Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(13)


Sloop ABRAXA

Schiffsname: Abraxas

Vorname: Rod (62), Carol (59) und Kinder  Aaron (7) und Nereid (8)

Rod`s Beruf: Landvermesser 

Nationalität: Neuseeländer

 

Schiffstyp und Größe:

Mittel-Cockpit-Ketsch in Kunststoff - selbst konstruiert und in drei Jahren selber gebaut. Länge 13 Meter, Breite 3,46 Meter, Tiefgang 1.65 Meter

Route der Weltumsegelung:

Neuseeland - Torrestraße - Malakkastraße - Mauritius - Rotes Meer - Mittelmeer - Atlantik - Dominika - Panama - Ekuador - Südsee (Französisch Polyneisen - Cooks-Inseln) 1975 bis 1981.  

Zehn Fragen an den Weltumsegler

1) Warst Du a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Dein Traumschiff?
a) ja sehr, ich hätte mir nur gewünscht, dass sie etwas schneller segeln würde.

b) mein eigenes natürlich

2)Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?
a) Wir sind mit einem Budget von 100 US-Dollar/Woche gestartet. Wir konnten uns davon Einiges leisten, auch Essen im Restaurant. Am Ende der Reise hatte die Inflation so zugenommen, dass wir uns nur so eben noch über Wasser halten konnten. Wir haben nichts für Marinas und Häfen ausgegeben.

b) die Schiffsunterhaltung habe ich selber durchgeführt.

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?
a) Hydrovane-Selbststeueranlage. Auch mit dem Rigg hatte ich überhaupt keine Probleme

b) Der Außenborder hat mich so geärgert, dass ich ihn über Bord geschmissen hab. Seit der Zeit komme ich ohne trouble mit Ruder an Land. Ansonsten hatte ich keinen Ärger. Ausrüstungsgegenstände, die Probleme gemacht hätten,  hab ich erst gar nicht an Bord genommen.

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättest Du Dir gewünscht?
Etwas Elektronik wäre ja ganz schön gewesen, aber ich wollte meine Zeit nicht mit Reparaturen und Warten auf Ersatzteile verbringen, sondern lieber fremde Länder und deren Menschen und Kulturen kennen lernen.


5) Welche Versicherungen hattest Du a) für Dich, b) fürs Schiff?
Keinerlei Versicherungen.


6) Was waren für Dich a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?
Singapur, Mauritius, Französisch Polynesien.

Uns interessieren hauptsächlich fremde Kulturen, aber auch was in fernen Ländern gegessen wird. Wir haben immer und überall die unterschiedlichsten Gerichte probiert und die gleichen Speisen verzehrt wie die Einheimischen. Das ist uns immer gut bekommen.

b) Rarotonga und Cook Islands wegen der kleinlichen Bürokratie.

7) Wurden Deine Erwartungen erfüllt?
natürlich, wir hätten uns nur etwas mehr Zeit als die vier Jahre, die uns zur Verfügung standen, gewünscht.

8) Was würdest Du beim "nächsten Mal" anders machen?
Es wird keine zweite Weltumsegelung geben. Zuviel hat sich zum Negativen verändert. Die von uns ersehnte Freiheit auf den Weltmeeren ist heutzutage zu eingeschränkt durch zuviel Bürokratie und Restriktionen.

9) schlimmste Erlebnisse?
Die Bürokratie! - Starkwind in der Karibik mit Furcht einflößenden Gewittern, sodass wir die San Blas-Inseln wegen schlechter Sicht gar nicht anlaufen konnten. Drei Stürme, zwei davon nördlich von Neuseeland, einer im Mittelmeer östlich von Gibraltar.

10) Wie ist Dein Leben weiter gegangen?
Unser Boot wird verkauft (für circa 70000 Euro), wir fliegen zurück nach Neuseeland. Dort haben wir ein Haus und wollen Bergsteigen. Unser großer Wunsch wäre, die Australische Wüste zu durchwandern  - nur mit Kamelen als Lastträger für Wasser und Verpflegung.

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Page by Bobby Schenk
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