem Sextanten erlernt. Das Buch habe ich übrigens heute noch. Es war von 2004 bis 2007 auch auf einer Weltreise mit meiner damaligen Lebenspartnerin an Bord unserer 32 Fuss Stahlsegelyacht vom Typ Vanguard 950 mit dabei....
Nachdem ich nun in meinem Leben bereits mehrere Male den Atlantik überquert habe und 2 Jahre im Pazifik gesegelt bin, wird es in den kommenden 2 bis 3 Jahren ein neues Weltreise-Projekt geben.
Vor 2 Jahren habe ich auf ricardo.ch (das Schweizer Ebay) für sagenhafte CHF 2000 eine 26 Fuss (Lüa 29 Fuss) Stahlsegeyacht vom Typ Sneekermeer 800 "geschenkt" bekommen. Der Grundzustand des Schiffes war sehr gut, bloss wurde es jahrelang komplett vernachlässigt. Nach eineinhalb Jahren Refit und Ausgaben von ca. CHF 3000 für Material ging es diesen Sommer am schönen Lac de Neuchatel erneut ins Wasser - siehe Bild. Die Arbeiten habe ich, wie bereits damals bei der Vanguard, alle selber gemacht.
Und nun komme ich zur eigentlichen Anfrage:
Die meisten Segler wechseln in der Regel mit zunehmendem Alter und für neue Ozeanprojekte von kleineren auf grössere Schiffe. Ich spiele nun mit dem Gedanken genau das Gegenteil zu tun. Ich spiele sogar mit dem Gedanken mit meinem Schnäppchen loszusegeln. ...Der Rumpf und das Deck bestehen aus 4 mm Stahl. Das Rigg aus Alu ist sehr gut dimensioniert. Die Motorisierung ist evtl. für die See suboptimal: Aussenborder im Schacht, Mariner 25 PS 2 Takter mit Fernschaltung und Elektrostart. Raum für einen Innenborder gäbe es problemlos. Andererseits ist der Stauraum ohne IB Diesel enorm! ... Mir wäre die Meinung von einem so erprobten und geachteten Fahrtensegler wie Sie es sind einiges wert!
... Freundliche Grüsse aus der schönen "region des trois lacs"
Tom Baumann

Antwort Bobby Schenk

Frage von Wolfgang

Hallo Bobby,
Danke für Deine Ausführungen zum Ankern, die mir natürlich einleuchten, und die ich auch in der Form handhabe – wenn es denn mal zu mehr als zum Kaffee-trinken reichen muss. Dabei stoße ich aber – nicht bei meinem 31-Füßer im Ijsselmeer, sondern bei Charteryachten beim Buchteln im Mittelmeer - auf ein Problem, nicht beim Ankern, sondern beim Anker-Aufholen.
Letztlich in der Türkei hatten wir einen größeren Kat mit einer 70-m-Kette am Hauptanker; der 2. Anker hatte einen Kettenvorlauf von etwa 10 Metern und dann Trosse. Diesen Anker samt Kette aus dem Beiboot hochzuholen erfordert schon ziemlich Kraft, und bei allem Bemühen denke ich, dass das dem Beiboot auch nicht wirklich gut tut, wenn man die Kette über den Rand zieht.
Wäre es empfehlenswert, erst den Hauptanker hoch zu holen und dann zum Zweitanker zu fahren? Mit Blick auf Deine Darstellung der eingeschränkten Manövrierbarkeit wohl eher nicht. Deine Idee, die Trosse mit einem Fender zu sichern und dann los zu werfen, um sie später einzuholen, finde ich gut; ist sie aber auch praktikabel? Oder wird sie praktiziert? Oder wie macht “man” so was als Blauwassersegler?
Ich hoffe, Carla und Du, Ihr habt Euch wieder gut ans Feste gewöhnt – aber die Umstellung ist ja nun schon länger her.
Mit ganz herzlichen Grüßen
Wolfgang

Antwort Bobby Schenk

Frage von Henry

Hallo Herr Schenk,
wie so viele die auf Ihren Seiten mitlesen träume ich von einer Weltumsegelung auf einem Katamaran und mache mir verschiedenste Gedanken für den Fall dass der Traum doch einmal Realität werden könnte.

Was mich aktuell umtreibt ist die Frage mit welcher Strategie die wahrscheinlich auftretende Sturmfahrt angegangen wird.Am sinnvollsten ist wahrscheinlich das Ablaufen vor Wind und Welle bei minimalster Besegelung und am Heck ausgebrachten langen Leinen. Da aber kein Autopilot dabei als Rudergänger einspringen kann (Winddreher, chaotische Wellen etc.) - wie ist das Vorgehen wenn sich bei kleiner Crew (ein- oder zweihand) die Kräfte dem Ende neigen. Ist Beidrehen eine Option oder besteht beim Katamaran hier nicht eine erhöhte Kentergefahr da das Boot ja quer zur Welle steht und somit bei entsprechend hoher Welle bzw. brechender Welle über die Kufen "stolpern" könnte?
Einem Sturm kann man leider nicht immer ausweichen aber wie kann man dann bei dem unvermeidlich auftretenden starken Seegang die Kenterung verhindern?
Vielen Dank und Viele Grüsse
Henry J.

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Malecek

Hallo Hr. Schenk!
Zunächst vielen Dank für ihre gut zu lesenden Bücher aber natürlich auch für die Website mit hilfreichen Tipps. Ich bin gerade selbst an einem Schiffskauf dran und werde mir Ende März in Kroatien eine alte (1985 Bj. )Erstbesitz und sehr gepflegte Jeanneau ansehen. Nun lese ich oft von der Dieselpest bzw. Dreck im Tank und ich denke ich werde diesen wenn ich das Schiff kaufe erstmal reinigen. Kann man den Dieseltank selbst sinnvoll reinigen oder braucht man da eine spezielle Firma? Für wertvolle Tipps wäre ich sehr dankbar.
mit besten Grüßen
Thomas Malecek

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Malecek und J. Härri

Guten Tag Herr Schenk
Wir (Meine Frau und ich) planen in ca. 2 Jahren auf grosse Fahrt zu gehen und den dritten Lebensabschnitt auf dem Meer zu verbringen. Zurzeit sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Yacht. Mit dem zusätzlichen Wissen von Ihrem superguten Seminar in Friedrichshafen wird evaluiert, abgewogen und wieder verworfen.
Nun haben wir ein ev. passendes Schiff gefunden und werden dieses auch besichtigen. Keine Angst ich frage nicht ob diese Yacht für lange Fahrt geeignet ist! Von einem Yachtexperten, und wenn man sich um eine Yacht kümmert gibt es sehr viel von diesen, habe ich erfahren, dass es eine Notwendigkeit ist das kompl. Rigg nach 15 Jahren zu ersetzen. Können Sie diesem Vorgehen zustimmen? Bei der Yacht handelt es sich um einen schwedischen Hersteller, Länge um die 50 Fuss. Gerne freue ich mich auf Ihr geschätztes Feedback und wünsche Ihnen eine spannende zeit.
Mit freundlichen Grüssen
J. Härri

und

Hallo Bobby, da ich mir jetzt ein altes (30 Jahre) aber sehr gepflegtes Segelschiff kaufen will hab ich nun die schwierige Frage: Wie lange hält ein Want oder Stage auch wenn man augenscheinlich keine Verletzungen am Draht sieht. Man hört oder liest so einiges und unterschiedliches wie max.15 Jahre. Auch manche Versicherungen geben bei 30 Jahren keine Garantie mehr aufs stehende Gut, außer man läßt es erneuern. Nun hast du vielleicht durch die Fahrtensegelei und "Yachttrasch"mehr Erfahrung diesbzgl.
Eine Antwort wär mir echt wichtig, vielleicht hast du ja Zeit.
PS.: Habe mir in Tulln auf der Messe lange deinen Vortrag zu diversen Themen angehört und es war wieder einmal mehr sehr interessant - danke für dein allgemeines Angachment für uns Segler.
mfg
Thomas Malecek

Antwort Bobby Schenk

Frage von Christian Klepper

Hallo Herr Schenk,
In den kommenden Jahren möchte ich mich von den ein- und zweiwöchigen Chartertörns in MM und Karibik verabschieden und Langfahrten angehen. Neben üblichen Vorbereitungen lese ich regelmässig den Ticker über SOS- Vorfälle und Entsprechende Berichte.
Mir geht es um die Analyse von Vorfällen, um derartige Szenarien auch mental einzubeziehen.
Mich interessiert, was ursächlich zu den Notlagen geführt hat. Insbesondere die häufige Meldung "Wassereinbruch" und "Ruderschaden".
Bekommen Sie ein feed back der aktuellen Meldungen durch die Szene und kann man diese nachlesen? (Seeventile, Container).
...
Mit freundlichen Grüssen
Christian Klepper

Antwort Bobby Schenk

Frage von Georg

Lieber Bobby Schenk,
nach vielen Jahren als Charterer, seinerzeit bei Ecker, jetzt Sun-Charter, und Eigner einer kleinen Sunbeam 22, steht -bis auf den letzten Auskrantermin in 2 Wochen- der Kauf einer SHE 33 fest.
Die Yacht ist eine S&S. Entgegen Deinem Vorschlag, die Länge an der Obergrenze zu planen, habe ich mich nicht für die SHE 36 entschieden; sie hat Backstage. Mehr Füsse will ich nicht, da ich sie auch einhand ohne Servos segeln möchte. Eine "Swan", auch S&S, ist außer meiner Reichweite. Seitdem ich 2003 die 'Cita' (S&S 52") im 1000sm-Race hatte, will ich eine S&S haben. In die SHE habe mich längst verliebt, Diskussion überflüssig.
Die SHE 33 ist ein moderner Kutter, 9,80 x 3,23 x 1,68, von "South Hants Engeneering", konstruiert von Olin Stephens.
Nun, die nächsten 5 Jahre -ich will noch ein bisschen Elektronik entwickeln- wird sie ihr Leben in der Ostsee verbringen. Das kenne ich, 'Bikini', meine kleine Sunbeam hat seit 2005 einen Liegeplatz in Kiel.
So, bis hier die Feststellung, nun die Frage(n) an den Langfahrtsegler: Wie rüste ich eine 33-er sinnvoll aus, wenn ich -ganz große Langfahrt im Hinterkopf aber nicht zwingend- doch auf längere Fahrt gehen möchte?
Bis jetzt sind vorhanden: Kuchenbude, Heizung, kein Druckwasser, aber Zweikreis-Motor (Volvo-Penta) mit Warmwasseranschluss, Autoplilot Raytheon und ein hübscher -für die Yachtgröße- ganz großer Kartentisch. Viele Dinge habe ich wahrscheinlich gar nicht gesehen, da ich das -kaum vermeidbar- mit der Brille für die Ostsee bewerte.
Ich würde mich riesig über eine Antwort von Dir freuen.
Viele Grüße
Georg

Antwort Bobby Schenk

Frage von Roman Pötschner

Hallo,
ich lese gerade mit sehr großem Interesse ihr Buch zum Thema Blauwasser Yachten. Mein Interesse gilt einer Reinke S 11 von einem mir bekannten Eigner. Das Schiff ist aus 2007 und wurde dieses Jahr mit schwarzer Rumpffarbe versehen. Das Deck ist hell beige. Wie ich im Buch lese ist die Farbe schwarz für heiße Gebiete nicht optimal.
Würden sie die Yacht mit heller Farbe streichen ? Weitere Gedanken mache ich mir zum Kutterrigg. Neben einer 50m2 Genua ist noch eine zweite Rollreffanlage mit 25m2 geriggt. Würden sie daran etwas ändern?
Das Buch hat dank Ihrer Erfahrung wirklich sehr viel an Information.
Mit freundlichen Grüßen
Roman Pötschner
0043 - (0)664/XXXXXXXXX

Antwort Bobby Schenk

Frage von Hajo Holzem

Hallo Bobby
Wie so ziemlich jeder Segler habe ich die Berichterstattung zu der Havarie von Vestas Wind verfolgt und auch Deinen Kommentar dazu gelesen...
Ich hatte mich schon bei meiner ersten Begegnung mit einem Kartenplotter über die Ausblendung von Details gewundert und deshalb immer eine Detailplanung mit Papierkarten gemacht, um auf dem Plotter zu wissen, wo ich Zoomen sollte.
Ich erinnere mich an verschiedene Ausführungen auf Deiner Seite, in denen Du das Bord Notebook als Rückgrat der Navigation verwendet hast mit Ausdrucken als Backup für technische Ausfälle. Diese Methode ist für übersehene Objekte aufgrund des Zoom wie bei Vestas auch anfällig. Was ist Deine Strategie, bei Plotternavigation solche Katastrophen zu vermeiden?
Im entfernteren Kontext: Die meisten Bordgeeigneten Drucker sind Tintenstrahler Deren Ausdrucke sind nicht wasserfest. Wie schützt Du Mengen von Ausdrucken um täglichen Gebrauch vor Feuchtigkeit? Prospekthüllen haben sich bei mir auf die Dauer als unzureichend erwiesen, Einschweißen ist für Seekarten, Crewliste etc. aufgrund der Menge und Verwendung nicht immer praktikabel.
Mit freundlichen Grüßen
Hajo Holzem

Antwort Bobby Schenk

Frage von Andreas Roediger

Moin, ich war jahrelang Berufspilot und habe mir oftmals über den Ozeanen gedacht, die weite Welt da unten müsstest du mal mit fünf und nicht mit knapp 500 Knoten entdecken… Nun gut, in 2-3 Jahren wird es soweit sein und ich habe drei weitere Fragen für deine überaus informative Seite: 1.) Die erste Frage ist vielleicht banal, aber wie läuft es eigentlich mit dem Zoll in den diversen Ländern? Soweit ich bis jetzt informiert bin, hisst man die Flagge des Gastlandes und eine gelbe Flagge, doch was passiert dann? Fährt man einfach in den nächsten Hafen und medet sich beim Hafenmeister? Oder ruft man zB über VHF ein Zollboot herbei bzw fährt zum nächstgelegenen Zöllner? 2.) Wir werden zu fünft sein, meine wunderbare Frau und ich mitsamt unseren drei Kindern im Vorschulalter. Ich gehe nach den diversen schönen Berichten im Netz davon aus, dass es für die Kinder eine großartige Erfahrung sein wird. Allerdings mache ich mir echt schwerste Sorgen, dass sie in kindlichem Übermut über Bord gehen. Daher, welche Weste oder sonstige Sicherheitsmassnahmen würdest du empfehlen? Wie haben das die anderen Yachties mit Kindern gemacht? 3.) Piloten denken aus guten Gründen immer in Redundanzen als auch dass der nächste Schritt im Tagesablauf eher schief geht denn klappt und irgendein Bordsystem bald den Geist aufgeben wird. Daher frage ich mich, warum es auf Segelyachten meist nur ein einziges (!) GPS gibt und nicht, wie in jedem Flieger, mehrere Trägheitsnavigatonssysteme bzw. IRS (Inertial Reference System)? ... Mit einem IRS bin ich vom amerikanischen Miltitär, was oftmals in Krisensituationen die Genauigkeit der GPS-Signale reduziert, unabhängig. Ausserdem arbeiten die IRS-Systeme, vor allem wenn sie Laserkreisel eingebaut haben, mit enormer Genauigkeit und Zuverlässigkeit - ich habe in meinen langen Jahren als Pilot noch nie eines der drei an Bord vorhandenen System aussteigen sehen. Zu den möglichen Schiffen frage ich dich jetzt nicht - es gibt zu viele, die sehr reizvoll sind… Vielen Dank vorab! beste grüße, andreas roediger

Antwort Bobby Schenk

Frage von Martin Giretzlehner

Lieber Herr Schenk,
danke für die vielen guten Tipps, die Sie auf Homepage und in Ihren Büchern geben. Mit viel Interesse habe ich unter anderen Ihr Buch Ankern gelesen. Ich dürfte auch von Ihnen persönlich bei einem Ihrer Vorträge den polynesischen Hundsknoten lernen.
Ein kleines aber aus meiner Sicht nicht unwichtiges Thema habe ich weder im Buch noch auf Ihrer Homepage gefunden.
Der Zweitanker wird mit dem Beiboot ausgebracht. Fahren Sie diesen Zweitanker dann ein, indem Sie mit der Yacht zurückfahren und mit der Ankerwinsch die Trosse des Erstankers gleichzeitig nachlassen?
Warum dann nicht gleich wie in anderen Büchern beschrieben den Zweitanker ausbringen indem man mit der Yacht den Erstanker einfährt und dann den Zweitanker wiederum mit der Yacht an gewünschter Stelle ausbringt indem man die Trosse des Erstankers wieder zum Teil einholt, den Zweitanker fallen lässt und auch diesen dann einfährt (die Trosse des Erstankers wird dabei wieder gesteckt)? Man würde sich die Aktion mit dem Beiboot sparen aber vermutlich ist die Gefahr, dass man die Trosse des Erstankers beim Ausbringen des Zweitankers überläuft und dadurch einen Schaden am Kiel oder Propeller generiert zu groß, richtig?
Danke und sorry falls die Frage schon an anderer Stelle beantwortet war und ich sie trotz langer Suche nicht gefunden habe.
LG Martin

Antwort Bobby Schenk

Frage von M.Boehrer - Wellengenerator

Sehr geehrter Herr Schenk, Ich habe den Beitrag im „Konzept einer Langfahrtyacht“ gelesen und habe diesbezüglich eine Frage: Sie schreiben über Wellengeneratoren, sie seien laut, verlangsamen die Fahrt und etc. Unter dem Motto: was einmal ist, muss nicht ewig sein…….. Ich habe in den verschiedenen Werbebotschaften über die 500/600 Watt Generatoren von Watt & Sail gelesen und würde sie gerne für meine „Investition“ berücksichtigen. Was halten Sie davon? Danke für Ihre diesbezügliche Stellungnahme Freundliche Grüsse M. Boehrer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Erwin H.

