Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(45)


BREAKPOINT

Schiffsname: BREAKPOINT

Crew: Tatjana Hartmann (42) (Thomas) Tom Witt (50)


Berufe: Fachkrankenschwester für Anästhesie u. Intensivmedizin
Kfm. Angestellter in Energieversorgungsunternehmen, Tauchlehrer, Studium der Meeresbiologie.

 Nationalität:   Deutsch

Schiffstyp und Größe:

RREINKE 13M (Ice Version), Konstrukteur: Kurt Reinke(Bremen),

Werft: Yachtwerft Benjamins(Emden)

Material: 4.5MgAlMn+4.5MgAlSi

Asymetrische Twin Kiele nach Reinke

Länge: 14 m, Breite: 3.7 m, Tiefgang: 1,5 m

Segelfäche(Groß+Genua): 116 qm

Brennstofftank: 1000 l, Frischwasser: 450 l, Grauwassertank: 2 x 40 l, Fäkalien: 130 l

Gewicht (bei Start einer Ozean Passage): 16 t

Motor: Mercedes OM617, 3000 ccm, 88PS/65KW

Stapellauf 1999, wir haben das Schiff 2000 von den Ersteignern erworben.

Route der Weltumsegelung : 

2004: Travemünde-Limfjord(DK), Schottland, Irland, Galizien, Portugal, Madeira Archipel, Kanaren.
2005: Kapverden, Brasilien, Uruguay, Argentinien, Chile. 
2006: Patagonische Kanäle, Tierra del Fuego, Kap Hoorn, Chile, Magellan Strasse, Falkland Inseln.
2007: Chile (Juan Fernandez Archipel, Osterinsel), Pitcairn, Gambier Inseln, Tuamotus, Franz.Polynesien (Gesellschaftsinseln), Niue, Südliche Cook Inseln, Königreich Tonga, Fidji, Vanuatu, Solomon Islands.
2008: Papua Neu Guinea, Föderation Mikronesischer Staaten (Yap), Hong Kong (S.A.R. China), Macao, Singapur, Malaysia, Thailand, Brit.Indian Ocean Territory (Chagos Archipel), Seychellen.
2009: Tanzania, Mosambique, Südafrika, St.Helena, Ascention Island, Kapverden, Azoren, England, Belgien, Niederlande, Cuxhaven.

 

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Wart Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Euer Traumschiff?

a) Ja, wir waren sehr zufrieden mit unserem Schiff. Beim Reinke "Selbstbaukonzept" mit Spezialistenhilfe kann man sein Schiff individuell an persönliche Ansprüche und Fahrtgebiete anpassen. Wir haben uns dann mit dem fertigen Schiff 4 Jahre lang auf die eigentliche Reise vorbereitet. Somit blieben am Anfang der Reise keine Wünsche offen. Nach 6 Jahren werden wir die mit unserer gewachsenen Erfahrung aufgetretenen Schwachpunkte abstellen. Wir würden mit keinem Schiff welches wir unterwegs getroffen haben tauschen wollen. Die Sicherheitsreserven unseres Schiffes waren sein grösster Pluspunkt für uns.

b) Für uns kommt nur ein Mono Hull aus Aluminium in Frage. Wenn wir unser Geld nicht für die nächste Reise brauchen würden, würden wir eine Reinke 16M Ice bei Benjamins bauen lassen.

2)Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

a) Bei unserer Reise gab es durch die lange Zeit, die unterschiedlichen Fahrtgebiete und zuvor unerwartete Aufwendungen grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Abschnitten der Reise. Wir haben trotzdem versucht die Ausgaben den zwei Kategorien zuzuordnen und dann über die Jahre gemittelt. Den Aussagewert stelle ich hierdurch jedoch stark in Frage. Generell gilt, das sich unsere monatlichen Ausgaben zwischen dem 1. und dem letzten Jahr unserer Reise ungefähr verdoppelt haben. 
Ca. 9600 €/a

b) Hierbei schlägt zu Buche, das wir Breakpoint ständig auf überdurchschnittlichem Ausrüstungsniveau gehalten haben. Sobald sinnvolle neue Ausrüstung erhältlich war wurde sie eingesetzt. Beispiele: AGM Batterien, AIS B Transponder, Bordcomputer, Iridium Phone, Tauchkompressor, zusätzliche Spezialsegel und Anpassungen bei den vorhandenen usw.
14400 €/a

