Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(14)


Ketsch SCUD

Schiffsname: SCUD

Vorname: George (34), Mary (30) und Kinder  Molly (11), Gary (10) Hudson(9) 

Beruf: Holzschnitzer und Journalistin 

Nationalität: Amerikaner

 

Schiffstyp und Größe:

Replica von Joshua Slocums SPRAY - Selbstbau in 24 Monaten - Länge: siebenunddreißig Fuß, Breite vierzehneinhalb Fuß, Tiefgang viereinhalb Fuß

Route der Weltumsegelung:

New York - Azoren - Gibraltar - Kanaren - Westindies - Panama - Marquesas - Samoa - Tonga - Fijii - Australien - Bali - Mauritius - Kapstadt - dann in 72 Tagen nach New York. Juli 1973 bis Juni 1978.  

Zehn Fragen an den Weltumsegler

1) Warst Du a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Dein Traumschiff?
a) ja sehr zufrieden, überglücklich, leider mußte nach der Reise das Schiff sofort verkauft werden, weil ich das Geld brauchte, um für meine Familie ein Haus zu bauen.

b) mein eigenes natürlich

2)Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?
a) anfänglich 250 Dollar pro Monat, später 500 Dollar. Die ganze Reise hat 25000 Dollar für fünf Jahre gekostet. Das Geld hat immer gereicht, auch gelegentlich für eine Flasche Wein oder Rum.

b) im obigen Betrag ist die Schiffsunterhaltung eingeschlossen.

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?
a) Da ich sehr spartanisch ausgerüstet war - ich hatte weder Motor, Elektrik, Eisschrank, Elektronik - konnte auch nichts kaputt gehen. Ich hatte auch keine Selbststeueranlage. Wie die Orginal-SPRAY hat sich das Schiff selbst gesteuert. Mit der Technik gab es keinen Ärger. Sogar das Rigg aus verzinktem Drahtseil hat keine Probleme gemacht und hat die ganze Weltumsegelung gehalten.

b) Keine

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättest Du Dir gewünscht?
Eigentlich keine. Ich war so zufrieden.

5) Welche Versicherungen hattest Du a) für Dich, b) fürs Schiff?
Wir hatten keine Versicherungen. Meine Lebensversicherung hab ich verkauft, um mir davon Segel zu kaufen. Meine Frau hatte allerdings in Kapstadt eine schwere Operation. Ich erklärte dem Chefarzt, dass ich das nicht bezahlen könne, weil ich am Ende meiner Reise stehe. Daraufhin meinte der Operateur, ich solle ihm eine Schnitzerei anfertigen, das wäre das Honorar.


6) Was waren für Dich a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?
Azoren -  wegen der netten Leute blieben wir dort ein Jahr. Auch Mauritius, Bali und Australien waren sehr beeindruckend. Eigentlich hat es uns überall gut gefallen.

b) Westindien wegen der Rassendiskriminierung.

7) Wurden Deine Erwartungen erfüllt?
Mehr als das!

8) Was würdest Du beim "nächsten Mal" anders machen?
Nichts!

9) schlimmste Erlebnisse?
Am Kap der Guten Hoffnung wurden wir um ein Haar von einem großen Frachter überrannt. Trotz größter Anstrengung konnten wir nichts dagegen tun, weil wir ja keinen Motor hatten.

10) Wie ist Dein Leben weiter gegangen?

Bald nach unserer Ankunft in Amerika wurde ich geschieden.

 

Mit meiner jetzigen Frau Julia baute ich später wieder ein Holzboot (siehe Bild), ähnlich wie die SPRAY. Allerdings hab ich jetzt einen kleinen Motor. Ich möchte noch lange Zeit auf meinem Schiff leben und viele schöne Plätze anlaufen.

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Page by Bobby Schenk
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