Hallo Bobby,
ich bin am überlegen welcher Katamaran für eine sichere und sportliche Fahrt um den Globus geeignet ist. Da tauchen eine Menge Fragen auf:
Material Alu oder Epoxy?
Marke Lagoon oder Catana? Etc.
Länge 12 oder doch 15-16m.
Und dann bekomme ich gute Ratschläge. Wenn Du wo auffährst hält nur ein Aluboot. Lagoon ist ein Badeschiff und kein Cat. . Wenn Du die Nordroute über den Atlantik fährst ist ein Epoxycat weichgeritten.
Catana viel zu teuer weil Einzelproduktion. Usw.
Mir fehlt es für die Bootsauswahl zur Weltumseglung noch etwas an Erfahrung. Kannst Du mir zu etwas raten.
Beste Grüße
Erwin Hübl

Antwort Bobby Schenk

Frage von Dieter H.

Hallo Herr Schenk,
wir sind ein Ehepaar aus dem bayrischen und planen nächstes Jahr unsere Weltumsegelung zu starten. Unsere Yacht eine Baron 135 in Alubauweise ist fast fertig ausgerüstet, viele Tipps die wir haben einfließen lassen sind nicht zuletzt aus Empfehlungen Ihrer Homepage entstanden vielen Dank schon mal dafür.
Wenn also nichts gravierendes mehr dazwischen kommt werden wir Mitte 2015 gemütlich via Mittelmeer Kurs auf Gibraltar nehmen, im Spätherbst dann den Atlantik queren und Weihnachten in der Karibik verbringen. Die klassische Barfußroute eben… aber was kommt nach der Karibik? Mich würde ihre Empfehlung der zeitlichen Einteilung für die Weiterreise auf der Barfußroute sehr interessieren.
Panama, Südsee, Neuseeland, Australien die Richtung ist ja schon durch den Passat vorgegeben, oder vielleicht auch nicht J Als zeitlichen Ansatz haben wir uns, wie viele andere auch, etwa drei Jahre als Höchstgrenze gedacht. Mir ist bewusst, dass man auf so eine Frage keine allgemein gültige Antwort geben kann, deswegen frage ich sie ja auch nach ihrer persönlichen Empfehlung.
Ich freue mich schon auf Ihre Antwort und sage herzlichen Dank im Voraus dafür.
Herzliche Grüße
Dieter H.

Antwort Bobby Schenk

Frage von Dieter H.

Hallo Herr Schenk,
wir sind ein Ehepaar aus dem bayrischen und planen nächstes Jahr unsere Weltumsegelung zu starten. Unsere Yacht eine Baron 135 in Alubauweise ist fast fertig ausgerüstet, viele Tipps die wir haben einfließen lassen sind nicht zuletzt aus Empfehlungen Ihrer Homepage entstanden vielen Dank schon mal dafür.
Wenn also nichts gravierendes mehr dazwischen kommt werden wir Mitte 2015 gemütlich via Mittelmeer Kurs auf Gibraltar nehmen, im Spätherbst dann den Atlantik queren und Weihnachten in der Karibik verbringen. Die klassische Barfußroute eben… aber was kommt nach der Karibik? Mich würde ihre Empfehlung der zeitlichen Einteilung für die Weiterreise auf der Barfußroute sehr interessieren.
Panama, Südsee, Neuseeland, Australien die Richtung ist ja schon durch den Passat vorgegeben, oder vielleicht auch nicht J Als zeitlichen Ansatz haben wir uns, wie viele andere auch, etwa drei Jahre als Höchstgrenze gedacht. Mir ist bewusst, dass man auf so eine Frage keine allgemein gültige Antwort geben kann, deswegen frage ich sie ja auch nach ihrer persönlichen Empfehlung.
Ich freue mich schon auf Ihre Antwort und sage herzlichen Dank im Voraus dafür.
Herzliche Grüße
Dieter H.

Antwort Bobby Schenk

Frage von Walter Grosche

Sehr geehrter Herr Schenk,
Hallo Bobby,
Wie und wo würden Sie einen Ankerwinsch am Heck eines Katamarans installieren?
herzliche Grüße
w.grosche

Antwort Bobby Schenk

Fragen von Jürg Ambühl

Hallo Bobby,
Ich habe eine Jeanneau Sun Odyssey 49 gekauft und möchte sie mit einem Radar ausrüsten. Nun ist meine Frage, soll die Radarantenne am Mast oder an einem eigenen am Heck befestigt werden? Müsste die Aufhängung in beiden Fällen kardanisch sein? Sollte ich ein Broadbandmodell oder ein klassisches wählen? Ich bin zur Zeit noch im Mittelmeer unterwegs aber in naher Zukunft wird sicher eine Reise Richtung England oder über den grossen Teiich führen.
Lieber Gruss und Ahoi
Jürg Ambühl

Antwort Bobby Schenk

Fragen von Susanne P.

Sehr geehrter Herr Schenk,
Zunächst einmal Danke für ihre vielen Beiträge, die nicht nur informativ, sondern auch amüsant verpackt sind!
Eines der Lernziele dieses Sommers ist das Ausbringen eines 2.Ankers (Heck und Bug). Ihre Ausführungen dazu habe ich gelesen (ob auch begriffen, wird sich ja weisen:
anker2.html
Dazu habe ich 2 Fragen:
1. Das setzen von 1 Anker hat den Vorteil, dass der Wind in alle Richtungen blasen kann und das Boot hält (vorausgesetzt natürlich, der Anker findet Halt in alle Richtungen und der Schwoikreis ist gross genug). Bei 2 Ankern ist der mögliche Windeinfallswinkel begrenzt. Wieviel Winddrehung liegt drin, bevor man den 2. Anker einholen muss?
2. Zum Einholen des 2. Ankers beschreiben Sie, wie die Trosse über das Beiboot in Stellung gebracht wird, so dass der Auftrieb des Beibootes das aushebeln des Ankers aus dem Grund unterstützt. Ist das bei einem 30kg Anker auch mit einem Bananaboot möglich, für welches Sie schwärmen? Was gäbe es bei Verwendung eines Faltbootes besonderes zu beachten?
Mit freundlichen Grüssen, Susanne P.

Antwort Bobby Schenk

Fragen von Paul D. und Olga T.

Sehr geehrter Herr Schenk,
Seit längerem lese ich und meine Freundin schon fast täglich die verschiedenen Berichte und Tipps auf Ihrer Webseite und möchte mich hiermit erst einmal für diese Fülle an Informationen bedanken. Trotz der vielen von Ihnen beantworteten Fragen und hilfreichen Tipps und Anregungen anderer Weltumsegler, haben wir noch ein paar ungeklärte Fragen und hoffen, dass Sie Zeit finden diese zu beantworten.
Wir planen in den nächsten Jahren das nötige Budget anzusparen und uns eine Yacht zu kaufen. Bei der Suche sind wir des Öfteren auf Yachten aus den USA gestoßen, die teilweise die Hälfte einer in Europa erhältlichen vergleichbaren Jacht kosten. Da wir momentan beide Studenten sind und geringe Einkünfte haben, müssen wir schon auf den Preis achten. Nun stellten wir uns die Frage, ob es nicht sinnvoll wäre eine Yacht in den USA zu kaufen und diese dann selber über den Atlantik nach Deutschland zu überführen. Da wir sowieso eine Weltumseglung geplant haben, kann dies ja schon als “Vorgeschmack” dienen.
Uns ist klar, dass auf uns noch weitere Kosten zukommen werden wie Zoll und Steuern. Wobei wir auch in Segelforen gelesen haben, dass die Zollgebühren nur ab einer bestimmten Länge anfallen? Oder müssen doch für alle Yachten Zollgebühren entrichtet werden? Ebenfalls haben wir gelesen, dass die Reisekosten versteuert werden?
Außerdem wurde in manchen Foren geraten in den Azoren die Steuer zu zahlen, da dort nur 16% anfallen. Muss man nicht in Deutschland dann die restlichen 3% nachzahlen?
Dann haben wir auch noch von der CE Zertifizierung gelesen. Es wird geschrieben, dass man ohne diese Zertifizierung lieber nicht in die EU einfahren sollte. Da stellen wir uns die Frage, wie und wo wir nach dem Kauf in den USA diese Zertifizierung machen lassen(und ob das überhaupt geht)? Oder kann man diese nachträglich in DE machen? Ist es überhaupt möglich in den USA die Yacht für DE anzumelden? Oder muss man das vor Ort(also in DE) tun? Und wie sieht es mit der Anmeldung der Funkanlagen aus? Wenn das von Amerika aus nicht geht, kann ich einfach rüber segeln und dies nachträglich tun?
Sie haben des Öfteren in Ihren Beiträgen erwähnt, dass man für die Weltumseglung keine Scheine braucht. Wie sieht es aber rechtlich aus? Wenn auf offener See etwas passiert und dabei andere Schiffe/Menschen beschädigt/verletzt (oder schlimmeres) werden, und wir nicht nachweisen können, dass wir “fähig” sind zu segeln, sondern nur praktische Erfahrung haben? Welche Scheine bräuchten wir ohne so etwas zu befürchten? Wir beide haben den SBF-Binnen und den SBF-See und das SRC-Funkzeugnis. Reicht das aus oder bräuchten wir noch den SKS, SSS?
Sie haben geschrieben, was die Vor- und Nachteile einer Einrumpf-Yacht und eines Katamarans sind. Wir interessieren uns sehr für Trimarane, denn die Möglichkeit diese mit seinem eigenem Auto überall hin mitnehmen zu können, hat uns sehr beeindruckt. Vorausgesetzt die Seitenrümpfe sind einklappbar (wie z.B. Corsair-Trimarane). Was halten Sie von solch einem Trimaran? Und wie lang sollte dieser sein, um damit die Welt umsegeln zu können? Wir haben gelesen, dass schon viele mit dem Corsair F-27 den Atlantik überquert haben. Meinen Sie, dass man damit auch die Welt umsegeln kann(hohe Kentergefahr?)?
Man muss bedenken, dass diese Trimarane keine Diesel Motoren haben, sondern nur einen Außenborder. Wird man dadurch Probleme mit der Elektrischen Energie haben, denn man kann mit dem Außenborder die Batterien sicher nicht aufladen oder? Andererseits sind Trimarane schneller unterwegs als Einrumpf-Yachten. Sie haben dazu zwar schon was geschrieben aber bietet sich in diesem Fall nicht an, einen Wind- oder Schleppgenerator als alternative Energiequelle zu verwenden, zusätzlich zu der Solaranlage?
Wir hoffe, dass Wir Sie mit unseren Fragen nicht erschlagen haben und dass Sie uns weiterhelfen können. Über Ihre Antwort würden wir uns sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen
Paul D. und Olga T.

Antwort Bobby Schenk

Frage von Aaron Scherr

Guten Tag Herr Schenk,
ich bin seit meinem 7. Lebensjahr auf sämtlichen Seen und Meeren unterwegs und war bis vor 2 Jahren erfolgreicher Leistungssegler zuerst im 420er, später in der Melges24. Nun bin ich 20 und fertig mit der Schule und habe großes Interesse an einer Weltumsegelung. Leider ist es schwer gute Kontakte, eine Crew und ein Boot zu finden. Wie geht man an ein solches Projekt richtig ran?
Ich hoffen sie können mir ein paar Brotkrümel streuen.
--
Mit freundlichen Grüßen
Aaron Scherr

Antwort Bobby Schenk

Frage von Bodo Lohner

Sehr geehrter Herr Schenk,
ich lese regelmäßig Ihre Webseite . Aber Eines ist mir bis jetzt nicht so richtig klar geworden: Wie groß soll die "ideale" Fahrtenyacht sein. Auch auf Ihrer Weltumseglerliste (Who-is-Who) kristallisiert auch nach mehr als einem halben Hundert Interviews mit Weltumseglern nicht heraus, wie lange eine Langfahrtyacht sein sollte. Gibts da Anhaltspunkte? Ich segle auf der Ostsee eine 7-Meter-Yacht, aber die ist sicher zu klein, um auf Weltreise zu gehen.
Herzliche Seglergrüße!
Bodo Lohner

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Lacker

Hallo Bobby,
würdest Du Dich auch in die Roaring Fourties mit einem 45-Fuß Kat trauen?

Da mittlerweile viel darüber berichtet wurde, dass es sehr viel häufiger Monsterwellen gibt als bisher gedacht und eine solche auch im Golfe du Lion die Windschutzscheibe auf der Brücke eines Kreuzfahrtschiffes einschlagen kann, liegt der Gedanke nahe, dass diese Monsterwellen für viele Kenterungen von Yachten verantwortlich sind. Damit wäre das, neben treibenden Containern und schlafenden Walen, die größte Sorge auf Hochseereisen mit dem Kat.
Einfach reinlegen und bei Sturmbesegelung und Windfahne alle Schotten dicht machen ist damit keine gute Kat-Strategie. Was wäre also eine bessere SturmStrategie? Treibanker über Bug setzen um die Wellen mit dem Bug zu nehmen? Oder gar beidrehen? Gehen tut das, aber hält ein Kat das auch bei Sturmstärke stabil bei?
Zweite Frage: wie hoch schätzt Du das Risiko einer Kenterung eines Kats durch Monsterwellen oder ähnliches ein? Sind die Fälle bekannt, wo das in den letzten 20 Jahren passiert ist? Ich hörte von einem in der Biskaya, aber das ist schon Jahre her.
Was wäre bei einem Kat in diesem Fall passiert (Container reisst mitschiffs ein fußballgroßes Leck… über der Wasserlinie)? Selbst bei einem Leck unter der Wasserlinie würde ich erwarten, dass ein Kat dann zwar halbseitig unter Wasser schwimmt, aber der Rumpf nicht durchsackt und damit kentert. Der andere Rumpf müsste demnach noch voll bewohnbar sein?
Herzliche Grüße,
Thomas

Antwort Bobby Schenk

Frage von Armin Vicoler

Guten Tag Herr Schenk
Ich habe beim wiederholten Durchstöbern Ihrer interessanten Homepage gesehen, dass Sie den ersten Parasailor mit ca. 200 m2 gefahren sind, und den Parasailor 2 ebenfalls mit Ihrer Privilège nur noch mit 150 m2. Mir wurde der Parasailor für unsere 50er (14t, 138 m2 am Wind) ) mit 188 m2 offeriert, was mich, abgesehen vom "umwerfenden Preis", sehr abschreckt. Wir werden wie die meisten Fahrtensegler nur zu zweit unterwegs sein, und ich suche ein Segel, das zwar bei wenig Wind schon steht und uns dann mit wenigen Knoten vorantreibt, auf raumen Kursen aber vor allem einen grossen Windbereich abdeckt (Passatregionen, Böen). Auch wenn ein Parasailor Wind bis 25 Knoten und Böen darüber vertragen kann, möchte ich nicht in die Situation geraten, ein Monstersegel von 188 m2 dann - und ev. noch nachts - bergen zu müssen, weil es ev. Weiter auffrischt. Ich hatte meine Anforderungen angegeben, glaube aber eher, dass in meinem Fall die grösstmögliche Segelfläche - und damit vermutlich auch der grösstmögliche Preis ;-) - berechnet wurde.
Langer Rede kurzer Sinn: Warum haben Sie Sich beim zweiten Parasailor für ein kleineres Segel entschieden und waren Sie mit der Grösse zufrieden? Würde ein kleinerer Parasailor bei 2-3 Windstärken nichts mehr bringen (ein Roll-Geenaker wurde für unser Boot z.B. mit 149m2 berechnet, Spi 170m2)?
Ihre Meinung und Ihre Erfahrung zu diesem Thema würde mich sehr interessieren.
Beste Grüsse
Armin Vicoler