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?

a) Der Motor (kaputt geht nur die Peripherie), unser Simrad/Robertson elektrohydraulischer Autopilot mit heading-giro Fluxgate Kompass (steuerte das Schiff bis 45 kn Wind mit entsprechender Welle, wenn wir ihn mit Motoranströmung am Ruder unterstützten), die überkomplette und redundante Kommunikationstechnik ( 2x Allbandtransceiver, WX, E-Mail und Internet über Pactor, WiFi, Sat Phone, Navtex, NOOA Sat Direktempfang), unsere insgesamt 7 Anderson ST Winschen (4 x 58 er), TrueHeading AIS B Transponder mit hochwertiger Darstellungssoftware (SPI AIS Radar V 5.0.21), Kyocera 120 W pep Solarmodul, Mastervolt zweite 90 Amp LM mit Alfa Pro Smart Regler, 32 Kg Niro Bügelanker (in Salvador nachbauen lassen 500$US) 

b) Windsteuerungsanlage. Funktionierte insbesondere im Vergleich mit unserem Autopiloten nicht zu unserer Zufriedenheit (in Franz.Polynesien wurde sie uns für den Neupreis aus der Hand gerissen).
Wassermacher. Hochdruckpumpe dieses Typs leckte bei allen die ich gesehen habe.

Generell Laptop Computer an Bord. Von unseren versagte einer nach 1 Jahr bevor wir ihn durch einen Bordrechner ersetzten).

Windgenerator (verschiedene Nachteile).

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättet Ihr Euch gewünscht?

Leistungsfähiges, vorausschauendes Sonar.
Unsere Muir 1500 W elekt. Ankerwinde werden wir gegen eine hydraulische austauschen.

5) Welche Versicherungen hattet Ihr a) für Euch, b) fürs Schiff?

a) Wir hatten beide eine Auslands-Kranken-Unfall-Versicherung über DAN (Divers Alert Network) durch meine Akkreditierung als Tauchlehrer.
Unsere wichtigste Versicherung war die Tatsache, das ich von meiner Firma für 6 Jahre Langzeit beurlaubt war und jederzeit meine Arbeit in DE wieder aufnehmen hätte können.

b) Schomacker Hamburger Yachtversicherung. Ab Erwerb von Breakpoint, bis zu den Kanaren Vollkasko. Ab dort nur noch Haftpflicht.

6) Was waren für Euch a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) Die Südspitze Südamerikas, Patagonische Kanäle, Antarktic Region von Chile, Tierra del Fuego, Beagel Kanal, Magellan Strasse.
Uruguay - Buenos Aires, San Martin de los Andes in Argentinien - Caleta Horno - Moreea (zum Surfen) - Palmerston (Südl.Cook Isl.), tauchen u. schnorcheln mit Buckelwalen.
Yap - Hong Kong - Malaysia - Seychellen - Südafrika

b) Für uns gab es keine schlechten Plätze. 

7) wurden Eure Erwartungen erfüllt?

Nein, sie wurden übertroffen !!! Für uns war diese Reise die erfolgreiche Erfüllung eines Lebenstraumes an die wir den Rest unseres Lebens nur positiv zurückdenken werden.

8) Was würdet Ihr beim "nächsten Mal" anders machen?

Mehr Zeit (Geld) mitbringen. Bei uns hat es für knapp 6 Jahre gereicht. Für eine Weltumseglung wie wir sie uns erträumen bräuchte man mindestens 15 Jahre.

9) Schlimmste Erlebnisse?

Unsere vie größten Stürme auf den Passagen: Nordseeüberquerung (gleich am Anfang), Yap - Hong Kong, Chagos - Seychellen, Ex Hurrican "Bill" im Nordatlantik auf der Reise von den Azoren nach Falmouth (Vorstag gebrochen).

10) Wie geht Euer Leben weiter?

Refit unserer Breakpoint in den nächsten 2 Jahren. Sehr sparsam leben, Geld ansparen, fit halten und so bald wie möglich wieder starten. Allerdings erst wenn wir ohne Zeitbegrenzung cruisen können.
Fragen, persönlicher Kontakt, ausführliche Berichte, nautische Informationen und natürlich viele Bilder zu unserer Reise findet Ihr auf unserer Web Seite unter: www.sy-breakpoint.de

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Page by Bobby Schenk
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