Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(21)


GRÄFIN V

Schiffsname: GRÄFIN V

 

Vorname:  Moni und Hermi - 46 Jahre und 55 Jahre

Berufe: Personalleiterin und Unternehmensberater/Architekt

Nationalität: Deutsch

Schiffstyp und Größe:

Taswell 43, 13.2 m lang, 4.2 m breit, 1.95 m Tiefgang, kuttergeriggte Sloop, Baujahr 1991, Centercockpit, GFK Volllaminat, Designer Bill Dickson,

Ta Shing Werft/Taiwan, Semikiel, Ruder mit Skeg, Vorsegel und Gross gerollt, 75 PS Turbodiesel

Route der Weltumsegelung :

November 2001 – Juni 2004

Gibraltar – Kanarische Inseln – Karibik – Niederlaendische Antillen – San Blas Inseln – Panamakanal – Galapagos – Marquesas – Tuamotus – Gesellschaftsinseln – Tonga – Neuseeland – Neukaledonien – Darwin/Australien – Timor – Indonesien – Chrismas Island – Cocos Keeling – Rodriguez – Mauritius – Reunion – Südafrika – Namibia – St. Helena – Ascension – Azoren – Portugal – Spanien - Gibraltar

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Warst Du a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Dein Traumschiff?
a) Ja, es ist ein stabil gebautes Schiff, das den Anforderungen an Komfort, Etmal und Starkwind jederzeit voll gerecht wurde. Schiff und Segel lassen sich einfach und sicher handhaben. Die Gesamtkonzeption war so ausgelegt, dass jeder von uns zu jeder Zeit das Schiff alleine segeln konnte.
b) Ein Schiff bis 50 Fuss bei ähnlicher Bauqualität, mit mehr Stauraum und das dann auch noch ein bisschen schneller ist.

2)Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?
a) 18.000 Euro pro Jahr
b)
Vollkaskoversicherung + Haftpflichtversicherung + Ersatzteile/Reparaturen + Neuanschaffungen: 10.000 Euro pro Jahr

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?
a)
Windpilot Pacific Plus, Autohelm 6000, Windgenerator Rutland 913, Solarpaneele, Yanmar-Motor, Yamaha-Außenborder, Rollgroß und 2 Rollvorsegel, 60 lbs CQR Anker mit 90m Kette/10mm + Zweitanker, Bimini, Force 10 3-flammiger Backofen, LED Energiesparlampen

b) Das Kühl- und Gefriersystem (220 Volt und Keilriemenantrieb) ist ein hochleistungsfähiges System, aber zu kompliziert zu reparieren. Das Satellitentelefon Inmarsat Mini M hat im Pacifik und Indik für jeweils ca.1000 sm keine Abdeckung (alternative Anlagen gab es damals bei der Kaufentscheidung nicht); Windgenerator und Windsteueranlage waren trotz guter Isolierung und Befestigung laut in der Achterkabine zu hören.

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättest Du Dir gewünscht?
Moderneres Radargerät mit weniger als 1 A/h Energieverbrauch und flexiblem Betrieb, aktiven Radarreflektor, Tauchgerät für Arbeiten am Unterwasserschiff, Wassermacher, Dinghi mit Festboden und dickeren Gummischläuchen und Rollen, sowie Waschmaschine falls wir mehr Platz an Bord gehabt hätten.

5) Welche Versicherungen hattest Du a) für Dich, b) fürs Schiff?
a) Krankenversicherung
b)
Vollkasko- und Haftpflichtversicherung

6) Was waren für Dich a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?
a)
San Blas Inseln, Galapagos, Tuamotus , Tonga , Cocos Keeling, St. Helena .. Plätze an denen man seine Träume noch träumen kann und die Menschen noch so ganz besonders sind. 

b) Gab´s nicht wirklich für uns. Weniger gefallen hat es uns, wo es entweder sehr teuer war oder sehr touristisch und wir deshalb permanent von Einheimischen bedrängt wurden, Serviceleistungen jeder Art anzunehmen z.B. Karibik, Bali

7) Wurden Deine Erwartungen erfüllt?
Ja! Voll und ganz.

Wir haben sowohl die langen Passagen über den Atlantik, Pazifik und Indik genossen als auch die Zeit an Land, insbesondere auf den „isolierteren“ Inseln, die ihre eigenen besonderen Kulturen bisher erhalten konnten.  Die Welt, die wir zu zweit in knapp drei Jahren auf der Barfußroute, erlebnisreich umsegelt haben, ist einerseits kleiner geworden, andererseits hat sie die Tür für viele neue Träume und Ziele geöffnet.

8) Was würdest Du beim "nächsten Mal" anders machen?
Für unsere zukünftigen Reisen wollen wir etwas weniger befahrene Routen und Gegenden auswählen.

9) schlimmste Erlebnisse?
Das anstrengendste Erlebnis: Über 10 Tage anhaltender Starkwind/Sturm (zwischen 30 und 50 Knoten Wind) auf dem Weg von Neukaledonien in die Torres Strasse (Coral Sea) nach Darwin/Australien.

Das schockierendste Erlebnis: Vor Kapstadt wurden wir bei Nacht beinahe von einem Frachter überlaufen, der parallel zu unserem Kurs von hinten aufkam, aber dann unmittelbar schräg hinter uns unvorhersehbar seinen Kurs auf uns zu änderte. Ein Manöver des letzten Augenblicks hat uns gerettet.

10) Wie ist Euer Leben weitergegangen?
Derzeit liegen wir auf den Kanarischen Inseln, um das Schiff zu überholen, zeitweise nach Deutschland zu fliegen und unser weiteres Leben zu planen. Alles mit dem Ziel, Arbeitslust und Reiselust für die Zukunft so zu kombinieren, dass wir bald wieder losfahren können. 

zur Home-Page

Page by Bobby Schenk
E-Mail: bobbyschenk@yahoo.com
URL of this Page is: http://www.bobbyschenk.de/who21.html

Impressum und Datenschutzerklärung