Antwort Bobby Schenk

Frage von Oliver Oelgart

Sehr geehrter Bobby Schenk,
bitte gestatten Sie mir gleich 3 Fragen, die einem Fachmann moeglicherweise befremdlich vorkommen.
- wie verbringt der Einhandsegler seine Naechte? Verzichtete er ca. 4 Wochen komplett auf Schlaf?- oder stellt er sich alle 15 Minuten seine Eieruhr? Haelt man das aus oder macht mans wie die von Ihnen beschriebenen Englaender, die nachts alle Segel herunter nehmen und gemuetlich zu Bett gehen?
- Was passiert mit den nicht unerheblichen Muellberegen die sich waehrend der Ueberfahrt ansammeln? Bringt man die tatsaechlich als Gastgeschenk dein Einwohnern der Karibik mit, oder wirf man diese doch einfach in Meer?
- endlich in der Karibik angekommen, verlaesst da nicht doch viele den Mut weiterzufahren um die Welt? Was dann? Schiff billig verkaufen in der Karibik? - Oder doch die ungemuetlichere Heimreise in noerdlicheren Gewaessern? Alle sprechen nur von der Hinfahrt- die Rueckfahrt wird gerne unter den Tisch fallen gelassen!
Vielen Dank fuer Ihre Geduld.
Herzliche Gruesse,
Oliver Oelgart

Antwort Bobby Schenk

Frage von Frank Morawietz

Sehr geehrter Herr Schenk,
die Gelegenheit dieser Mail nutzend, mochte ich mich erst einmal für ihre vielen Erfahrungen, die Sie in Ihren Publikationen und Artikeln mit anderen geteilt haben bedanken. Ich segele seit zehn Jahren jetzt ab und zu (wie es der Beruf erlaubt) und ihre Bücher haben mich von Anfang an begleitet. Herzlichen Dank! Etwas jedoch irritiert mich: ich las auf ihrer Webseite, dass Sie sehr abfällig über Menschen sprechen, die sich ihre Weltumsegelungen (auch) von Sponsoren "geschnorrt" oder auch mit (einer bestimmt nur unerheblichen Summe) von Zeitungen finanzieren lassen. Was spricht dagegen "betreut mit Rallies" unterwegs zu sein? Ich habe nie die Welt umsegelt und habe es auch nicht vor. Ich war auch nie "betreut von Rallies" unterwegs. Aber ich habe von vielen Weltumseglern gelesen, die sich ihr Geld unterwegs hart verdienen mussten (unter anderen Joshua Slocum) und froh waren über jedes kleine Honorar einer Zeitung. Ihr Urteil erscheint mir doch sehr hart und selbstgerecht!
Ich hoffe, meine Offenheit verstimmt Sie nicht und danke Ihnen nochmals für Ihre vielen lehrreichen Beiträge
Mit herzlichen Grüßen vom Gare du Nord in Paris
Frank Morawietz

Antwort Bobby Schenk

Frage von Carsten Plan

Hallo Herr Schenk,
sehr gerne lese ich einige interessante Tips und Tricks sowie Geschichten auf Ihrer Internet Seite. Selber bin ich leider noch kein Segler, weil mir einfach die Zeit fehlt. Aber man will sich ja schon einmal grundsätzlich mit dem Thema befassen um im "Ernstfall", wenn es den endlich soweit ist, nicht ganz bei 0 anfangen zu müssen.

Was ich nun überhaupt nicht verstanden habe, ist, warum selbst Bastler wie Herr Jabbusch die 12 V/DC Batterie, oder eher Akku-Spannung, mit Invertern, also Wechselrichtern, auf 240V Wechselstrom umwandeln um z.b. das Laptop zu nutzen. Alle Computer, ja auch TFT Monitore, LCDs, etc. Arbeiten doch mit Gleichstrom und haben, damit sie funktionieren Netzteile die 240v/AC in DC Spannung umwandeln. Sie wandeln also auf Ihren Booten 12V/DC in 240V/AC um Sie anschließend meistens in 12V/DC umzuwandeln. Hat das irgend einen besonderen Grund, der mir noch nicht bekannt ist? Wobei ja auch jeder Wandlungsprozess einen recht großen Verlust der Leistung bewirkt.
---
Vielleicht habe ich ja auch etwas Wichtiges verpasst und Sie können mich aufklären. Gibt es vielleicht irgendwelche speziellen Geräte die unbedingt 240V/AC benötigen? Ich hatte eigentlich gedacht dass eine Yacht nur 12V-Gleichstrom-Kabel hat. Vorzugsweise 4-6mm^2.
---
Aber vielleicht habe ich ja auch irgend etwas verpasst und nun ganz unnötig eine Lange Email geschrieben. Ich hoffe Sie sehen mir meinen Fehler dann nach.
Beste Wünsche und Grüsse,
Carsten Plan

Antwort Bobby Schenk

Frage von Paul Gaspar

Lieber Bobby Schenk,

mit Vergnügen habe ich Ihr ausgezeichnetes Anker-Büchlein verschlungen - unter anderem hat es mich inspiriert, auf meinem Schiff eine Pallklinke nachzurüsten. Das Kapitel "Zweit-Anker" hat bei mir jedoch Fragen offen gelassen:

Sie beschreiben, wie mühselig es ist, den mobilen Anker - vor allem bei schlechtem Wetter - auszubringen: rudernd, nass und fluchend. Warum nicht den ganzen Vorgang quasi auf den Kopf stellen?

Das sähe so aus: Man lege nicht nur den Anker ins Beiboot, sondern auch gleich die gesamte Trosse - ohne Verbindung zum Schiff. Dann fahre man bequem per Außenborder zur geeigneten Stelle, werfe dort den Anker, lasse sich vom Wind achteraus treiben (dabei Trosse nachgebend, den Motor aus oder im Leerlauf), und wenn man auf Höhe des Schiffes angelangt ist, fahre man unter Motor die kurze Strecke querab bis zur Yacht.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Statt per Muskelkraft kann man den Anker per Außenborder ausbringen, dort ungehindert eine geeignete Stelle suchen, und schließlich ohne Kraftaufwand die Trosse ausbringen. Selbst ein kurzer Kettenvorlauf wäre machbar, das zusätzliche Gewicht sollte ein Beiboot tragen können.

Der Nachteil wäre natürlich, erst einmal die sperrige und schwere Trosse ins Beiboot zu bekommen. Das bringt mich aber zur zweiten Frage: Warum nicht die Trosse für den mobilen Anker in handliche Stücke teilen? Zum Beispiel jeweils 25 Meter. Je nach Anker-Tiefe muss man dann nur entsprechend viel Trosse ausbringen, der Rest bleibt in der Backskiste. Die einzelnen Stücke lassen sich bequem aufklaren und tragen. Es wäre dann auch kein Problem, 100 oder 150 Meter Trosse mitzuführen. Die Verbindung zwischen den einzelnen Stücken könnte über eingespleißte Augen und Schäkel erfolgen - somit ebenso haltbar wie die Verbindung zwischen Anker und Trosse. Auf diesem Wege wäre es auch ein leichtes, die Kette des Hauptankers um einige dieser Trossenstücke zu verlängern, falls man mal in sehr tiefem Wasser Anker muss.

Ist das alles Unfug, oder könnte das funktionieren?

Vielen Dank für Ihre Antwort und ganz herzliche Grüße

Paul Gaspar

Antwort Bobby Schenk

Frage von Günther Mielich

Hallo Bobby Schenk,
seit vielen Jahren haben meine Freunde und ich im Urlaub ein Boot gechartert. Nun habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und ein eigenes Boot gekauft. Eine Bavaria 30 kann ich mein Eigen nennen. Da ich die meißte Zeit alleine segeln werde, habe ich bei der Sicherheit und Elektronik nicht gespart. Vorerst werde ich für ein Jahr in der Adria und später in der Türkei unterwegs sein. An Elektronik habe ich eine Tridata St 60 , Log , Lot und Speed,Windmessanlage St 60 , Selbststeueranlage Raymarine St 6001, KartenplotterRaymarine C70 mit GPS,UKW-Funk Ray 54E.
Nun zu meiner Frage:Ist für dieses Fahrgebiet zusätzlich ein Radar notwendig ? Ich habe mir ein Limit gesetzt und möchte dieses nicht unbedingt überziehen und lieber später nachrüsten.Was würden Sie mir raten ?

Für Deinen Rat vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Günther Miehlich

Antwort Bobby Schenk

Frage von Silke Nestler

Hallo Herr Schenk,
Es gibt viele Berichte von Männern, die sich einhand aufgemacht haben, und den Sprung über den Atlantik gewagt haben. haben Sie schon von Frauen gehört, die ähnliches geleistet haben? Ich denke da an ganz normale Frauen, nicht die Berühmtheiten aLa Decker, usw. Also Frauen denen es um Land und Leute und das Entdecken geht. Trauen Sie Frauen das generell zu?
Mit freundlichem Gruß
Silke Nestler

Antwort Bobby Schenk

Frage von Lars Heidorn

Hallo Herr Schenk
Vielen Dank für die Möglichkeit, Ihnen Fragen zu stellen. Vielleicht schafft meine es ja in die engere Auswahl.

Ich gehöre zu den vielen, die sich Gedanken machen ob man sein Leben denn wirklich mit Alltagstrott, Fernsehen und Immobilienkrediten verplempern muss. Klar, es gibt unzählige Variante es anders zu machen, aber ich muss gestehen dass mich gerade extrem wirkende "Ausbrüche" anziehen. Damit wären wir beim Thema. Für jemand wie mich, der sich hocharbeiten musste und dabei nicht sonderlich viel Freiraum für Wilde Jugend im elterlichen Windschatten hatte, sieht ein Unterfangen wie eine Langfahrt durchaus extrem aus. Dann wieder liest man Bücher darüber, entdeckt Blogs oder Dokumentarfilme, und wundert sich: die sehen ja alle ganz normal aus. Manche wirken unsportlicher als ich. Nicht wenige ältere Ehepaare dabei, denen man eher ein Wohnmobil zugetraut hätte.

Mal Butter bei die Fische: ist so etwas für jeden gesunden, willigen Menschen möglich, sofern er sich auf die Lebensweise einlassen kann? Ist es eher die Entscheidung, der Mut, die die Sache exclusiv machen, als das reine Können und Vorwissen? Meine fachlichen Voraussetzungen sind mäßig, wenn auch im Werden - ich lebe in Schweden und mache als Anwärter bei der schwedischen Marineheimwehr gerade eine Navigatorenausbildung auf einem SAR-Boot. Der Schein soll ungefähr dem Coastal Yachtmaster/SKS entsprechen, aber eben ohne Segel, das wäre also in der Freizeit noch zu ergänzen. Günstigerweise lebe ich direkt an der Ostsee.

Sie sehen schon, ich fische etwas im Trüben, ob ich über so etwas langfristig nachdenken kann, als jemand der bisher wenig abenteuerlich aufgewachsen ist und gelebt hat, ein Späteinsteiger also. Vielleicht haben Sie Zeit für eine kurze Antwort.

Mit vielen Grüßen,
Lars Heidorn

Antwort Bobby Schenk

Frage von U.Spranger

Sehr geehrter Herr Schenk ! Können Sie mir bitte eine technische Frage beantworten?
Mein recht neues Boot hat für den Bordmotor keinen Saildrive, sondern eine herkömmliche Wellenanlage mit wassergeschmierter Stopfbuchse. Als Propeller ist kein Drehflügel-, sondern ein Festpropeller montiert. Unter Segel fahrend stellt sich mir nun die Frage, ob der Propeller ein- oder ausgekuppelt sein sollte. Eingekuppelt steht die Schraube, leistet aber deutlichen Widerstand. Ausgekuppelt läuft die Welle natürlich mit, was zunächst überhaupt nicht weiter stört. Es gibt keinerlei Geräusche, die, wie beim Saildrive, stören würden. Andererseits sagte man mir, durch das Mitlaufen der Welle beim Segeln würde die Stopfbuchse schneller verbraucht.
Was würden Sie wählen : ein- oder ausgekuppelt segeln ?
Übrigens : kuppelt man nach dem Segelsetzen auf den Rückwärtsgang ein, gibt das ein unschönes Geräusch, weil die Schraube dann abrupt zum Stehen kommt. Klingt auch nicht gut. Kann das zu Schäden am Getriebe oder sonst wo führen?
Vielen Dank schon mal für Ihren kompetenten Rat und beste Grüße.
U. Spranger

Antwort Bobby Schenk

Frage von N.Schiener

Hallo Herr Schenk,
ich kam erst relativ spät zum Segeln und verbringe seit einigen Jahren mit meiner Familie den Jahresurlaub auf Charteryachten in der Türkei oder in Kroatien. Meine Erfahrungen, insbesondere bei stärkerem Wind und Welle sind daher eher nicht so toll.
Nun habe ich einige Bücher gewälzt, darunter auch von Ihnen, und es blieb mir da speziell eine Frage offen.
Folgende Situation: Ich segle bei halbem Wind bei Bf. 4 - 5, Böen bis zu 6 Bf und habe schon mächtig Krängug im Boot. Zum Reffen oder Segel bergen sollte ich jetzt in den Wind gehen, was aber die Krängung noch verstärkt und mir das Boot evtl. sogar aufs Wasser legt. Meine Crew und auch ich selbst hätten bei so einem Manöver, mangels Erfahrung, keine große Freude. Meine Idee für einen solchen Sachverhalt wäre jetzt die Schoten loszuwerfen, bei killenden Segeln in den Wind zu gehen und zu Reffen. Gibt es ausser dieser Variante noch eine elegantere Lösung (evtl. auch Halsen)? Und wie würde sich das Loswerfen der Schoten auswirken, wenn ich mit Bullenstander fahre, den ich vom Cockpit aus nicht bedienen kann? Auf Charteryachten sind sie nicht installiert und man muss den Bullenstander evtl auf einer Klampe am Vorschiff fahren. Jemand während des Manöver auf das Vorschiff zu schicken will ich nicht riskieren.
Im Voraus vielen Dank für einen Tipp.
Viele Grüße
N. Schiener

Antwort Bobby Schenk

Frage von Gitta und Rainer

Guten Tag Bobby,
eine Frage treibt uns um: wir haben auf unserer Suncoast 42 einen Dieseltank von ca. 1000 l Fassungsvermögen. Dazu, im Motorraum, einen Tagestank von rund 120 l. Umgepumpt wird mit Handpumpe, damit die Muskeln sich nicht zu schnell zurückbilden. Der Motor ist ein 135-PS Bolide, der ca. 7 l/h bei Marschfahrt verbraucht.
Ist dieser Tagestank sinnvoll? Der Vorbesitzer meint 'Ja, unbedingt!'.
Dem hat sich meine bessere Hälfte angeschlossen. Ich meine dagegen, dass bei funktionierendem Tankgeber im Großtank auch gesehen werden kann, wann die nächste Tanke anzulaufen ist. Der frei werdende Platz könnte für den dann problemloser zu installierenden Wassermacher genutzt werden. Im Motorraum ist es zwar nicht zu eng, aber insgesamt etwas verbaut.
Auf die Antwort sind wir gespannt und bedanken uns im Voraus dafür!
Gitta und Rainer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Johannes Vogelsanger

Sehr geehrter Herr Schenk,
immer wieder stöbere ich gerne auf Ihrer Internetseite. Viele Anregungen kann man darauf finden. Folgendes habe ich im Internet gefunden. Wie finden Sie das? Ein Elektroantrieb der auch Strom produziert! Das ist neu! Also nun doch Strom an Bord. Das klingt doch gut?!

http://greenstarmarine.se/de/greenstar-sd18/
http://greenstarmarine.se/de/teknik/
http://greenstarmarine.se/de/teknik/
http://greenstarmarine.se/de/offert/

2 x 22KW-SD (SailDrive) mit allen Komponenten kostet 14.000,- € inkl. MwSt. zuzüglich Einbau (Den 18KW-Sd gibt es nicht mehr).
Bei 4 / 5 / 7 Knoten erzeugen die beiden SD22 zusammen 0,4 / 0,7 / 2 KW. Bürstenfreie Elektromotoren laufen 100´000 Stunden ohne Wartung, sagt die Industrie. Wenig Treibstoff an Bord. Dafür Batterien für 4.500,- €. Damit kann man dann 8 Stunden mit geringer Fahrt fahren.
Ich plane einen Neubau ( für kurze und sicher auch für lange Reisen). Das E-System klingt verführerisch. Könnte das eine Alternative zu einem Dieselmotor sein? Vielleicht kann man auf einen Klassischen Maschinenraum verzichten? Eventuell als Absicherung einen kleinen, gekapselten Generator mit 3-5 KW zum Nachladen?
Klar, wenn man vor Anker liegt produziert man keinen Strom. Der Umwelt-Gedanke ist auch ein schöner Effekt. Segler wollen doch auch die Natur schützten.
Über Ihre Meinung würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüssen
Johannes Vogelsanger

Antwort Bobby Schenk

Frage von H.Wirtz

Sehr geehrter Herr Schenk, meine Frage richtet sich an Ihre Vergangenheit als Einrumpfsegler. Im Sommer werde ich erneut einen längeren Balearentörn unternehmen und dort wie auch die letzten Male fast ausschließlich vor Anker übernachten. Erfahrungen mit dem Ankerliegen an sich, auch unter schlechten Bedingungen habe ich schon jede Menge gesammelt. Meist positive, bei plötzlichen Wind- und Schwelldrehern auch die ein oder andere nervenaufreibende, wenn des Nachts der Ankerplatz verlassen werden musste um auf offener See abzuwettern.

