Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(59)


AQUILA

Schiffsname: AQUILA

Crew: Gerhard (1945) Ingenieur/Rentner, Wilma (1948): Industriekauffrau/Hausfrau

 Nationalität:  deutsch

Schiffstyp und Größe:

Etap 39s, Baujahr 2000, unsinkbar, Länge:11.9m, Breite: 3,9m, Tiefgang: 2m, Verdrängung: 7t

Route der Weltumsegelung :

2005-2010: Türkei, Gibraltar, Kanaren, Kapverden, Karibik (2Jahre:Trinidad-Bonaire-Puerto Rico), Venezuela, Kolumbien, San Blas, Panama, Galapagos, Marquesas, Tuamotus, Gesellschaftsinseln, Suwaroff, Samoa, Tonga, Fidschi, Neukaledonien, Australien, Indonesien, Singapur, Malaysia, Sri Lanka, Indien, Oman, Jemen, Ägypten, Türkei

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Wart Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Euer Traumschiff?

a) Ja, die Etap 39 ist ein modernes leichtes Schiff mit guten Segeleigenschaften. Das spart viel Diesel in den Schwachwindregionen um den Äquator. In den Passatregionen kann man mit der Rollgenua die gewünschte Geschwindigkeit einstellen und braucht dazu weder einen Baum noch ein zweites Segel. Ob ein schweres Schiff bei Seegang ruhiger liegt, können wir aus eigener Erfahrung nicht beurteilen.

b) ETAP 46

2)Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

Die Kosten haben wir nie genau ermittelt, aber sie waren höher als wir dachten. Wir waren jedes Jahr zwei bis drei Monate in Deutschland und haben an Land nichts aufgegeben.

a) Ca. 20 000 EUR inkl. Flüge

b) Ca. 8 000 EUR/Jahr inkl. Landliegeplatz und Versicherung

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?

a) gut bewährt?
Fast alle Ausrüstungsgegenstände haben sich gut bewährt, insbesondere die elektronischen Geräte zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit aus.
Besonders hervorzuheben sind wegen ihrer Nützlichkeit: Mechanische Selbststeueranlage (Windpilot, Pacific), elektrischer Autopilot (Raymarine/Whitlock SG1, ST6001), Elektronische Seekarten mit GPS (MaxSea), Windgenerator (Kiss), Solargeneratoren, Satellitentelefon (Iridium), KW-Funkgerät mit Pactor-Modem (ICOM 710, leichte Mängel), AIS-Empfänger (Nasa), Wassermacher (PUR 40E), Spade-Anker mit Edelstahlkette.

b) welche machten Ärger?
Den größten Ärger bereiteten die Impeller der Kühlwasserpumpe. Volvo Penta konnte oder wollte keinen Beitrag zur Lösung des Problems liefern. 
Weitere Ausfälle: Schlauchboot (Plastimo), Ankerwinsch (Aries)

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättet Ihr Euch gewünscht?

Keine, alles was auf einem 12m-Schiff sinnvoll unterzubringen ist, war an Bord.

5) Welche Versicherungen hatte Ihr a) für Euch, b) fürs Schiff?

a) Gesetzliche Krankenversicherung für Deutschland und Auslandskrankenversicherung (ADAC)

b) Kasko- und Haftpflichtversicherung (Pantaenius)

6) Was waren für Euch a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) Östliches Mittelmeer, Karibik, San Blas, Galapagos, Marquesas, Gesellschaftsinseln, Suwarrow, Tonga, Fidschi, Samoa, Borneo.

b) Ägypten (Korruption, Bakschisch)

7) wurden Eure Erwartungen erfüllt?

Ja, es war sogar noch schöner und interessanter als erwartet. 

8) Was würdet Ihr beim "nächsten Mal" anders machen?

Nicht viel, wir würden dieselbe Route wählen, aber etwas andere Orte anlaufen, um Neues kennen zu lernen.

9) Schlimmste Erlebnisse?

Grundberührung im Escape River im Norden Australiens (Untiefe in Flussmitte, nicht in Karte und Handbuch eingezeichnet) und einige Beinahe-Kollisionen mit unbeleuchteten Fahrzeugen und Fischerbooten (auch tagsüber).

10) Wie ging Euer Leben weiter?

Beschauliches Landleben in Baden-Württemberg und Bayern in der Nähe der Kinder und Enkelkinder, gemütliches Segeln mit der AQUILA im östlichen Mittelmeer, Bücher lesen und schreiben, Vorträge halten. Mehr Informationen unter www.syaquila.de

 

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Page by Bobby Schenk
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