Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(69)


Jonathan

Schiffsname:
Jonathan


Crew:Prof. Dr. Herwig G. Paretzke, geb. 1944 -  Physiker und 43 Mitsegler

 Nationalität:  Deutsch

Schiffstyp und Größe:

Schiffstyp: Segelkatamaran, West-System (Holz-Epoxy), 
16,4 m x 7,8 m x 1,5 m; 
Konstrukteur: Georg Nissen und Burghard Pieske
Werft: Henze-Werft Bremerhaven, Baujahr 1993

Route der Weltumsegelung :

Start: 20.7.2010, Rückkehr:20.7.2013, insgesamt 43 Mitsegler,
von den 3 Jahren= 3 x 12=36 Monaten sind wir 
11 Monate gesegelt für insgesamt fast 47.000 Seemeilen, haben 47 Länder und 62 Rotary Clubs besucht, sind
11 Monate am Anker gehängt oder in Häfen festgelegen; 
14 Monate war ich beruflich (als gerade pensionierter Hochschul-Lehrer an der TUM) 12 mal wieder in Deutschland oder im Ausland unterwegs, während das Schiff am Anker/in der Marina verblieb.

Route: Bremerhaven - Kanal - Portugal - Spanien - Marokko - Kanarische und Kapverdische Inseln - Recife - Salvador - Rio de Janeiro - Punta del Este – Mar del Plata - Ushuaia - Puerto Williams - Kap Hoorn - Puerto Natales - Puerto Montt - Valdivia - Osterinsel - Marquesas - TuaMotos - Tahiti - BoraBora - Niue-Cook Isl. - Tonga - Fidji - Bay of Isl., Neuseeland, Auckland-Norfolk Isl. - Lord Howe - Isl. - Sydney - Brisbane - Cairns - Torres Strait - Darwin - Kupang - Bali - Jakarta - Rodriguez - Mauritius - Reunion - Durban - Kapstadt - Lüderitz - WalvisBay - St. Helena - Ascension Isl. - Recife - Jacare - Cayenne - Paramaribo, Surinam - Trinidad - Karibik - Puerto Rico - Domen. Republik - Turks+Caicos - Bahamas - Florida - New York - Horta, Azoren - Südirland - Scilly Isl. - Kanal - Helgoland - Bremerhaven.

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Ward Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Dein Traumschiff?

a) Ja, sehr. Ein guter Hochseekatamaran wie diese „Shangri-La Nova“ erlaubt auch in höheren Breiten sicheres und schnelles Segeln „mit Aussicht“, nicht im Keller!

b) Unser Jonathan kommt dem Traumschiff sehr nahe. Es gibt weniges, was ich nun verbessern würde.

2) Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

a) ca. 30 EUR/Kopf und Tag auf dem Schiff oder bei Landausflügen,

b)ca. 10.000 € Versicherungen, 10.000 € kleinere Wartungsarbeiten, ca. 15.000 € größere Reparaturen, ca. 4000 € Diesel,
ca. 30-100 € Liegeplatzkosten pro Tag in Marinas (auch während meiner Heimreisen). 

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?

a) 20 Jahre alte Beilken Dacron Segel, 20 Jahre alter Robertson hydraulischer Autopilot, Simrad-Elektronik, Standard Horizon VHF-Funk mit AIS, Anderson-Elektrowinschen, Caribe Dinghy m. Yamaha 15 HP AB, Iridium-Telefonie und –emails (u.a. für die täglichen Wetterwelt-Grib-Daten);

b) neue Motoren (werden heiß, viele Ersatzteile+Reparaturen nötig, nie wieder!), Rigg (Lümmelbeschlag und Kicker-Befestigungen sind mehrmals gebrochen).

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättest Du Dir gewünscht?

Natürlich hätten wir in den heißen Gegenden gerne eine Klimaanlage gehabt (kostet aber zu viel Energie). Ersatzweise haben wir nun ein kleines Bimini anbauen lassen.

5) Welche Versicherungen hattest Du a) für Dich, b) fürs Schiff?

a) Kranken-, Unfallversicherung für Crew

b) Weltweite Kasko-, Rechtsschutz- und Haftpflicht-Versicherung

6) Was waren für Dich a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) Uns hat es fast überall gut gefallen. Feuerland, Patagonien, Fiji, Neuseeland, Rodriguez/Maritius, New York (Hudson, EastRiver, LongIslandBay, Azoren sind besonders gut hängen geblieben.

b) die schlechtesten Plätze? Allen hat Ascension am wenigsten gefallen: unfreundliche Leute (nur Projektarbeiter, keine echten Einheimischen), unfreundliche Vulkan-Landschaft, unangenehmes Anlanden.

7) wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Ja, voll und ganz: es war eine interessante Reise zu Wasser und Land, bei der wir viele Freunde gewonnen haben und interessante Gespräche führen konnten. 
Es hat uns allen viel Spaß gemacht, auf hoher See schnell und doch sicher zu segeln. 
Es hat aber auch viel Freude gemacht, an Land fremde, aber doch gleichgesinnte Rotarier zu treffen und deren Service-Projekte, Gedanken, etc. kennenzulernen. Wir haben tatsächlich „Friends Around The World“, so wie das Motto meines Rotary Clubs München International lautet.

8) Was würdest Du beim "nächsten Mal" anders machen?

Wir würden uns viel mehr Zeit nehmen!

9) Schlimmste Erlebnisse?

Ein Mastbruch in der Karibik bei schönem Wetter (wegen defektem Vorstagbolzen) und die dadurch notwendig gewordene Fahrt über 1700 Seemeilen als „Motorvessel“ nach Florida zur Reparatur war sicherlich ein unangenehmer Event. Seitdem höre ich den frommen Wunsch „Mast- und Schotbruch“ nur noch ungern! 

10) Wie geht Dein Leben weiter?

Ganz normal, ich war schon bisher nicht ausschließlich auf dem Schiff.

 

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