Nun gehören solche Erlebnisse bei den doch oft überhaupt nicht (abgesehen von den thermischen Winden morgens und abends) vorhanden Winden eher zu den seltenen. Was mich jedoch Nacht für Nacht um den Schlaf bringt, ist das bei nicht vorhandenem Wind seitliche wegschwojen ( ich nenne es mal so) quer zum Schwell, was ein unglaubliches Aufschaukeln unserer kleinen aber eigentlich ja sehr stäbigen Contest 33 mit sich bringt. Ich überlege nun eine dieser Konstruktionen mit mehreren Kreisrunden Platten untereinander auf einem Seil befestigt mit einem Gewicht am unteren Ende selbst her zu stellen und diese direkt seitlich am rumpf ins Wasser zu lassen. Da ich leider nur einen großen Spi-baum und einen kleinen Baum zum ausbaumen der Fock an Bord habe, deren ungleiches Längenverhältnis eine weiter nach aussen verlegte Befestigung und somit bessere Angriffswinkel nicht ermöglicht, bleibt mir vorerst nur die o.g. Variante.

Nun meine Frage ob sie selbst, oder vielleicht einige Ihrer Bekanntschaften bereits Erfahrungen mit einem solchen System gemacht haben und ob sie es überhaupt für sinnvoll erachten.

Mit freundlichen Grüßen
H. Wirtz

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Haffnern

Sehr geehrter Herr Schenk,
...ich möchte einen lange gehegten Traum verwirklichen und von meiner Münchner Wohnung (die ich verkauft habe) auf eine Segelyacht umziehen, auf der ich zumindest einige Jahre leben möchte. Ob es eine Weltumsegelung wird, weiß ich noch nicht, möchte sehen, wohin es mich verschlägt und nicht zu viel vorausplanen, will mir aber möglichst alle Optionen offen halten.

Im Zuge der Vorbereitung habe ich bereits oft auf Ihrer Internetseite gestöbert und habe dort viele gute Anregungen und Hinweise gefunden. Dennoch sind einige Fragen weiterhin offen ..., daher erlaube ich mir, bei Ihnen als ausgewiesenem und geschätztem Fachmann Folgendes nachzufragen:

1. Ich habe mir eine Bavaria 33 in den Kopf gesetzt. Gegenüber Gebrauchtyachten bin ich einfach zu skeptisch und zu unkundig, um mir den Erwerb einer solchen zuzutrauen, deshalb ein neues Boot in der für mich (gerade noch) erschwinglichen Preisklasse. Ein Vorteil liegt darin, dass der Händler (mit großer Ausstellungshalle) für mich wohnortnah am Chiemsee liegt, so dass bei mittlerweile mehreren Besuchen ein fachlich und menschlich tragfähiger Kontakt entstanden ist, in dem mein Vorhaben und damit zusammenhängende Detailfragen jederzeit zeitnah persönlich besprechbar und klärbar sind. Die Bavaria scheint mir ein Boot zu sein, das vielleicht seglerisch ein wenig behäbig daherkommt, aber in jedem Fall ausreichend Wohnraum für eine oder zwei Personen bietet und mir insgesamt einfach gut gefällt. Dennoch wäre mir eine Einschätzung von Ihnen, ob Sie dieses Boot grundsätzlich für langfahrtentauglich halten, sehr willkommen und würde mir Sicherheit beim Kauf geben.

2. Im Artikel „Saildrive oder Wellenanlage …“ haben sie die vielen und erschreckenden Nachteile eines Saildrives beschrieben. Nun wird aber die Bavaria offenbar ausschließlich mit Saildrive gefertigt. Wäre das ein Grund, die Finger davon zu lassen? Am meisten Sorge macht mir die offenbar empfindliche Gummiabdichtung am Rumpf und die damit verbundene Wartung. Was, wenn man in entfernten Gefilden das Boot einmal 2 oder 3 Jahre nicht aus dem Wasser kriegt (abgesehen von den damit verbundenen Kosten)?

3. Navigation:
Geplant sind derzeit
· Windselbststeueranlage von windpilot
· 2 Hand-GPS, 1 GPS-Maus
· Funkgerät
· Radar
· Laptop oder Tablet-PC
· Log und Lot

Radar und Windselbststeueranlage scheint mir als Einhandsegler unverzichtbar, ebenso ein Funkgerät, GPS sowiso. Der Sinn eines Kartenplotters erschließt sich mir noch nicht, wenn man doch die elektronischen Karten ebenso auf den Laptop laden kann.

Was würden Sie aktuell als Grundausstattung empfehlen?

4. Energiegewinnung:
Ich möchte energiemäßig autark sein und hoffe, das ist über Solarpanels zu machen, so wie Sie es in Ihren Artikeln auf der Website beschreiben. Andererseits klingt es an anderer Stelle so, als wären Sie davon wieder abgekommen („Maschine 1 Stunde täglich laufen lassen zum Batterie Aufladen“). Über eine aktuelle Einschätzung würde ich mich freuen.

Dies, sehr geehrter Herr Schenk, sind bei weitem nicht alle, aber doch die aktuell vorrangigen Fragen im Vorfeld meiner Langfahrt bzw. Weltumsegelung.

Es würde mich sehr freuen und mir definitiv weiterhelfen, von Ihrer fachkundigen Seite eine Einschätzung dazu zu erhalten.

Herzlichen Dank und freundliche Grüße aus München!

Thomas Haffner

Antwort Bobby Schenk

Frage von K.

Hallo Bob,
nach langem Hin und Her habe ich mich endlich für einen Kat entschieden, mit dem ich viele Jahre unterwegs sein werde. Eine Privilege 585. Ok, der Kat ist ziemlich groß, besonders wenn man die Größe der Mannschaft berücksichtigt. Ein Skipper (der bin ich) und meistens 1-2 Freunde, die die Welt sehen wollen. Aber zur Größe des Schiffs, deine 465 war nicht so viel  kleiner, die Frage, ob ich entspannt bleiben kann; bei Wind und Wetter, Mooring, Marina, etc.

Nun zu meiner Frage: Ist ein Kat von knapp 60 Fuss problemlos einhand zu segeln? Es gibt mehr Elektronik, als mir lieb ist...
Habe ich mit der Größe auch ein größeres Sicherheitspontenzial, oder ist es eher Risiko behaftet?

Ich weiß, alles hat seine Grenzen, aber ich möchte die nächsten Jahre so far as possible gemütlich um die Welt segeln, habe das Glück, mir dieses Schiff leisten zu können und steige deshalb lieber eine Nummer größer und komfortabler ein, als ich es mir bisher vorstellte. Ist das alles Irrsinn, Übermut und Größenwahn, oder würderst du das auch so machen, wenn möglich?
Ich bin Ende 50, will min. 10 Jahre auf See sein und was danach passiert, ist mir ehrlich gesagt, scheißegal.
Offene Worte und Fragen, offene Antwort bitte.
In Verbundenheit
Nel

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas Schwiering, ob neben dem elektrischen Ruderautomaten eine zweite Windsteueranlage notwendig ist?

Hallo Herr Schenk,

ich möchte mich mit der Bitte um einen Ratschlag an Sie wenden. Ganz kurz zu meiner Person, damit Sie auch wissen, wer Sie hier befragt.

Ich bin zurzeit noch als Berufssoldat (Hubschrauberpilot CH-53) bei der Bundeswehr beschäftigt....Ich habe mir vor zwei Jahren eine Motiva 41 Stahl-Ketsch zugelegt, um die Hardware zu besitzen, unseren Traum (meine Frau und ich) von einer Weltumsegelung zu verwirklichen. Ihr Buch, Blauwassersegeln, habe ich schon vor 6 Jahren gelesen. Darauf hin habe ich im Selbststudium mit Ihrem und dem Buch von Heinz Meier Astronavigation erlernt.  Als ich dann als einziger Prüfling 2007 noch mit meinen „HO Tafeln“ in Hamburg bei der Prüfung erschien, waren die Augen der Prüfer voller Bewunderung… Vielleicht aber auch Mitleid! Wie auch immer - SHS bestanden…

Ich habe allerdings auch „Resümee einer Weltumsegelung“ mit großem Interesse gelesen, da es mir in einigen Punkten „aus der Seele“ spricht. Es geht hier vordergründig um die vermeintlich notwendige Ausrüstung mit Kurzwelle sowie aller erdenklichen Ersatzteile. Ich favorisiere auch eher ein Iridium-Handy anstelle HF.  Am Funkzeugnis soll es nicht scheitern, das LRC besitze ich. Allerdings sind die Anschaffungskosten für HF doch erheblich. Einen  Wassermacher (120 ltr/h) habe ich mir als Marke“Eigenbau“ letztes Jahr eingerüstet. Er funktioniert prima…Mein Schiff verfügt über einen leistungsstarken Autohelm Autopiloten, der über Kettenantrieb direkt auf die Steuerwelle kurz vor dem Schneckengetriebe am Ruderblatt angreift. Das Schiff verfügt über 720 Ah Batterieleistung, die über eine 140Ah Mastervolt Hochleistungslichtmaschine gespeist wird. Der Wassermacher ist über Riemenantrieb an die Hauptmaschine (120 PS Ford Lehmann) gekoppelt. Ich plane also die Stromversorgung in der Hauptsache über den Motor. Allerdings habe ich auch zwei Solarpanele, die ich am Besanmast unterm Radar fahre.

Jetzt zu meiner Frage:Vor diesem Hintergrund, und der Tatsache, dass ich auf den langen Passagen ohnehin ca. alle 3 Tage den Motor mal laufen lassen muss (Wasser und Strom machen), ist da noch eine Windsteueranlage nötig oder zu empfehlen?

 Mit der höflichen Bitte um Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüssen,

Thomas Schwiering 

Antwort Bobby Schenk

Frage von Rupert Drexel wegen Durchlüftung der Yacht bei längerer Abwesenheit

Hallo Bobby Schenk,

ich habe als Segelnovize eine vielleicht banale Frage. Aber wie halte ich mein Schiff in einer Marina, bei längerer Abwesenheit, frei von Feuchtigkeit, um an Bord verbliebende Elektronik, Klamotten etc. davor zu schützen. Oder werden in den Marinas die Boote entsprechend gelüftet und gepflegt, natürlich gegen entsprechende Bezahlung.

Danke für Ihre Antwort und Viele Grüße

Rupert Drexel

Antwort Bobby Schenk

Frage von Wilfried und Marlene wegen Passatsegel

Guten Tag Herr Schenk,
sind auf dem Weg nach Westen und werden, so der Plan, ab November von den Kapverden den Atlantik queren. Da wir seit 10 Jahren keine Rollanlagen fahren und auch mit 60 Jahren als Paar ganz gut auf unserem 10 Meter Aluböötchen damit leben folgende Frage: Wir haben 2 Vorstage. Am Inneren fahren wir unsere Fock, am Äußeren unser Leichtwindsegel. Zur Ausrüstung sei gesagt, dass wir zwei gleichgeschnittene Focks mit versetzten Stagreitern haben. Obwohl wir doch einiges und fast alles von Ihnen gelesen zu haben glauben, nirgends finden wir einen Anhaltspunkt, wie die Passatsegel gesetzt werden.
Ist es besser die Focks an beiden Staken anzuschlagen und wenn ja, dann vor dem Wind???? Und wie hochkriegen?
Oder besser am inneren Stag gemeinsam? Und wenn ja, auch vor dem Wind? Kanns mir einfach nicht vorstellen.
Habens bisher noch nie ausprobiert. Wäre klasse einfach Ihren Erfahrungsschatz anzuzapfen.
Besten Dank und viele Grüße aus Griechenland
Wilfried und Marlene Tscharf

Antwort Bobby Schenk

Frage von Jörn Hadenfeldt

Sehr geehrter Herr Schenk,

ich habe sowohl mit den Vorgängermodellen als auch meinem neuen Jambo-Anker (30 KG) immer mal wieder Ankerprobleme. Mein Katamaran hat rund 9 to. Gewicht und schwoit ständig durch die große Windangriffsfläche und durch die üblichen nächtlichen Winddreher. Ich stecke immer mindestens für die 5-fache Wassertiefe Kette und ankere zwischen 3-10m. Wassertiefe. Ich fahre den Anker mit rund 1.200 Umdrehungen rückwärts ein. Wenn der Anker fasst, bringe ich eine Hahnepot an und gebe nochmal Kette bis zur 1-fachen Wassertiefe. Zuletzt in einer Bucht mit drehenden Winden hat es mich über Nacht rund 50 m versetzt (starke, drehende Winde). Selbst beim Liegen  vor Buganker und Heckleinen im Hafenbecken musste ich täglich rund 1m. Ankerkette einholen, da der Anker geslippt ist. Dieses Privileg hatte ich exklusiv, solche Probleme kannten meine Nachbarn nicht. Seitdem habe ich jeweils einen 2. Anker (Pflugschar, 16 KG) an 10 m Kette und bis zu 40m Leine zusätzlich ausgebracht und hatte seitdem keine Probleme mehr. 

Ich hatte vorher mit dem Pflugscharanker die gleiche Erfahrung gemacht: Das ständige Drehen des Katamaran bzw. die üblichen Windrichtungswechsel der Adria/Ionisches Meer) sorgen für eine ständige leichte Bewegung der Ankerkette. Wirkt die Kette seitlich auf den Anker, dreht dieser sich heraus bzw. „verliert“ Zentimeter um Zentimeter. Das hat leider auch der Jumbo-Anker nicht abstellen können.Der sehr freundliche Hersteller des Jambo-Anker hat mir einen (kostenlosen!) Umtausch in ein schwereres Modell angeboten – Da habe ich allerdings die Befürchtung, dass ich bei einem Ausfall der Winsch das ganze Geraffel Hand über Hand nicht mehr an die Oberfläche bekomme. 

Nun die Frage an den Fachmann:  Sind beide Anker an einer Kette ähnlich wirkungsvoll wie der im Winkel ausgebrachte 2. Anker? Ich habe mind. 1,5 fache Wassertiefe Abstand zwischen den Ankern, so dass nie beide Anker gleichzeitig aufzuholen sind. Damit habe ich 2 Anker in einer Linie, der 2. Anker wirkt zusätzlich wie ein Reitgewicht und verkleinert meinen Schwoikreis. Bei dieser Variante erspare ich mir das Ausbringen mit dem Beiboot und kann das gesamte Ankergeschirr in einem Vorgang über die Ankerwinsch einholen. Ausprobiert habe ich diese Variante schon – allerdings bisher nur bei gutem Wetter und wenig Welle. Und falls etwas dagegenspricht, möchte ich es nicht bei Schlechtwetter herausfinden.

Für jeden Ratschlag dankbar…..

