Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(56)


Golden Tilla

Schiffsname: Golden Tilla


Crew: Uli (1945), Lehrerin  und Lazi (1947), Maschinenbauer

 Nationalität:  Österreicher

Schiffstyp und Größe:

Schiffstyp: Van de Stadt 36, kuttergetakelte Stahlyacht, Länge 11m, Breite 3,6m, Tiefgang 1,95m, Eigenbau, Bauzeit von 1986 – 1991 Bauzeit

Route der Weltumsegelung :

Von Mai 2007 bis Juli 2011:
Norditalien, Gibraltar, Kanaren, Atlantiküberquerung nach Martinique, Trinidad, Venezuela, San Blas, Panamakanal, Las Perlas, Galapagos, franz. Polynesien, Suwarow, Samoa, Tonga, Neuseeland (ein halbes Jahr Aufenthalt, kauften uns ein Auto und besichtigten die Nord- und Südinsel, Heimaturlaub zum Schilaufen), Fidschi, Vanuatu, Australien, Indonesien (Bali, Borneo), Singapur, Malaysia, Thailand, (Reisen nach Nordthailand, Laos und Kambodscha), 1ein halbes Jahr Aufenthalt in Langkawi, Heimaturlaub Anfang Jänner 2011 Start nach Sri Lanka, Ind. Ozean, Oman, Eritrea, Sudan, Ägypten, Suezkanal, Zypern, Türkei, Griechenland, kreuzten unsere Kiellinie am 23.6.2011 vor Otranto/Italien. 

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Warst Du a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Dein Traumschiff?

a) Da wir das Schiff selber gebaut haben, waren wir natürlich äußerst zufrieden. Golden Tilla segelt auch bei leichten Winden sehr gut, ist absolut hochseetüchtig. Wir haben mit ihr bis jetzt 150.000 sm gesegelt und sie ist nach wie vor unser Traumschiff.

b) siehe a)

2)Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

a) Da das Schiff relativ klein ist, halten sich auch die Schiffsunterhaltskosten in Grenzen, fast alle Arbeiten konnten wir selber erledigen. Dafür blieb mehr für unsere Lebensunterhaltskosten und Reisen übrig. Insgesamt haben wir jährlich ca. € 25.000,-- gebraucht.

b) siehe a)

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?

a) Da wir auf unseren früheren Ozeanreisen alle Ausrüstungsgegenstände ausprobieren konnten, hat sich alles vom Rigg bis zu den Selbststeueranlagen bewährt. Wir haben große Kapazitäten an Wasser (900 l) und Diesel (300 l), benötigten daher keinen Wassermacher und keinen Generator, da wir Solarpaneele und Windgenerator haben. Bewährt hat sich auch die Kombination von elektr. Kühlschrank und mechanischem Kühlkompressor auf der Maschine.

Wir haben Kartenplotter, AIS, Radar, UKW- und KW-Anlage mit Pactor (Amateurfunk), 2 Laptops mit elektron. Kartenmaterial, außerdem hatten wir Papierkarten für alle Seegebiete, Sextant und HO-Tafeln waren ebenfalls an Bord. 

b) Ärger hatten wir nur mit dem Zylinderkopf des Motors, konnten das aber im Sudan reparieren. Die Ankerwinsch, die für die 10er-Kette zu schwach ausgelegt war, haben wir in Fiji durch eine stärkere ersetzt.

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättest Du Dir gewünscht?

Als zusätzlichen Ausrüstungsgegenstand hätten wir uns manchmal ein Satellitentelefon gewünscht.

5) Welche Versicherungen hattest Du a) für Dich, b) fürs Schiff?

a) Krankenversicherung in Österreich

b) Vollkasko- und Haftpflicht für Golden Tilla bei Preuss-Yachtversicherungen

6) Was waren für Dich a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) San Blas, Galapagos, franz. Polynesien, Neuseeland, Vanuatu, Borneo, Thailand, Mittelmeer

b) Indischer Ozean wegen Piratengefahr, Afrikanische Länder im Roten Meer wegen großer Armut, Ägypten wegen Bakschisch.

7) wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Die Erwartungen an unsere Reise wurden mehr als erfüllt, wir haben viele fremde Länder und Kulturen, interessante Menschen, beeindruckende Naturschauspiele erlebt und viele Freunde gewonnen.

8) Was würdest Du beim "nächsten Mal" anders machen?

Beim nächsten Mal würden wir die Route rund um Südafrika wählen.

9) Schlimmste Erlebnisse?

Schlimmste Erlebnisse: Die glimpflich verlaufene Kollision mit einem Wal, die Piratengefahr im Ind. Ozean, das Segeln im Konvoi

10) Wie geht Dein Leben weiter?

Da wir nach unseren früheren Reisen auch wieder in den normalen Alltag zurückgekehrt sind, werden wir unser Leben wie vor der Weltumsegelung weiter führen, d.h. im Sommerhalbjahr segeln im Mittelmeer, im Winterhalbjahr Schilaufen, Kultur genießen und reisen.

Anmerkung: Uli und Lazi werden die Teilenhmer an Bobby Schenk's Blauwasserseminar in Friedrichshafen mit den neuesten Informationen aus der Welt der Weltumsegler versorgen - siehe hier

 

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