Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(64)


Kiwitt

Schiffsname: Kiwitt


Crew:

Heike(21) - bei Reisebeginn Studentin, heute Apothekerin

Sebastian(22) - bei Reisebeginn Maschinenbaumechaniker, heute Ingenieur

 Nationalität:  deutsch

Schiffstyp und Größe:

Boheme la Grande, Material Bootsbausperrholz, Länge 8,10m, Breite 2,90m, Tiefe ca. 1,25m, wurde als Schale gekauft und ausgebaut.

Route der Weltumsegelung :

Ab August 2003: Von Deutschland durch die französischen Kanäle ins Mittelmeer, Balearen, Spanisches Festland, Gibraltar, Kanaren, Kapverden, Barbados

2004: Tobago, Trinidad, Curaçao, San Blas, Panama, Galapagos, Französisch Polynesien (Marquesas, Tuamotus, Gesellschaftsinseln), Samoa, Fidschi, Neuseeland

2005: Vanuatu, Salomonen, Indonesien, Singapur, Malaysia

Bis Oktober 2006: Andamanen, Indien, Malediven, Eritrea, Sudan, Ägypten, Griechenland, Italien, und über die Französischen Kanäle zurück nach Deutschland

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Wart Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Euer Traumschiff?

a) Ganz klares Ja! Für 8m Länge bot die Kiwitt viel Raum und war ein gutes Reiseschiff. Klar gibt es immer Sachen, die noch besser hätten sein können, aber ein Schiff ist immer ein Kompromiss.

b) Ein Stahlschiff 12-13m, gut isoliert mit Innensteuerstand für kalte Reviere. Mindestens zwei getrennte Schlafbereiche und eine kleine Werkstatt (wenn man alles selber macht, kann man die echt gut gebrauchen) 

2)Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

a) und b) Wir haben das nicht getrennt, sind aber im Schnitt mit 3500€ p.P ausgekommen und da waren Kranken- und Schiffsversicherung mit drin. Auch haben wir unterwegs einen Satz neue Segel machen lassen und uns in Neuseeland ein Auto gekauft.

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?

a) gut bewährt? 
Sailomat 3040 Windselbststeuerung, Motor (Yanmar 2gm), der zweite Außenborder, das 20 Jahre alte Garmin GPS , alle 4 Anker (auch gleichzeitig)

b) welche machten Ärger?
Autopiloten, Echolot, UKW Funk, Schlauchboot (ich würde nach Möglichkeit nur noch ein festes Dingi nehmen), Windgenerator, der erste Außenborder für den es nur in Europa Ersatzteile gab, die Starter der Leuchtstofflampen, die Fußpumpen, die immer wieder undicht waren…

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättet Ihr Euch gewünscht?

Eine Kühlmöglichkeit wäre schön gewesen

5) Welche Versicherungen hatte Ihr a) für Euch, b) fürs Schiff?

a) für Euch?
Haftpflicht, Krankenversicherung.

b) fürs Schiff?
Haftpflicht, Kasko

6) Was waren für Euch a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) Schwer zu sagen, es war an so vielen Plätzen schön. Mit am besten gefallen hat uns aber Vanuatu

b) Colon an der Einfahrt zum Panamakanal war nicht besonders schön, hatte aber auch irgendwie was. In El Tor (Ägypten) durften wir nicht an Land gehen und lagen wegen der starken Winde ein paar Tage im Hafen vor Anker fest, das war natürlich nicht schön. Einen richtig schlechten Ort, also einen, wo ich auf gar keinen Fall noch einmal hinfahren würde, gab es nicht.

7) wurden Eure Erwartungen erfüllt?

Voll und ganz. 

8) Was würdet Ihr beim "nächsten Mal" anders machen?

Drei Jahre waren ein bisschen kurz. Ich würde lieber länger fahren, aber besser so als nie.

9) Schlimmste Erlebnisse?

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10) Wie geht Euer Leben weiter?

Studium, Arbeiten! Habe ein Buch über die Geschichte dieser Weltumsegelung eines Schülers mit einem geliehenem Boot geschrieben und warte auf einen Verleger.

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Page by Bobby Schenk
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