Jörn Hadenfeldt

Antwort Bobby Schenk

Frage von Jochen Winter

Moin Herr Schenk,

Ich habe mir, nicht zuletzt auch wegen Ihrer enthusiastischen Beschreibung auf Ihrer Webseite, ein Banana Boat (2,90 m) gekauft. Meine Begeisterung hält sich bisher in Grenzen. Ja, es lässt sich leicht aufbauen und transportieren, der Kunststoff wirkt unkaputtbar. Allerdings vertraue ich dem Boot unter Motor nicht: Weil ich den Motor ja bedienen muss, sitze ich relativ weit hinten. Dadurch sinkt das Banana Boot hinten aber so weit ein, dass die Gefahr besteht, dass Wasser von hinten hinein läuft. Die achterliche "Reling" ist dann nur noch wenige Zentimeter oberhalb des Wassers. Ich kann mich aber auch nicht in die Mitte setzen, denn ich muss ja den Motor bedienen.

Wie haben Sie diesesProblem gelöst? Oder sind Sie nur gerudert/gesegelt?

Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antwort!

Mit freundlichem Gruß

Jochen Winter

Antwort Bobby Schenk

Frage von Michael Blanke

Hallo Herr Schenk,

mit großem Interesse verfolgen wir Ihre Webseite mit den nützlichen Tipps. Vielen Dank für diesen Service! Zusammen mit den Informationen auf Ihrem Blauwasserseminar haben wir schon manche Fehlentscheidung vermieden.

Heute habe ich mal eine Frage zu Ihrer Meinung zur Länge von Festmachern, über die ich mit einem Stegnachbarn diskutiert habe. 

Hintergrund: Unser Boot liegt derzeit in der Marina Rubicon auf den Kanaren im Süden der Insel Lanzarote. Durch die Nähe zu Fuerteventura herrscht dort manchmal ein beachtlicher Düseneffekt zwischen den Inseln, der auch die Marina nicht verschont. Nun meine Frage: Sollte man die Leinen dann etwas länger durchhängen lassen, damit das Boot bei Starkwind „arbeiten“ kann, oder lieber etwas dichter holen, damit es weniger stark einruckt? Oder spielt das in der Praxis gar keine Rolle und es ist so ziemlich egal?

Ihre Meinung dazu würde uns sehr interessieren.

Beste Grüße

Michael Blanke

Antwort Bobby Schenk

Frage von Jens Stark

Sehr geehrter Herr Schenk,
Einmal die Frage eines noch relativ ahnungslosen Anfängers:

Warum soll eine (GFK-) Gebrauchtyacht nicht älter als 10 (oder a.a.O. genannt: 20) Jahre sein?

Kann es nicht rein rechnerisch Sinn machen, etwas deutlich älteres zu kaufen, wenn man dann natürlich etwas mehr Geld in die Renovierung und Ausrüstung steckt? (Und eventuell eine Osmosebehandlung bei den üblichen Verdächtigen hinzurechnet?)

Mit freundlichen Grüßen,
Jens Stark 

Antwort Bobby Schenk

Frage von Sven Hanke wegen dem Kauf einer Yacht für eine zukünftige Weltumsegelung

Sehr geehrte Herr Schenk!

Ich bin auf der Suche nach einer für mich „ idealen Segelyacht „.
In diesem Zusammenhang sind einige Fragen aufgetreten, auf welche ich bislang keine erschöpfenden Antworten finden konnte.Nach langem Hin und her habe ich mich schließlich entschlossen, mich bezüglich meines „ kleinen  Problems „  vertrauensvoll an Sie wenden.Ich  hege die Hoffnung, dass Sie mich bei einer diesbezüglichen Entscheidungsfindung viellicht  hilfreich unterstützen können. 
Ich beabsichtige mit meiner zukünftigen Segelyacht die nächsten 5- 8 Jahre die Ostsee und die Nordsee zu besegeln.
Im Anschluss daran möchte ich das Unternehmen „ Weltumsegelung „ in Angriff nehmen. 
Ich bin mir bewusst, dass sich die Anforderungen an eine Segelyacht auf den vorgenannten Seegebieten sicherlich voneinander unterscheiden.Der „ Schwerpunkt „ in Hinblick auf die etwaigen Segeleigenschaften der Segelyacht sollte das  „ moderate Fahrtensegeln „ sein.
Auf die Frage nach den Grundmerkmalen an eine hochseetüchtige Segelyacht (wie bsp. GL Entwurfskategorie A, Sloop- Takelung Top- Rigg bzw.7/8 Rigg, Kurzkieler möglichst mit Festruder an Skeg , Rumpfmaterial: GFK, Tiefgang bis 1,70 Meter, pp.) habe ich für mich entsprechendeAntworten in ihren Büchern und auf ihrer Homepage finden können. 

Nun komme ich aber zu dem eigentlichen „ Problem „ …

Mein derzeitiges Budget für den Erwerb einer entsprechenden Segelyacht beträgt ca.70000 €.Hierdurch wird die Auswahl der zur Verfügung stehenden Segelyachten begrenzt. Natürlich schwärme ich, wie viele andere vor mir, von Segelyachten wie bsp. Hallberg Rassy, Najad, Comfortina, Nautor Swan, Faurby,Camper & Nicholson, usw. . Entsprechende Segelyachten sind in meiner “ Budget- Klasse “ allerdings um die zwanzig bis dreizig Jahre alt.
 
Nun aber meine Fragen …

a) Macht der Kauf einer derartig „ alten „ Segelyacht in Hinblick auf mein Vorhaben Sinn oder würden Sie einer jüngeren (… vielleicht 
 nicht so qualitativ hochwertigen …) Segelyacht den Vortritt geben?

b) Wie lange halten entsprechende GFK- Bootsrümpfe (nicht Motor, stehendes oder laufendes Gut, pp.) in Hinblick auf mein Vorhaben?  Gibt es diesbezüglich etwaige Statistiken, belegbare Erfahrungen, Buchempfehlungen, pp.?

c) Welcher ältere Segelyacht- Typ ( Lüa: 34- 37 Fuss) erscheint aus Ihrer Sicht als wirklich geeignet?

d) Welche “ Alternativen „ würden aus Ihrer Sicht in Bezug auf jüngere Segelyachten ( Lüa: 34- 37 Fuss) zur Verfügung stehen?


Ich möchte mich schon jetzt für Eure Bemühungen sehr herzlich bedanken. 
 
Herzliche Grüße 
 
Sven Hanke

Antwort Bobby Schenk

Frage von Wolfgang Schau

Lieber Bobby Schenk, 

Ich habe 20 Jahre eine 38‘ Antigua von Wauquiez gesegelt und seit einem Jahr sind wir stolzer Besitzer eines Lipari 41 Katamarans und wir segeln an der US Ostküste auf und ab. 

Im November hat mich ein Sturm mit 24 – 28 kn erwischt und ich bin mit Wind aus 120 Grad, gemäß Handbuch mit Reff III und Genau 30% eine Höllenritt gesegelt. Die Wellen haben mich mit atemberaubender Geschwindigkeit hinabsausen lassen. Am Abend hat meine Log eine Maximalgeschwindigkeit von 20,2 kn angezeigt. 

Meine Frage: Wenn ich mit hoher Geschwindigkeit die Welle hinabsurfte hatte ich Angst das der Bug einstechen könnte und ich über den Bug kentern könnte. Ist die Befürchtung berechtigt? Andere Segler sagen Kats soll man einfach laufen lassen, das Bremsen durch Schleppleinen wie bei Mono Hulls sei nicht notwendig. Stimmt das? 

Der Lee-seitige Bug ist schon manchmal fast bis zum Deck eingetaucht, ich habe aber keine allzu große Bremswirkung verspürt da der Bug meines Kats relativ schlank ist. Ist meine Befürchtung übertrieben und hätte ich den Geschwindigkeitsrausch eher genießen sollen, als Panik zu schieben? 

Später habe ich die Genua fast völlig weggerollt (weniger als 1/5) und immer noch ca. 12-14 kn FdW gemacht. 

Herzliche Gruesse

Wolfgang Schau

Antwort Bobby Schenk 

Frage von Malte Eckert

Sehr geehrter Herr Schenk,

wie weit ist es heutzutage rechtlich vertretbar, primär nach Koppel-, Sicht- und Astronavigation zu fahren, nur alle paar Stunden zur Sicherheit einen Ob nach GPS zu machen und sonst nur im Zweifelsfall auf den GPS zurückzugreifen?...

Bereits im Vorraus vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
Malte Eckert

Antwort Bobby Schenk 

Frage von Bernt Humpert

Lieber Herr Schenk,

Ich lese Ihre Buecher und jetzt auch Webnotitzen seit den siebziger Jahren…incl. des Flugintermezzo’s das mich als Flieger, natuerlich besonders interessierte.

Frage: kann man zu viel Ankerkette geben ?  Hier die Situation: Nordostkuest Korsikas, Mistral bei wunderbar blauem Himmel,man verkriecht sich mit einer Menge anderer Jachten in eine (vom Seegang) geschuetzte Bucht, leider am Ende eines Gebirgstals wo der Venturi-effekt den Mistral nochmals kraeftig aufschaukelt. Anker CQR ist total eingegraben, nur Kette schaut noch aus dem perfekten sandigen Ankergrund. Yacht: HR 42 Ketch Baujahr 81. Abends legt dann der Mistral von keiner Termik mehr gestoert nochmal erheblich zu mit Spitzen jenseites der Skala, die Yacht geigt wie wild. Besan zur Stabilisierung macht mehr Krach als Wirkung. Wir gehen Ankerwache und dann so um drei Uhr morgens passiert es, die geigende Yacht wird brutal am Kettenende herumgerissen, ein Knall wie eine Explosion und wir sind frei .Ein sofort geworfener Zweitanker Danforth greift nicht und wir treiben langsam aus der Bucht um dann gut geschuetzt im Lee nach Bastia abzulaufen. Das Meer war weiss wie ein Schneefeld

Frage: bei fuenf Meter Wassertiefe hatten wir dreissig Meter Kette gesteckt (8mm inzwischen mit 10mm ersetzt) und danach laengere Diskussionen ob das in diesem Fall zu viel war ? oder haetten wir, es erscheint fast absurd, einen Heckanker schmeissen sollen und das Schwojen zu reduzieren ?

An Ihre Meinung zu diesem Fall waere ich sehr interssiert zumal dieser Fall ja auch fuer andere  Segeler interessant sein koennte.

Mit freundlichen Gruessen,

Bernt Humpert, Rom

Yacht AYALA

Antwort Bobby Schenk 

Frage von Beat Koch

Guten Tag Herr Schenk,

Hoffe es geht Ihnen gut. Habe in Düsseldorf einen Ihrer Vorträge besucht. 

Ich hätte eine Frage zum Thema beidrehen. Wir haben dieses Manöver schon öfter durchgeführt auch bei Windstärke 7 das ist ja alles gut und nützlich. Aber funktioniert das auch wenns richtig deftig wird, also bei Sturm? Die Charterjachten haben ja keine Sturmsegel, und zum beidrehen brauchts ja etwas Tuch.Oder ist es dann doch gescheiter evtl. mit Treibanker vor dem Sturm abzufallen?

Herzlichen Dank für einen allfälligen Hinweis.

Freundliche Grüsse
Beat Koch

Antwort Bobby Schenk

Frage von Christoph Höke zum zweiten Anker

Moin.moin lieber Bobby Schenk,

ich bin schon seit vielen Jahren ein großer Fan von Ihnen und Ihrer Bücher und Seminare.Gestern habe ich mal wieder Ihr "Ankerbuch"zur Nachtlektüre zur Hand genommen und dabei ist mir eine Frage in den Sinn gekommen .Ich besitze eine Amel 54 mit zwei Ankern am Bug.Bisher habe ich fast immer nur mit einem Anker gearbeitet.Aber meine Ankerzeiten steigen erfreulicherweise und somit möchte ich Ihren Tipp vor zwei Ankern zu liegen bald beherzigen.Allerdings habe ich geplant nachdem ich den 1.Anker eingefahren habe,den 2.Anker in 40 Grad auf Höhe des 1.Ankers abzuwerfen und ebenso einzufahren.Ich glaube das mal so irgendwo gelesen zu haben .Halten Sie das für falsch ? In Ihrem Buch gibt es keinen Hinweis auf dieses Manöver. Sollten Sie das Manöver für falsch halten , frage ich mich was soll dann mein zweiter Anker am Bug ? 

Danke fürs lesen und Antworten und Ihnen und Ihrer Frau wünsche ich Lebensfreude und Gesundheit!

Mit freundlichen Grüßen Ihr Christoph Höke, SY SAM III

Antwort Bobby Schenk

Frage von Heike Bereuter

Hallo Bobby Schenk, 

ich habe vor vom Mittelmeer übers Gribaltar weiter zu den Kanaren zu segeln. Bin bisher nur auf dem Bodensee gesegelt und bin dabei mich vorzubereiten und suche für mich eine sinnvolle Ausrüstung für meine Wetterabfrage. Habe auch schon viel, gerade auf Ihren Seiten gelesen, aber es hat  mich sehr verwirrt. Dann die Geschichte mit den Geostationären und LEO  Satelliten und das dementsprechende Handy. Doch was ist für dieses Gebiet ausreichend? Daher wollte ich sie noch einmal gezielt fragen, was für mich geeignet wäre. Ich möchte also wirklich nur das Wetter abfragen und wenn es einen medizinischen oder technischen Notfall gäbe, auch telefonieren.Kein Mailverkehr, keine Bildverarbeitung usw.

Vielleicht können sie mir da ein wenig weiterhelfen.

Vielen Dank

Bereuter Heike

Antwort Bobby Schenk

Frage von Werner Hilpp - Kette mit Tauwerk verspleissen

Sehr geehrter Herr Schenk, verehrte Leser der Homepage von Herrn Schenk,

ich könnte einen Rat von einem erfahreneren Segler gebrauchen und zwar im Zusammenhang mit dem Ankern.

Konkret möchte ich gerne wissen ob man einem Kettenspleis, 14 mm Leine direkt an eine 8 mm Kette wirklich trauen kann. Ich fürchte, dass an dem Übergang von Kette zur Leine wo die Leine schon aufgedreht ist und ein paar mm die Kardeele einzeln liegen bevor sie sich in den Spleis einfügen eine nicht akzeptable Schwächung der Leine eintritt. Im Prinzip wäre so ein Spleis für mich praktisch, weil die Kettenführung vom Ankerkasten auf die Winde eine Engstelle aufweist, die man nicht aufweiten kann und da würde ein Spleis leichter durchrutschen als ein Schäkel (selbst einer mit speziellem Bolzen ohne Handgriff) mit dranhängender Schlaufe.

Zusatzfrage: Hält eine dreischäftige Leine gespleist ausreichend oder soll man besser eine im Quadrat geflochtene nehmen sofern man dem Spleis überhaupt vertrauen wollte. Man könnte natürlich auch ausschließlich Kette nehmen, ich will aber gern eine Edelstahlkette verwenden und aus Kostengründen und weil ich denke, dass die Kombination Kette/Leine entscheidente Vorteile hat, gern ca. 30-40 m Kette und 50 m Leine benutzen. Man wird nicht immer mehr als die Kette brauchen aber wenn, dann…..Würde mich freuen, wenn mir jemand raten könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Werner Hilpp

Antwort Bobby Schenk und Egmont M. Friedl

Frage von Ulrich Spranger - Wie Tank-Kapazität messen?

Sehr geehrter Herr Schenk !

Ich habe mir unlängst ein neues Boot gekauft. Überraschenderweise gibt es starke Zweifel, was die Tankkapazitäten des Bootes anbelangt. Das Frischwasser wird anhand eines Durchlaufzählers berechnet. Demnach befänden sich in dem Wassertank 300 l anstelle der ca. 350 l wie werftseitig angegeben. Um den Dieseltank genau zu bestimmen, müsste ich den Tank leerfahren, was ich natürlich nur sehr ungern machen würde, weil man Gefahr liefe, irgendwo ohne Sprit liegen zu bleiben. Werftseitig sind hier ca. 500 l getankt. Beim ersten Tanken konnte ich nur 400 l einfüllen. Die Werft beharrt bis jetzt auf ihren Angaben. Richtig „ beweisen „ kann ich ja bis dato nichts. Sie meinten, die Zähler seien wohl irgendwie  falsch geeicht. Eine Antwort, die freilich wenig zufrieden stellen kann. Gibt es aus Ihrer Erfahrung eine zuverlässige, technische Methode, Tankinhalte hinreichend genau ( auf 10 oder 20 Liter käme es nicht an ) zu bestimmen ? Wäre sehr nett, wenn Sie mir da weiter helfen könnten.

Vielen Dank.

Ulrich Spranger

Antwort Bobby Schenk

Frage von Frank-Ulrich Fuchs - Warum keine 24 Volt?

