Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(61)


Thule

Schiffsname: Thule (so heißt das Schiff seit 1971)


Crew: Rainer 1948, Ursula 1949

Professor a.D. (Schiffbau), Fotografin

 Nationalität:  deutsch

Schiffstyp und Größe:

Aluminium Ketsch, 13.1*3,7*1,9m, Konstrukteur Bjarne Aas (Linien), Abeking und Rasmussen, 1971, das Schiff ist für sichere Langstreckenreisen mit kleiner Crew entworfen, 4 wasserdichte Abteilungen, sehr große Tanks (1100 l Wasser, 1100 l Diesel, 50 l Petroleum)

Route der Weltumsegelung :

Flensburg, Kanaren, Kapverden, Karibik, San Blas, Galapagos, Marquesas, Tuamotus, Gesellschaftsinseln, Suwarrow, Tonga, Neuseeland (6 Monate), Neukaledonien, Vanuatu, Solomons, Papua Neuguinea, Torresstrasse, Darwin, Christmas Island, Cocos Keeling, Mauritius, Reunion, Südafrika, Namibia, St. Helena, Ascension, Azoren, Spanien, Engl. Kanal, Cuxhaven, Flensburg
Die Reise dauerte 3 Jahre, von 2009 bis 2012

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Wart Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Euer Traumschiff?

a) sehr, insbesondere mit den See- und Segeleigenschaften. Wir können das beurteilen, denn wir hatten vorher schon 6 andere Schiffe, meist leichte und schnelle Schiffe, zuletzt eine First 40.7 und der „Bewegungskomfort“ unseres Langkielers ist sehr groß.

b) was wäre Euer Traumschiff?
Für eine weitere Langfahrt unsere Thule.. Wenn wir in der Ostsee bleiben, ein moderner Rumpf mit Spinnakergeschirr statt Passatsegeln das sich auch zum gelegentlichen Regattasegeln eignet

2)Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

a) Lebensunterhalt? Ca. 18.000 Euro 

b) Schiffsunterhalt?Ca. 3000 Euro, in Neuseeland Aufrüstung der E- Anlage(Windgenerator, Solarzellen, riesige Bordnetzbatterie, kleinerer Wellengenerator) und Erneuerung des stehenden Gutes usw. ca. 10000 Euro

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?

a) gut bewährt? 
Die extrem starke hydraulische Ankerwinde; die umlaufende Sicherheitsschiene, an der man eingeklinkt um das Schiff herumlaufen kann. (Wir haben nur sehr selten Schwimmwesten getragen);
das Amateurfunkgerät und das Pactor Modem, das es uns ermöglichte, zuverlässige Wetterberichte zu empfangen und in Verbindung zu bleiben. Die Besegelung. Wir konnten durch die vielen Segelvarianten unsere Thule immer schnell machen. 

b) welche machten Ärger?
Von der vor dem Start neu installierten Technik fiel enttäuschend viel aus (Batterieladegerät, Wechselrichter, Kühlschrank, Tiefkühltruhe, Bediengerät des Autopiloten, aber auch der neu installierte Petroleumherd machte viel Ärger).

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättet Ihr Euch gewünscht?

Ein aktives, statt nur passives AIS Gerät. Ansonsten war alles da, was wir brauchten

5) Welche Versicherungen hatte Ihr a) für Euch, b) fürs Schiff?

a) für Euch?
Krankenversicherung zu Hause und Auslandskrankenversicherung

b) fürs Schiff?
Haftpflicht- und Kaskoversicherung

6) Was waren für Euch a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) Tuamotus, Suwarrow, Neuseeland, Vanuatu, Solomons, Louisiaden, Cocos Keeling, Ascension, Scillys

b) keine

7) wurden Eure Erwartungen erfüllt?

Bei mir zu Hundert Prozent; die meiner Frau wurden weit übertroffen. Alle Bedenken, die sie beim Start hatte, stellten sich als übertrieben heraus. (keine Piraten, keine tropischen Krankheiten, wenig Probleme mit Seekrankheit

8) Was würdet Ihr beim "nächsten Mal" anders machen?

Für die Südsee eine weitere Saison einplanen, also von Neuseeland noch einmal nach Fidschi o.ä.

9) Schlimmste Erlebnisse?

Richtig schlimme Erlebnisse hatten wir nicht. Aber als aufregend haben wir unser Anlegemanöver in Kapstadt in Erinnerung. Wir kamen nachts an, es blies mit 45 Knoten. Und auf unsere UKW Rufe antwortete niemand. Also mussten wir es allein schaffen. Wir waren sehr froh, dass wir den Anleger mit unserem 18 Tonnen Schiff bei den Bedingungen ohne Blessuren hinbekommen haben.

10) Wie ging Euer Leben weiter?

Ganz normal, wir genießen das Leben in unserem Haus und die Nähe unserer Kinder. Seglerisch freuen wir uns auf den nächsten Sommer in der Ostsee, in den folgenden Jahren werden wir dem Winter vielleicht entfliehen, evtl. zu den Kanaren oder Azoren, eventuell auch ins Mittelmeer 

 

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