Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(70)


TAUGL

Schiffsname:
TAUGL


Crew: Gerald( Jahrgang 1952) Elisabeth(Jahrgang 1957) 
Nachrichtentechniker und DGKS

 Nationalität:  Österreich

Schiffstyp und Größe:

Auf einer Alm im Salzburger Land selbstgebauter slupgetakelter Wharram Katamaran Pahi 42 
12,80m Länge, Breite: 6,80 m Tiefgang: 0,75 m
Nach Plänen von James Wharram und Modifikationen
Bau von 1993 - 2000

Route der Weltumsegelung :

Vom 18.11.2000 - 07.07.2005
Norditalien (Monfalcone) - Sizilien, – Tunesien – Sardinien - Balearen - Gibraltar – Kanarische Inseln – US Virgins – San Blas Inseln - Panamakanal – Galapagos – Französisch Polynesien / Kauehi/ Tahiti – Australien/ Brisbane/ Great Barrier Reef/ Torres-Strait – Indonesien/ Flores/ Bali – Chagos Archipel/ Salomon Island - Malediven - Oman – Eritrea/ Suakin/ Sudan/ Kor Shinab – Ägypten/ Port Ghalib – Suezkanal/ Ismailia – Griechenland/ Kreta/ Zakynthos - Norditalien (Monfalcone)

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Ward Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Dein Traumschiff?

a) Ja, wir waren zufrieden. Mit 12,80 m bot es genug Platz zum Leben und nach 7,5 Jahren Bauzeit die absolute Freiheit. Das Vertrauen in unser Schiff war durch den Selbstbau 100% gegeben. Nach dem Verkauf ist das Schiff bis jetzt 2 ½ x um die Welt gesegelt.

b) Unser nächster Cat ist gerade im Entstehen und wird nur mehr 10 m lang, da die Liegegebühren und Wartungskosten zu berücksichtigen sind, aber es wird ein durchgeplanter, unseren Bedürfnissen entsprechend idealer hochseetauglicher Wharram Fahrtencat.

2) Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

a) Man gibt nur soviel Geld aus, wie man hat, d.h. der Lebensstil richtete sich nach dem Geldbeutel. 
b) Als Selbstbauer haben wir die entstandenen Schäden soweit, als möglich selbst repariert. Das meiste Geld ging für die Motoren drauf und war im Endeffekt in den Sand gesetzt! Wir können nur sagen, daß der Bau des Katamarans um einiges teurer gekommen ist, als der Kauf eines guten Gebrauchten. Die Vorteile des Selbstbaues lagen aber darin:
Wir konnten das Geld monatlich aufbringen auf 7 Jahre verteilt.
Wir hatten während des Baus keine Zeit, das Geld anderweitig zu verschwenden.
Wir konnten danach die meisten Reparaturen und Änderungen selbst ausführen.

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?

a) C-Map Seekarten auf PC, Garmin-GPS, Spade – Anker, Lavac Vacuum Toilette 
Unentbehrlich: elektrischer Pinnenpilot Autohelm ( 3 Stück)

b) 2x Yamaha 9,9 PS Außenborder, Furuno Radar - hat nie funktioniert, Wassermacher Pur war unentbehrlich aber sehr wartungs- und reparaturintensiv.

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättest Du Dir gewünscht?

Radar, größerer Wassermacher

5) Welche Versicherungen hattest Du a) für Dich, b) fürs Schiff?

a) über Visa Reiseversicherung

b) Haftpflicht über Pool - Yachtversicherungen

6) Was waren für Dich a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) Kanaren, San Blas Inseln (Panama), Galapagos Inseln, Tuamotus, Tahiti, Bali, Chagos-Archipel, Oman, Rotes Meer

b) -

7) wurden Deine Erwartungen erfüllt?

Immer

8) Was würdest Du beim "nächsten Mal" anders machen?

Halbes Jahr Schiff- halbes Jahr Land.

9) Schlimmste Erlebnisse?

Sturm am 2. Tag der Weltumsegelung; Raub der Videokamera auf offener Straße in Palermo; bei Sturm am Ankerplatz in Las Palmas von 5 Schiffen gerammt; Vorstagbeschlag auf See gebrochen, schwerer Sturm vor Australien mit Legerwallsituation; durch das Auge eines Cyclons(außerhalb der Saison) im indischen Ozean, dabei Verlust des Seeankers und der Cockpitüberdachung, danach Verlust beider Seitenwanten; Tsunami im Hafenbecken von Male(Maledives) alle Belegleinen brachen, zwei gut gesetzte Buganker verhinderten Totalverlust; auf der Fahrt nach Oman von einem pakistanischen Kriegsschiff fast versenkt.

10) Wie geht Dein Leben weiter?

Einfügen in die „ normale Gesellschaft“ und sobald es finanziell wieder möglich ist, die Flügel ausbreiten…
Letzten Sommer haben wir einen 11m Wharram Katamaran von Bermuda ins Mittelmeer überstellt, um unsere Seebeine wieder zu testen und wir haben es genossen.
Langfahrt mit neuem Schiff ist mittelfristig geplant... 

 

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Page by Bobby Schenk
E-Mail: bobbyschenk@yahoo.com