Hallo Bobby,

was ist der Grund für deine Aussage "12V - Alles andere wurde bereut"? Warum wurde es bereut?

 Ich habe vor mir eine Reinke Yacht zuzulegen (Kasko von Werft, Innenausbau selber) und wollte da eine 24V Anlage installieren. Alle notwendigen Navigationsgeräte, sowie Lichtmaschine, Ankerwinsch, etc. sind auch als 24V Variante erhältlich und auch im sonstigen Zubehörbereich (LKW, Wohnmobil, Elektronikläden) sind alle möglichen Geräte verfügbar. Der Charme einer solchen Anlage wären die kleineren Kabelquerschnitte, passende Wasserdichte Schalter aus dem Industriebereich, sowie die Möglichkeit verschiedenste Dinge mittels einer SPS zu überwachen und zu steuern (Ladung der Batterien, Füllstände der Tanks, Beleuchtung, Temperatur der Kühlschränke, etc.). 

Du sagst Solarpanel und Windrad sind nicht effektiv genug. Was hälst du von Schleppdynamos. Vor einigen Ausgaben wurde in Testberichten der Zeitschrift Palstek von guten Erfahrungen damit berichtet. 

Mit freundlichen Grüßen / Best Regards

Frank-Ulrich Fuchs
Dipl. Ing. (TH)

Antwort Bobby Schenk

Frage von Marco Kyncl - Warum nicht Magellanstraße?

Sehr geehrter Herr Schenk,

wieder einmal fahre ich mit dem Finger über die Karte und bin beim Kap Horn angekommen. Da kam mir die Frage auf wieso eigentlich alle ums Kap Horn fahren und nicht den vermeindlich sicheren Weg durch die Magellanstrasse meiden. 

Besten Dank im Vorraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüssen

Marco Kyncl

Antwort Bobby Schenk

Frage von Jörn Hadenfeldt - Langfahrten auf Serien-Katmaranen

Guten Tag Herr Schenk,

als fleißiger Leser Ihrer Bücher und der Bücher Ihrer Kollegen fällt mir auf, dass kaum einer seine Reisen mit einem der Massenkatamarane von Fountaine-Pajot oder Lagoon gemacht hat.Da ich selber in 3 Jahren die Welt näher kennen lernen möchte und mich als Transportmittel für einen Katamaran entschieden habe, stellt sich mir die Frage, welches Fabrikat denn dafür geeignet wäre. Bisher beschränken sich meine Erfahrungen auf Urlaubscharter mit den üblichen Verdächtigen – Lagoon 410 und 440, Dean, Belize, Lavezzi. Dafür waren sie alle perfekt geeignet.

Das Schiff muss allein zu handeln sein (ich werde zeitweise allein unterwegs sein) soll aber „ein Leben lang“ benutzt werden – Für meine Reise plane ich kein Zeitlimit und mache es so lange, wie es mir Spaß macht. Ihrer (und anderen) Empfehlungen in anderen Beiträgen folgend gehe ich von 40-45 Fuß aus.Eine neuere Privilege von 40-50 Fuß wird mein Budget nicht hergeben – Bei den Anschaffungskosten habe ich mit insgesamt rund 300.000€ für ein nicht allzu gebrauchtes Boot gerechnet. Oder ist „neu gebraucht“ (also 3-5 Jahre)  gar nicht besser?

Danke für Ihren Ratschlag

Mit freundlichen Grüßen

Jörn Hadenfeldt

Geschäftsführer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Christian Bauer - Hafenmanöver auf Großsegler

Sehr geehrter Herr Schenk,

mein Interesse am Segeln ist in den letzten Jahren immer stärker angewachsen. Während meines Studiums habe ich die amtlichen Sportbootführerscheine für See und Binnen (Motor/Segel) abgelegt. Bislang beschränken sich meine Erlebnisse leider noch auf das Jollensegeln im Binnenland. Zweimal jedoch habe ich sehr interessante mehrtägige Ausflüge auf einem Plattbodenschiff im Ijsselmeer und der Nordseeküste gemacht. Seit dem bin ich sehr an der Geschichte und dem Leben auf alten Segelschiffen interessiert. Es plagen mich dabei so viele Fragen, die ich mir selbst über das Internet nicht beantworten kann. Die bedeutenste Frage gilt den Hafenmanövern vergangener Zeiten. Wie kann ich mir das Treiben in den Häfen zu Zeiten der Segler und Großsegler vorstellen? Ich habe alte Bilder vom Hamburger Hafen entdeckt, in denen Großsegler (Pamir,Passat) an Dalben festgemacht wurden und deren Ladung mittels Schuten gelöscht wurde. Die Segler stehen da dicht an dicht, so dass ich mir ein Anlegen unter Segel kaum vorstellen kann. Wurden die Großsegler dieser Zeit ausschließlich mit Dampfschleppern im Hafen bewegt? Bis wohin sind sie denn dann frei gesegelt? Vor 1820 gab es ja gar keine Dampfschlepper, aber dennoch recht große Segelschiffe. Wie kamen die in die Häfen? Es gab ja auch später noch kleinere Ewer, gerade im Binnenraum. Die wurden doch sicherlich nicht alle mit Schlepperhilfe an den Pier gebracht. Die Plattbodenschiffe im Ijsselmeer hatten ursprünglich ja auch keine Motoren. Unser Kapitän hätte seine Hafen- und Schleusenmanöver ohne Motor so nicht fahren können. Wie ging das früher?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir ein paar Hinweise geben könnten. Buchempfehlungen wären dabei auch sehr hilfreich.
Allgemein würde mich das Leben und die Technik auf solch alten Schiffen interessieren. Gerade die alten Großsegler haben es mir angetan.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,
Christian Bauer  


Antwort Bobby Schenk

Frage von Felix Hero

Lieber Herr Schenk,

mit großem Interesse lese ich immer mal wieder in Ihrem Forum. Toll das es das gibt, vielen Dank. Fast alle meine Fragen fanden bisher nach mehr oder weniger langem Suchen ihre Antwort. Eine ist nach wie vor offen. Im Moment befindet sich meine Weltumseglungs-Planung noch in der finanziellen Machbarkeitsstudie. Eine wichtige Frage hierbei ist, wie groß soll das Schiff denn sein? Immer wieder kommt da der Gedanke an die Liegeplatz-Gebühren und die Frage, ob man mit einem großen Schiff, denn auch immer ein Platz findet....
Jetzt lese ich aber bei Ihnen, dass er Weltumsegler eigentlich gar nicht in einen Hafen einfährt, sondern meist vor Anker geht. Das hört sich ja super an, insofern ich dem Hafenflair auch gar nicht so viel abgewinnen kann. Nun meine Frage: Kann man das Schiff denn dann auch guten Gewissens alleine zurücklassen? Ich will ja was sehen von der Welt und natürlich an Land gehen, vielleicht sogar so weit, dass ich auch über Nacht gar nicht zurückkommen möchte an Bord.
Jetzt lese ich aber an anderer Stelle, dass z.B. eine Versicherung es als fahrlässsig einstuft, wenn ich keine Ankerwache halte und sich möglicherweise aus der Zahlpflicht befreit. Aber auch wenn ich an Bord bleibe, möchte ich ja nicht jede Nacht Ankerwache halten müssen.
Kurzum: Muss ich, wenn ich das Schiff alleine lassen möchte (und das will ich auf jeden Fall), dann nicht doch ständig einen Hafen anlaufen?

Vielen Dank für Ihre Erfahrungen

Beste Grüße

Felix

Antwort Bobby Schenk

Frage von Jürgen Rahmer

Sehr geehrter Herr Schenk!

 ...und so reift der Gedanke, mir eine "Mobilie" in eine dortige Marina zu legen, wohin ich mich vielleicht schon donnerstags zurückziehe, um mich montags erst nach dem Berufsverkehr wieder in Richtung Büro aufzumachen. Es kommt mir dabei auf einen hohen Wohnwert an, denn meine Frau ist nicht so segelbegeistert und mein Sohn erst vier Jahre alt. Später will ich die Möglichkeit haben, das Schiff ins Mittelmeer zu verlegen, und noch später, wenn ich dann endgültig Ruheständler sein sollte, damit auf größere Fahrt zu gehen.

Das geeignete Schiff nun schien mir ein Katamaran zu sein, weshalb wir vor zwei Jahren erstmals mit einer Lagoon 380 die Sporaden abgesegelt sind. Dieser Kompromiß hat prima funktioniert. Meine Frau genoß die Großzügigkeit, den Komfort und das lichte Ambiente mit der Rundumsicht des Salons. Lediglich fehlte es mir an Segelleistung, was aber wohl eher ein Problem des Typs ist. Beim Lesen des Watson-Buches allerdings kommen mir Zweifel. Die junge Dame ist mir ihrem Schiff mehrfach gekentert, und ich erinnere mich da auch an Szenen bei Naomi James. Diese Schiffe richten sich nach einer Kenterung, sofern sie an Deck nicht platt wie ein Open 70 sind, in der Regel wieder auf. Beim Kat ist jedoch das Ende der Reise erreicht.

Meine Fragen an Sie als erfahrenem Kat-Langfahrer:

1. Ab wann wirft es einen Kat um?

2. Hatten Sie davor nie Angst?

3. Kann man mit heutigen Möglichkeiten ernsthaft schwerem Wetter immer ausweichen?

4. Wenn es einen sicheren Kat geben sollte, wie groß müßte der dann sein?

5. Geht ein Kat dann verloren, oder läßt er sich möglichweise mit fremder Hilfe wieder aufrichten?

oder

6. Mache ich mir möglicherweise zu viel Gedanken?

Wenn Ihnen die Beantwortung meiner - vielleicht schon oft gestellten - Fragen lästig ist, kann ich das gut verstehen. Sicher haben Sie für den Fall Hinweise auf Stellen in Ihren Büchern oder auch auf Ihrer Seite, an denen dieses Thema behandelt wird. Anderenfalls würde ich mich über eine Stellungnahme, auch zu meinen Gedanken, von Ihnen sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Rahmer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Manfred Friedrich

Hallo Herr Schenk!

die frage deutscher kompass in neuseeland hatten Sie ja schon 
beantwortet. Da ging es aber um die neigung (Inklination).

Ich hab eine aehnliche frage: Mein kompass zeigt norden 30grad zu 
oestlich an. Benoetigt man einen korrektur faktor? Wenn ja woher kann 
man diesen beziehen oder wie kann man diesen bestimmen?

Viele gruesse aus Neuseeland
Manfred Friedrich

Antwort Bobby Schenk

Frage von Thomas

Sehr geehrter Herr Schenk, Ich heiße Thomas F., komme aus Immenstadt (Bayern, im Allgäu) und bin 14 Jahre alt.

Ich denke schon seit ich 9 Jahre alt war über eine Einhand-nonstop-Weltumsegelung nach. Nun bin ich zu dem Entschluss gekommen solch eine Reise durchführen zu wollen. Da ich später wenn ich einen Job haben werde nicht mehr so einfach um die Welt segeln kann!! Daher möchte ich nun solch ein Projekt starten.

Leider bin ich nach einigem Nachdenken darauf gekommen, dass ich irgendjemanden brauche der mit mir dieses Projekt starten könnte, alleine ist dies fast unmöglich!! 

Deshalb musste ich sofort an Sie denken, der 3-mal um die Welt segelte. Sie sagten ja auch in einem Interview mit der Yacht, dass sie sich wünschen würden, dass noch mehr junge Menschen solche "Abenteuer" planen. Dazu ermutigt das alles umzusetzen, hatte mich das Buch von Jessica Watson. Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen Thomas F.

Antwort Bobby Schenk

Frage von Andreas Bode

Sehr geehrter Herr Schenk,

ich würde mich freuen, so wie Sie, auf einem schönen Katamaran in einer schönen Marina in Malysia
einige Jahre zu leben.

Was können Sie mir für Tips geben ? Wie bekommt man so ein Visum von der Regierung. Welchen wichtigen Kleinkram müsste ich beachten ?

vielen Dank für ein paar Tips

Andreas Bode

Antwort Bobby Schenk

Frage von Johannes Hofmann

Sehr geehrter Herr Schenk,

als Schüler am Gymnasium habe ich ein Seminararbeit zum Thema "Navigation mit Hilfe von Himmelskörpern" zu verfassen. Ich erkläre in der Arbeit die Sextantenmessung und bin jetzt so weit, dass nach der Beschickung die wahre Höhe vorliegt.

Wie aber wird diese wahre Höhe im Zusammenhang mit der Höhenmethode von Hilaire verwendet/benötigt?

Und wie ist der logische (Rechen-)Weg nach Hilaire,um von der wahren Höhe auf die eigene Breite und Länge zu kommen?

Vielen Dank schon im Voraus,

Johannes Hofmann

Antwort Bobby Schenk

 

Frage zur Größe eines Katamarans

Hallo lieber Herr Schenk,
als Besucher des Blauwasserseminars 2009 und nach Studium Ihrer Website/des Buchs habe ich ein Frage an Sie zum Thema Auswahl des Schiffes fürs Langfahrtsegeln:

Welchen Kat (Länge) halten Sie für zwei Personen auf Langfahrt für geeignet und weitestgehend sicher (für die Passat- oder Barfußroute)? Da es ein 2nd Hand Schiff sein darf (muss) und das Budget bei ca. 200.000 Euro liegen soll, komme ich auf Schiffe wie Belize 43 oder Lavezzi 40. Einen großen Privilege werde ich für das Geld wohl kaum bekommen.

Sie sagten im Seminar, dass ein Kat zwar prima sei, jedoch eine Menge Erfahrung im Bau erfordert. Mit welchen Herstellern würden Sie noch einmal um die Welt segeln? Nur mit Jeantot, bzw. Alliaura Marine als Nachfolger oder auch mit den o.a. Modellen bzw. Herstellern?

Abschließend muss ich noch erwähnen, dass ich gerade mal 3.000 sm Erfahrung auf Monohulls habe, jedoch nur mal eine Woche auf einem Nautitech 39 Kat mitgesegelt bin.

Mit herzlichem Gruss
Peter 

Antwort Bobby Schenk

Frage von Robert Albrecht

dear Mr. SCHENK

Ich habe die absicht nach ein langes leben als arbeiter mir ein eigenen kat zu bauen oder zu erwerben, warscheinlich in NZ da ich in australia ,sydney ,einige jahre verbracht habe. trotzdem bin ich ein anfanger.

nun hier sind meine fragen, 

1.

welchen nachweis muss ich erbringen das das selbsgebaute boot auch mein eigentum ist. und international annerkannt wird
das gilt auch fuer ein gekauftes.

2. 
muss ich ein internationalen segelschein haben wenn ich die naechsten yahre segeln moechte,( ich denke hier an eine lange zeit)

3
muss ich als fahrtensegler eine internationale versicherung haben ( was ich nicht hoffe) und muss ich unter eine bestimmte landesflagge fahren.

wie gesagt ich bin ein anfaehnger und auch zu sehr deutscher nun nach langen yahren schufterei habe ich kein bock spaeter auf einer parkbank zu sitzen und ueber meine verflossenen jahren nachzugruebel . zudem wolte und war es schon immer mein traum auf den weltmeeren zu segel.
nun ist es zeit diesen traum mit 45 zu verwirklichen .

sincerely

robert albrecht

Antwort Bobby Schenk


Frage von Wolfgang Jauß

Hallo Bobby,
bin z. Zt. dabei, meinen 42-Fuß Katamaran für die geplante Weltumsegelung auf der Barfußroute auszurüsten.Zu dem Thema Seeanker - in Ihrem Buch "Fahrtensegeln" auf S. 234 Fallschirm-Treibanker bezeichnet - hätte ich gerne Ihre Meinung.

In "Blauwasser Segeln" empfehlen Sie auf S.346 andere fahrthemmende Gegenstände wie Leinen u. Trossen in Buchten o. auch Autoreifen nachzuschleppen. Diese Art der Geschwindigkeitsreduzierung kann selbstverständlich auch bei einem Katamaran angewendet werden, jedoch wären wegen der größeren Windangriffsfläche und Geschwindigkeit entsprechend mehr Gegenstände erforderlich.

In div. Verkaufskatalogen werden auch großformatige Seeanker speziell für Katamarane angeboten, die nicht über Heck nachgeschleppt werden, sondern am Bug über eine Hahnepot befestigt werden sollen. Eine einfache Anbringung, aber bringt das nicht Nachteile wie die größere Gefahr des Querlaufens des kaum steuerbaren Schiffes bei zeitweise loser Ankertrosse?

Die einfachste und kostengünstigste und damit auch von mir bevorzugte Möglichkeit wäre sicherlich das Nachschleppen von Gegenständen, wie von Ihnen empfohlen, solange nicht zuviel von diesen notwendig werden. Ist das Ihrer Erfahrung/Meinung nach auch bei einem Katamaran die geeignetste Lösung?  

In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Jauß

Antwort Bobby Schenk

Frage von Dr. Jörg Steffen

Hallo Herr Schenk

letztes Wochenende herrschte zwischen Gedser und Kühlungsborn am westlichen Rand des Verkehrstrennungsgebietes KadetRinne plötzlich pottendicker Nebel und das auf einer Strecke von mehreren Seemeilen.
Wir haben ein Aluschiff, einen "besseren" Radarreflektor aber weder Radar noch AIS an Bord.
Klar: Schwimmwesten an,"Have a sharp lookout", UKW war sowieso eingeschaltet.
Die Diskussion drehte sich um die "sicherste" Geschwindigkeit:
Speed reduzieren wie man es Autofahrer gewohnt ist ?
Dort fährt man gewissermaßen im Gänsemarsch und hat Sorge vor dem nicht erkennbaren Vordermann
Oder
Höchstmögliche Speed und "Alles klar zur Wende" um im Falle eines kurzfristig auftauchenden Dickschiffes  mit maximaler Geschwindigkeit ausweichen zu können.

Uns interessiert Ihre Meinung als Segler und Jurist.

Vielen Dank !
Mit freundlichem Gruß
Dr med Jörg Steffen

Antwort Bobby Schenk

Frage von Florian Bundschuh

Lieber Bobby Schenk,

Sie führen auf Ihren Seiten mehrere Beispiele an, wo durch Blitzschlag die gesamte Elektronik einer Yacht ausfiel. Kennen Sie Beispiele, wo auch der Motor ausfiel? Ich könnte mir vorstellen, dass die elektronischen Bauteile in Regler oder Lichtmaschine betroffen sein könnten.

Mich interessiert diese Frage auch deshalb, weil in Zukunft aufgrund immer strengerer Umweltschutzbestimmungen vermutlich auch Bootsmotoren, die ja heute noch ziemlich robust ("primitiv") gebaut sind, mit einer elektronischen Steuerung ausgerüstet werden. Bei den Motoren von Volkswagen Marine ist das schon so.

Ich habe Volkswagen angeschrieben, ob es eine Art Notlauf gäbe, wenn die Elektronik ausfiele, und bekam am 13. Februar folgende Antwort:

Ihre Frage können wir leider nicht sofort umfassend beantworten.
Sollte die Elektronik des Motors jedoch durch einen Blitzschlag geschädigt
sein,
so wäre ein Notlauf nicht mehr möglich. Wir werden versuchen eine
weitergehende
Antwort in Kürze nachzureichen.

Eine "weitergehende Antwort" habe ich leider nicht bekommen.

Viele Grüße

Florian Bundschuh

Antwort Bobby Schenk

Fragen von H.Meßthaler

Sehr geehrter Herr Schenk,

 

gerne möchte ich mich mit einem Anliegen, d.h. einer Frage an Sie wenden.

 

Ich interessiere mich für die Funktion des Sextanten, vor allem, um nachvollziehen zu können, wie in früherer Zeit die Navigation damit erfolgen konnte.

 

Dazu habe ich den Sextanten von Astromedia, der sehr schön für meine Anschauungszwecke funktioniert.

(Sie haben ja selber einen schönen Artikel in "Yacht" 16 / 2000 dazu geschrieben, den mir Herr Hünig von 'Astromedia' netterweise zugeschickt hatte).

 

Wenn ich nun eine Messung ausführe, erhalte ich einen Wert in °.

Hiervon muß ich den Sonnendeklinationswert (zw. +23° und -23°), den ich in einer Tabelle ablesen kann, abziehen.

Diesen erhaltenen Wert, von 90° abgezogen, ist die geographische Breite.

 

Meine Frage:

Ich kann diesen Sonnendeklinationswert, wie gesagt, in Tabellen nachlesen.

Wie aber machten es die früheren Navigatoren?

Woher hatten die die Tabellen zur Sonnendeklination?

Die konnten doch wohl solche Tabellen, die sich ja auch jährlich ändern, noch nicht haben?

 

Eine zweite Frage, zu der ich auch noch keine mir verständliche Antwort gefunden habe:

Wie hat man den Längengrad vor der Entdeckung / Einführung des Chronometers gemessen?

 

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir zu einer Antwort auf eine - auf mich bezogen - Uralt-Frage verhelfen würden.

Trotz aller Recherchen habe ich bisher keine plausible Antwort finden können.

 

Mit frdl. Grüßen

H.Meßthaler

Antwort Bobby Schenk

 

Fragen von Dieter Blass

Sehr geehrter Herr Schenk,
ich möchte mich so vielen anderen Fragestellern anschließen und Ihnen Dank sagen, Ihre Hompage ist wirklich eine exzellente Fundgrube für angehende Blauwasser-Segler ! Leider konnte ich meine Fragen nicht persönlich loswerden, da Ihr Blauwasserseminar in HH viel zu schnell ausgebucht war.

Nun zu meinen Fragen:

Wassermacher

Wenn ich Ihre Aussagen richtig interpretiere, verlassen Sie sich auch auf längeren Reiseabschnitten ausschließlich auf dieses tolle Gerät. Arbeiten diese Geräte tatsächlich so problemlos und störungsfrei, das Sie diesbezüglich auf jedes Backup verzichten ? Welches Gerät haben Sie installiert ?:

Passatsegel/Parasail

Ursprünglich wollte ich ein zweites Vorstag riggen, um ggf Passatsegel fahren zu können. Wenn ich die Kommentare zum Parasail studiere, kann ich auf diesen Aufwand wohl verzichten. ( Meine in zwei Jahren geplante Route wird wohl ziemlich in Ihrem Kielwasser liegen) Stimmen Sie mir zu ?

....
Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung und wünsche Ihnen und Ihrer Frau noch eine schöne Zeit im malayischem Paradies.
Ihr Dieter Blass

Antwort Bobby Schenk


Fragen von Roland Mahler

Sehr geehrte Familie Schenk,

Seit Jahren habe ich irgendwie mit Ihnen zu tun. Ich erinnere mich noch an einen Segel-Vortrag vor ein paar Jahrzehnten in Zürich, wo Sie erzählten, dass Sie mit nur einer Hand voll Liter Kraftstoff in Ihrem Motorflugzeug in Südamerika ankamen. Das hielt ich – als aktiver PPLer für überaus Leichtsinnig und machte mich über Ihre Einstellung zur Sicherheit nachdenklich.

Natürlich habe ich als überzeugter Monohullbesitzer ( Oceanis 44cc ) seit 10 Jahren Liegeplatz Las Palmas, mitbekommen, dass Sie einen Kat gekauft haben. Nachdem ich in der Karibik mal so ein Monstrum, mehr als Badeplattform, gechartert hatte war dies für mich eher etwas absonderlich. Letzten Sonntagmorgen beim Frühstück und „träumen“ vom nächsten Boots-Urlaub auf den Kanaren erklärte mir meine 8 Jährige Tochter kategorisch, dass Sie es leid sei mit Mutti „kotzend“ und im „Keller“ schlafend Ihren Urlaub zu verbringen und warum ich nicht auch einen Kat habe. Wir waren auf den Kanaren bei einem befreundeten Ehepaar auf seinem neuen „Wohnboot“ Lagoon 440 zum Aperitif eingeladen. Irgendwie viel es mir es jetzt wie Schuppen von den Augen und es begann die Suche oder besser gesagt das Fieber „Neukauf eines Schiffes“ > Katamaran. Es fiel mir natürlich sofort Ihr Name ein und die folgende Woche verbrachte ich die Nächte ( Meine Frau konsultiert schon einen Scheidungsanwalt) ausschließlich auf Ihrer Webseite beim studieren Ihrer Meinungen und Empfehlungen.

Jetzt habe ich an Sie folgende Fragen und ich hoffe Sie nicht zu nerven :

Ø  Ihre Privileg – scheint wirklich ein schönes und stabiles Schiff zu sein. Es gibt aber für mich 2 Fragezeichen die Sie mir beantworten können : 

1. Der doch „happige“ Preis. Ist das Schiff wirklich diesen doch horrenden „Mehrpreis“ wert ?

2. Das Konzept der sehr schrägen Fenster und der doch damit verbunden starken „Aufheizung“.

Sie verschmähen ja übrigens auch – mit Recht – Teakdecks.

Ø  Ihre immer wiederkehrende Aussage : „über 14m würde ich wieder einen Kat kaufen“. Haben Sie Bedenken bei einem Schiff mit nur 12,60m ? .

Ø  Nach längerem Suchen ist mir nämlich aufgefallen, dass ein neues Schiff dieser Länge, und ich denke diese Größe reicht für unser kleine 3köpfige Familie,  die 421 von Lagoon, in der besten Ausführung neu, nicht mehr kostet wie die derzeit angebotenen Gebrauchten der „Edelmarken“. Auch der „Wohnraum“ der 421 ist konkurrenzlos.

Über die Verarbeitungsqualität kann ich natürlich nichts sagen, will aber in 14 Tagen zur Kat messe nach Frankreich um einen Eindruck zu bekommen. Lagoon gehört ja mit Beneteau zu den größten Werften und ich kann mir nicht vorstellen dass da viel gepfuscht wird. Da der Beneteau Händler in Las Palmas mich auch heute (mehr oder weniger, wie in Spanien eben üblich) betreut, wäre auch der Service vor allem in der Garantiezeit sichergestellt.

Ø  Noch vor kurzem war ich beinahe bereit mich mehr auf die Suche nach einem „altersgerechten wohnen“ umzusehen, jetzt Kat-beflügelt denke ich obschon 62J doch noch, mit so einem Komfort über den Teich zu gehen und Südamerika zu besuchen.

Deshalb überlege ich laut Theorie B. Schenk :

Kein Generator > 220V Lichtmaschine am Motor der sowieso jeden Tag laufen soll ! Diese Aussage verstehe ich deshalb nicht ganz, da ich von keinem Motorenhersteller diese Aussage gehört habe, das tägliches warmlaufen die Maschine schont. Im Gegenteil, bei jedem kalten Starten des Motors ist generell die größte Abnützung ( fehlender Schmierfilm). Ich bin selbst Kfz-Meister und habe auch bei den Autos (etliche „Oldtimer“ die nur selten bewegt werden) nie diese Theorie gehört und befolgt. Der Salzgehalt in der Ansaugluft ist unbedeutend.

Ein Generator ist heute sehr leise, zuverlässig und verbraucht sehr wenig Kraftstoff.

Mein Volvo Motor musste ich schon ersetzen ( Materialfehler Kolbenriss ) mein Generator schnurrt unentwegt obwohl schon wegen unbeobachtetem Kühlschlauchbruch absolut heißgelaufen !

Ø  Keine Davids  > Windfahnensteuerung.

Davids sind bei einem Kat natürlich schon eine feine Sache da das Beiboot mühelos gesichert werden kann. Bei meinem jetzigen Schiff ist die elektrisch-hydraulische Autopilotsteuerung nie ausgestiegen und das bei Sturmstärken wo ich von Hand die größten Probleme hatte das Schiff schön auf Kurs zu halten. Bei einem Kat mit festem langen Cockpitdach habe ich sowieso bedenken dass die Windfahne noch richtig reagiert.

Ø  In der Anlage habe ich eine kleine Ausrüstungsaufstellung bei denen Ihnen vermutlich die Haare zu Berge stehen.

Ø  Wenn Sie die Zeit finden dies alles kurz anzusehen, was zugegebermaßen schon eine Zumutung ist und auch noch kurz kommentieren, schließe ich Sie in mein nächstes Nachtgebet mit ein und besuche generell alle Kurse und Seminare die Sie in den nächsten 20 Jahre anbieten. Die meisten Bücher habe ich eh.

Viele Grüße und Danke, wenn Sie es überhaupt bis hierhin geschafft haben.

Roland Mahler

Autohaus Mahler GmbH

 Antwort Bobby Schenk

Frage von

Betreff: Blitzschlafgefahr auf dem Wasser

Lieber Herr Schenk,Sie sind ein sehr kompetenter Blauwassersegler mit guten Fachberichten auf Ihrer Homepage.Ich möchte Sie dazu ermuntern,dieses Thema für uns Segler zu bearbeiten.Wie groß ist die Gefahr für Holz-,GFK-und Stahlyachten?

Gibt es Unterschiede zwischen auf dem Deck stehenden und durchgesteckten (auf dem Kiel stehenden)Alumasten? Welche Probleme sehen Sie bei Doppelboden-GFK-Jollen mit Alumast, wo ja eine Blitzableitung ins Wasser fehlt? Schlägt der Blitz hier ein rießiges Loch? Die Frageliste könnte man noch verlängern. Ich würde mich auf einen Beitrag von Ihnen freuen.

Mit besten Grüßen K-H Stuffer

 Antwort Bobby Schenk

Frage von Susanne & Mike

Lieber Herr Schenk,

vielen herzlichen Dank für Ihren sehr interessanten  - und wie immer rhetorisch perfekten - Vortrag auf der Boot in Düsseldorf. Ich komme gern auf Ihr Angebot zurück, Ihnen meine FRage zum Ankergeschirr zuzumailen:

Wir möchten mit unserem Schiff (17t Alu-Ketsch 46 ft Mono, hydr. Ankerspill für 10 mm Kette, Hauptanker D'Hone, 35 kg, geplanter Zweitanker Bügel 27kg mit Vorlauf an Trosse) auf weltweite Fahrt gehen. Wir haben uns - trotz Ihrer Warnung - für eine Edelstahlkette entschieden, da wir hoffen, daß der Stahl 1.4462 ("Duplex") als (nach unseren Recherchen) bestes Material auf dem Markt doch eine zuverlässige Kette abgibt.

Vor Ihrem Vortrag wollten wir diese mit Leine verlängern und hatten daher  80 m Kettenlänge eingeplant. Halten Sie diese Kettenlänge bei einer Weltumsegelung auch ohne Leinenverlängerung für ausreichend?

Besten Dank für Ihren Rat und liebe Grüße auch an Ihre Frau

Susanne & Mike

Antwort Bobby Schenk

Frage von Stephan Cerny

Hallo Herr Schenk, ich habe Ihre Artikel über den Parasailor mit großem Interesse gelesen.

Die meisten neuen Kats haben keine richtigen Achter- bzw. Backstagen, dazu ein Problem aus/mit einen KAT Handbuch. Im Handbuch einer Bahai 46 wird (vor diesem Hintergrund ?) ausrücklich davor gewarnt die Genua ohne Groß zu setzen. Zu Spinnaker bzw. Parasailor habe ich keine Passage gefunden, aber wegen der ähnlichen Lastverteilung dürfte ich dann den Parasailor/Spinnaker wohl auch nicht ohne Groß setzen. Dadurch würden aber der Handlingvorteil des Parasailors eliminiert.
Ein befragter Verkäufer (eines anderen Katherstellers) meinte, ich könne den Parasailor ohne Groß fahren, sollte dann aber Dirk und Großschot fest durchsetzen.
Wie ist das bei Ihrem Kat und was halten Sie von der Thematik, sollte man das Handbuch hier ignorieren, sind die Handbücher übervorsichtig ?
Der Hintergrund der Anweisung ist mir sowieso nicht ganz klar. Abgesehen davon, dass man generell das Rigg gleichmäsig belasten sollte, dürfte doch einem Segeln nur mit Parasailor, Groß oder Genua bei moderaten Windverhältnissen nichts im Wege stehen.
Sie schrieben zum Parasailor, dass sie Ihn eines Nachts stehen hatten, als sie von über 40kn Wind überrascht wurden, wie reagieren Sie in einer solchen Situation, erst Schoten fliegen lassen dann bergen ?
Vielen Dank und viele Grüße
Stephan

Antwort Bobby Schenk

Frage von Klaus Röhl

Guten Tag, Herr Schenk,
ich hoffe es geht Ihnen gut und auf Ihrem Schiff ist alles im Lack - oder
wie man das sagt.
Ich bin gerade von einer Segeltour aus Schweden übe die Ostsee zurück  und
wir sind  Wochen nicht aus dem Ölzeug herausgekommen. Schlecht war es uns
teilweise wegen der Wellen auch. Wir hatten uns extra ein Logbuch
angeschafft und dies auch gewissenhaft geführt. Nur:
Dabei sind einige Fragen aufgetaucht, die Sie evtl beantworten können:
1) Wie schreibt man in dieses Logbuch, wenn es heftig schaukelt?
2) Tragen Sie auch alle 2 Stunden den Barometerstand ein? Wenn ja, wie groß
ist Ihr Instrument? Ich bin 46 Jahre, trage wegen meiner Kurzsichtigkeit
beim Segeln Kontaktlinsen und kann die Zahlen nicht lesen, muss ich mir ein
größeres Instrument kaufen?
Und 3) als wichtigste Frage:
Wie messen Sie die Wellenhöhe, womit, und von wo nach wo und welche Welle
oder welche Wellenmenge/-dichte nehmen Sie um eine mittlere oder maximale
Wellenhöhe zu bestimmen?
Vielen Dank für Ihre Antwort und Bemühungen
Mit freundlichen Grüßen
Dr. K. Röhl
Antwort Bobby Schenk

Frage von Alfred Santfort

Hallo Herr Schenk, oder darf ich Bobby schreiben?
Ich hätte da mal eine Frage. Ich bin recht neu als Segler, habe aber mehrere Jahrzehnte als Motorbootfahrer auf dem Buckel und darf schon behaupten, als Seefahrer einige Erfahrung zu haben. Nun werde ich von Hartgesottenen im Yacht - Forum gescholten, weil ich folgende Meinung vertrete:
Komme ich mit meiner Segeljacht in die Bedrängnis, an einer Küste bei auflandigem Wind auf Legerwall zu geraten, nehme ich die Maschine. Dabei gehe ich selbstredend davon aus, dass die Maschine mehr leiset, als für das Erreichen der Rumpfgeschwindigkeit erforderlich ist. In meinem Fall habe ich in meiner Bavaria 37C einen Volvo D2- 40. Der schiebt so gut, dass der Bug bei Volllast versucht, auf seine eigene Welle zu klettern und das Heck in das selber gegrabebe Wellental fällt. Mehr Tempo geht also nicht. Komme ich nun in die eingangs beschriebene Bedrängnis, kann ich demnach mit der maximalen Geschwindigkeit, die mein Boot erreichen kann, und im bestmöglichen Winkel flüchten. Sicher werden Wellen gewaltig bremsen, aber das tun sie bei einem Boot unter Segel auch.
Salzbuckel schelten mich nun mit der Behauptung, dass nur Segel ein sichers Mittel wären, um von eine Küste frei zu kommen. Die Begründung lautet, ein Segelboot sei ein Segelboot und ein Motor könnte nie das schaffen, was die Lappen leisten. Ich kann das nicht verstehen. Mehr als Rumpfgeschwindigkeit ist auch unter Segel bei einer Kieljacht nicht drin. Zudem muss bei der geschilderten Notlage aufgekreuzt werden. Das kostet Weg und Zeit. Hinzu kommt noch, dass die Segel bei Starkwind gerefft sein werden. Unter Segel sind Fehler zudem, zumindest für einen Anfänger, eher drin wie unter Motor, meine ich. Was ist nun dran an der Behauptung, dass Freisegeln viel sicherer sein soll als Freimotoren? Immer Handbreit!
Alfred Santfort

Antwort Bobby Schenk

Frage von Markus Awe
Hallo,
ich bin zufällig auf ihre seite gestossen und wollte ihnen zu der gelungenen Darstellung ihrer Fahrt mit der Thalassa gratulieren. Gleichzeitig wollte ich ihnen aber auch eine Frage stellen in Bezug auf die "Segelbarkeit" eines Kats durch 2 Personen: Ein Bekannter liebäugelt mit einem sehr großen schiff, wohl ab 27m aufwärts. Allerdings will er das ganze mittels weitgehender Automatisierung mit 2 Personen ohne Crew segeln.... Ich habe bis jetzt nur Erfahrung mit Einrümpfern und dabei auch nicht in diesen Dimensionen. Da ich aber zufällig auf ihre Seite gestoßen bin, dachte ich, fragen kostet ja nichts.
Vielen Dank schon im Voraus
Markus Awe

Antwort Bobby Schenk

Frage von Dr. Thorsten Kern

Sehr geehrter Herr Schenk,

leider beschäftige ich mich weiterhin nur in der Theorie mit dem längeren

Aufenthalt auf See. Dennoch bin ich mal wieder über eine Frage gestolpert, bei der

ich mir Ihre fachliche Meinung erhoffe.

Aus privaten Gründen haben wir uns eine Hängematte angeschafft (~100 EUR), die

sich als Notbett in der Familie inzwischen größter Beliebtheit erfreut. Bei einem

Abstand der Aufhängepunkte von 4 m (Stofffläche ~3.0 m x 2,5m) bietet sie wenn man

in Längsrichtung liegt einen schützenden Schlauch von vielleicht 50 cm Durchmesser

für eine Person. Auch ein Schlafen zu zweit mit Kind ist möglich. In Querrichtung

liegend ist sie für bis zu drei Personen als "Aufenthaltsort" akzeptabel. Man

schläft extrem rückenfreundlich und das leichte Wiegen erinnert uns als Landratten

an schöne Urlaubstörns.

Und hier kam der Punkt. Die Hängematte ist (war) ja das klassische Bett des

Matrosen auf Mehrmastern. Nun lese ich mit von Weltumsegelungen, bei denen der

Salon zur Liegewiese für Familien umgebaut wird. Sehe auf Regattayachten mehr oder

weniger unbequeme Pritschen mit einstellbarem Lagewinkel. Lese in Testen von

Yachten über die Langfahrttauglichkeit von Leesegeln oder das Problem von

Staunässe unter Matratzenkonstruktionen - und die entsprechenden teuren Lösungen

zu deren Beseitigungen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass beim Amwindkurs mit

entsprechendem Seegang ein Schlafen im Vorschiff und Heck quasi unmöglich ist.

Nun sind die heutigen Yachten, Einrümpfer oder Katamaran, hinreichend bemessen.

Bereits ab 40 Fuß ist sogar eine Montage einer Hängematte quer zur Fahrtrichtung

denkbar. Sie würde den Vorteil bieten jeweils eine Bewegungskomponente, das Rollen

oder Nicken, Prinzip-bedingt auszublenden. Auch Resonanzeffekte sind kaum zu

befürchten, ähnlich wie bei einem halb-kardanisch aufgehängten Herd oder

Salontisch. Alleine mit der Einschätzung ob nun eine Montage in Längs- oder

Querrichtung zum Schiff sinnvoll ist tue ich mir schwer. Aber aus der

theoretischen Überlegung heraus würde ich sagen, man sollte lieber auf die

komplexen Einbauten für Betten im Vorschiff verzichten, und ein paar massive Haken

im Bug einlaminieren, rund um die Maststütze, am Niedergang und jeweils auf Höhe

der Wantendurchführungen im Salon vorsehen, und dann je nach Bedarf und Kurs die

Koje "Hängematte" aufhängen.

Gibt es aus Ihrem Erfahrungsschatz irgendeine Beobachtung, die diese theoretische

Überlegung für Yachten stützt oder wiederlegt? Die Lösung scheint komfortabel,

einfach und kostengünstig - es liegt also nahe etwas übersehen zu haben.

Vielen Dank,

mit freundlichen Grüßen


Thorsten Kern
Antwort Bobby Schenk

Frage von Artur Nestel

Hallo Herr Schenk

Ich möchte Ihnen hier eine persönliche Frage stellen, ohne die
Diskussion über die Vor- Nachteile von Katamaran und Mono wieder zu
eröffnen.

Würden Sie mit Ihrem Katamaran um Kap Hoorn segeln ?

Gruss
Artur Nestel

Antwort Bobby Schenk

Frage von A.Arnold

Hallo Herr Schenk,
ich habe 1976 bei der Bundeswehr einen Bootsführerschein Binnen erworben, und beabsichtige in naher Zukunft doch mit dem Segeln zu beginnen, wobei ich mich auf eine Bavariajacht Typ 34 entscheiden würde, insbesondere unter dem Ausblick das ich in einigen Jahren eine mehrjährige Fahrt unternehmen möchte (übrigens ich bin 56Jahre alt und meine Frau 55Jahre und wir haben noch nie gesegelt).
Nun zu meiner Frage, wo wäre nach ihrer Ansicht die beste Möglichkeit kompaktes Wissen zu erwerben bzw. was würden Sie mir zu meinem Vorhaben empfehlen? Es würde mich freuen eine Antwort zu erhalten.
Mit freundlichen Grüßen
A.Arnold
Antwort Bobby Schenk

Frage von Andreas Zimmer

Hallo Bobby,
ich habe gerade noch einmal deinen diesbezüglichen Beitrag durchgesehen und mir stellt sich spontan die Frage wie weit (energiewirtschaftlich gesprochen) ein Ansatz über Schiffsdiesel, Lichtmaschine, Regler und Batterien noch aktuell ist…

In einer der letzten Fachzeitschriften war ein umfassender und einleuchtender Beitrag zum Thema Hybridantrieb, ausgehend von den Erfahrungen in der Automobilindustrie und anderswo: Wie ich es verstehe ist der Ansatz, mittels eines passend abgestimmten Generators und modernen Akkumulatoren einen Elektromotor zu betrieben, aus mehreren Gründen wirtschaftlicher, umweltschonender und zuverlässiger: Eine höhere Energieausbeute als bei einem „klassischen“ Diesel, weniger Platzbedarf, leichte, kompakte Bauweise, weniger Teile („was nicht da ist kann nicht kaputt gehen“), etc.

Ich denke gerade über die Erneuerung des Schiffantriebs unserer NOEL nach (holl. Stahlkutter aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts, 32 Fuß bei ca. 7 t Verdrängung, derzeit mit einem 18-PS-Yanmar betrieben), wo allein schon einmal aus Platzgründen eine Alternative zum Diesel sinnvoll erscheint.

Hast du langfahrtmäßig schon von Seglern gehört bzw. vielleicht schon getroffen, die diesen Schritt gegangen sind und erste Erfahrungswerte einbringen? Elektroantriebe (s. Kräutler) gibt’s binnen ja schon länger, gerade auch in Oberbayern und Österreich, aber wie weit sich diese Lösung schon „auf Strecke“ bewährt hat ist mir so noch nicht bekannt…

Immer eine Handbreit Rotwein in der Steuerbord-Bilge J und beste Grüße an Carla,
Andreas Zimmer

Antwort Bobby Schenk

Frage von Michael Thiele

Hallo Herr Schenk,

ich habe mir Ihr Buch Astronavigation gekauft und bin gerade dabei,
mir das Thema Kapitel für Kapitel zu erarbeiten.
Eins kann ich bereits sagen: Es fasziniert mich jetzt schon sehr!
Einen Sextanten habe ich noch nicht, aber sobald ich ihn haben
werde, stellt sich mir folgende Frage:

Wie kann ich ohne Horizont (also z.B. in meinem Wohnort München)
mit dem Sextanten üben, um etwas Routine und Sicherheit zu gewinnen?


Herzliche Grüße,
Michael Thiele


Antwort Bobby Schenk

Frage von Mirko Ihrig

Hallo Bobby Schenk,
ich heisse Mirko Ihrig und studiere Industriedesign an der Hochschule in Kiel. Zur Zeit schreibe ich meine Abschlussarbeit zu dem Thema "Trinkwasser auf dem Meer".
Im Zuge meine Recherche habe ich Ihre Seite gefunden und einige sehr interessante Berichte zu den Themen Watermaker oder auch Rettungsinseln gelesen.
In meiner Abschlussarbeit geht es darum neue Produktideen zu entwickeln um Trinkwasser zu gewinnen. Also neue Einsatzgebiete zu erschliessen oder neue Techniken zu verwenden. Ich habe einige Ansätze, die ich allerdings nur teilweise beurteilen kann, da ich etwas größeres als eine Jolle noch nicht gesegelt bin. Ich bin quasi ein Laie. Deswegen dachte ich, ich wende mich an Sie, einen Fachmann.
Zum Beispiel ob sich eine kleine Entsalzungspumpe (z.B. Katadyn Survivor 06) auf einer Rettunginsel lohnen würde? Oder ob man dank GPRS so schnell gefunden werden würde, dass sich die Investition nicht lohnt?
Könnte man die den Rettunginseln beigelegten Not-Packs vielleicht so erweitern, dass eine Wassergewinnung möglich wäre?
Oder vielleicht wäre eine kleine mit Windkraft betriebene Anlage auf dem Deck, die man im Notfall mitnehmen könnte, interssant? Wie sie sehen hätte ich einige Fragen an Sie. Vielleicht hätten Sie ja die Zeit kurz darauf zu Antworten...?
Oder haben Sie vielleicht sogar irgendwelche konkreten Ideen, wo Sie sagen: Soetwas müsste es doch geben oder könnte man verbessern?
Ich würde mich über eine Antwort von Ihnen auf jeden Fall freuen, denn ich glaube Sie könnten mir wirklich weiterhelfen.
Einen schönen Gruß aus Kiel
Mirko Ihrig

Antwort Bobby Schenk

Frage von Andres Gyssler

Guten Tag Herr Schenk

eine grundsätzliche Frage zur Sicherheit im Segelyachtbau:

Sind alte, schwerere Stahlyachten sicherheitsmässig veraltert,weil zu schwerfällig
in stürmischer See? (zum Beispiel eine Reinke Secura Stahlknickspant).
Ein Bootsbauer sagte: Heute wird leicht gebaut; dank Highttech-Kunststoffen ist
dies besser und genug robust. Im Sinne "leichtfüssig durch die aufgewühlte See".

Und was halten sie sicherheitsmässig von hydraulischen Schwenkkielen bei
Fahrtenyachten zum trockenfallen und fahren auch in seichten Gewässern?
Danke für Antwort im voraus.

herzlicher Gruss
Andres Gyssler
Antwort Bobby Schenk

Frage von Paul Thorer

Bei der Wahl eines Langfahrtkats mit sehr kleiner Crew (1-2 Pers.) interessiert mich Ihre Einschätzung:

Bei den Überlegungen zur konstruktiven Sicherheit findet man 2 gegenläufige Argumentationen:
a) Stummelkiel - er bricht nicht bei Kontakt bei Hindernissen und schützt Schraube und Ruderblatt
b) Steckschwerter - verhindern Kentern in großen Wellen, machen den Kat schneller und laufen mehr Höhe
Zu b) habe ich bisher keine Langzeit-Erfahrungsberichte gefunden (Funktionalität z.B. bei Bewuchs)

Der Freiraum zwischen Wasseroberfläche und Unterseite Brücke scheint ein Thema zu sein.

Die "Payload"  (Beladungsfähigkeit ?) scheint ein Thema zu sein; dies wird allerdings selten angegeben.

Wie würden Sie diese Punkte nach 5 Jahren Kat-Erfahrung in den unterschiedlichsten Situationen einstufen?

Vielen Dank und alles Gute.
Sie leben Ihren Traum schon - ich träume noch davon.

Paul
Antwort Bobby Schenk

Frage von Thorsten Lüders

Hallo Herr Schenk,

als aktiver Oldtimersegler möchte ich doch langsam mal etwas für die längere Fahrt erwerben.
Über einschlägige OnlineYachthändler werden, vorzugsweise in den USA,
Ferrocementyachten angeboten, und zwar zu einem Preis-Leistungsverhältniss,
wie es hier kaum zu finden ist.
Was spricht eigentlich gegen Ferrocement -ausser das sie schwer sind...
Leider bekommt man nur sehr schwer Informationen über diese Bauart...
Mit seglerischen Grüßen aus Norddeutschland
Thorsten Lüders
Antwort Bobby Schenk

Frage von Hans-Jürgen Segbers

Hallo Carla und Bobby,
mal eine Frage zum Stichwort Passatbesegelung. Denn da bekomme ich bisher nicht den richtigen Durchblick.
Wir segeln zu zweit (Paar) und haben bisher keine Spi Erfahrung. Also was wäre denn nun richtig? Parasailor? oder Kutterrigg? oder Roll-Genua mit doppeltem Stag? Und wie funktioniert "doppeltes Stag" bei einer Rollgenua? Muss da jeweils jemand aufs Vorschiff, um das zweite Vorsegel in eine Nut einzuziehen? Und dann sind ja doch wohl doppelte Spi-Bäume nötig? Oder doch Genua und Groß einfach ausbaumen?
Soviele Fragen und keine wirkliche Antwort bisher.
Also vorab herzlichen Dank für Aufklärung durch Euch und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!
Beste Grüße Hans-Jürgen Segbers

Antwort Bobby Schenk

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