Die Circumnavigators - Who is Who im Weltumsegeln(81)


Sy Mingula

 

Schiffsname:
Sy Mingula

Crew:  Günter 1950 / Anne 1956

Beruf: Tischler und Zimmermann / Friseurmeisterin

 Nationalität:  Deutsch

Schiffstyp und Größe:

Schiffstyp, Größe (Länge, Breite, Tiefgang? Konstrukteur, Werft, Jahrgang etc? 
Reinke 12 M - 13,36 - 3.74 - 1.60 - Reinke - Eigenbau - 1990.
Wir haben die Yacht 2004 gekauft, auf unser Grundstück stellen lassen, und den Innenausbau größtenteils modernisiert.

Route der Weltumsegelung :

vom 29.09.2007 - 01.11.2015: Durch die Kanäle ( 241 Schleusen ) bis ins Mittelmeer, Gibraltar, Madeira, Kap Verden, Brasilien ( zuerst San Fernando Noronha ) Uruguay, dann mit der Sy Delphin rund Cap Horn, Magellanstr, Beagelkanal, bis Puerto Montt, anschließend 8 Wo. Rucksacktour durch Südamerika (12 000 km Bus ), zurück nach Uruguay, Brasilien, French Guayana, Guayana, Trinidad, Karibik bis Domenica, Venezuela, Kolumbien, San Blas, Colon, Panamakanal, Las Perlas, Equador, Marquesas, Fakarava, Tuamotos, Tahiti, Tahiti Iti,( per Flieger Neu Seeland und Australien ), Morea, Raitea, Bora Bora, Tonga, Neukaledonien, Papua Neu Guinea, in 2 Tagen durch die Torrestraße, 
Timor Leste, Reunion, Richards Bay, ( in 9 Tagen ) Cape Town, St Helena, Salvador Brasilien, hier haben wir 2015 im Sept das Schiff an Östereicher verkauft. Günter hat es noch nach Trinidad überführt, hier haben die neuen Eigner es am 01.11.2015 übernommen.

Zehn Fragen an die Weltumsegler

1) Ward Ihr a) mit dem Schiff zufrieden, b) was wäre Dein Traumschiff?

a) Nachdem alle " Kinderkrankheiten ", die der Voreigner uns untergejubelt hatte, ( da das Schiff 3 Jahre in unserem Garten stand, haben wir manches erst unterwegs bemerkt ) beseitigt waren, ja.

b) Das gleiche in Alu...

2) Jährliche Kosten für a) Lebensunterhalt, b) Schiffsunterhalt?

ca 24 000,- Euro
a) Lebensunterhalt : ca 50 %, allerdings waren nicht alle Heimflüge von Anne und nicht alle Ausflüge in diesem Betrag enthalten.

b) Schiffsunterhalt? 50 %, Hafengebühr, Einklarierung, Versicherung, Ersatzteile, Diesel, ( wobei wir selten unter Maschine unterwegs waren, denn wir hatten ja Zeit ), Reparaturen, die wir nicht selbst erledigen konnten.

3) Welche Ausrüstungsgegenstände haben sich a) gut bewährt, b) welche machten Ärger?

a) Die Aries, AIS Sender und Empfänger, ( Gefrierschrank, Kühlschrank, Backofen)

b) welche machten Ärger? GPS und Windmesser mussten mehrmals ausgetauscht werden.

4) Welche zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände hättest Du Dir gewünscht?

keine

5) Welche Versicherungen hattest Du a) für Euch, b) fürs Schiff?

a) Reisekrankenversicherung - Hanse Merkur

b) Haftpflicht / Vollkasko - Pantaenius

6) Was waren für Euch a) die besten Plätze, b) die schlechtesten Plätze?

a) einige Inseln von Venezuela, San Blas Inseln, French Polynesien,

b) Porto Belo

7) wurden Deine Erwartungen erfüllt?

mehr als das, ich hätte allerdings gerne mehr Zeit gehabt um länger an einigen Orten zu bleiben und die Menschen besser kennenzulernen.

8) Was würdest Du beim "nächsten Mal" anders machen?

nichts

9) Schlimmste Erlebnisse?

Die Fahrt von Uruguay zurück nach Brasilien war der Horror, wir sind ein Tage später als geplant gestartet, weil unsere Lichtmaschine Probleme gemacht hat. Es liegen 270 sm vor uns, wir haben heftig Wind, er treibt uns gut voran. Nach zwei Tagen sind es nur noch 80 sm bis San Franzisco Do Sul. Da dreht der Wind, 8 - 9 Bf ,wir kommen auch mit aufkreuzen unserem Ziel nicht näher. Ich bin von Anfang an schwer seekrank, dann reißt ein Seil der Aries, dann bricht ein Rädchen des Autopiloten, die Reparaturen gestalten sich schwierig bei dieser Wetterlage. Dann gibt das GPS auf, glücklicherweise arbeiten wir zusätzlich immer mit Papierkarten, aber die AIS Daten fehlen. Dann rückt uns ein Fischer auf die Pelle, der Motor muß gestartet werden, damit wir ausweichen können, der macht nach kurzer Zeit Probleme,der Impeller gibt nach nur 200 Std den Geist auf, außerdem ist Wasser im Motorraum und in der Bilge. Das Problem ist der Wassersammler, der vor dem Auspuff sitzt, er ist geschmolzen, zum Glück hatten wir ein Eisenrohr in der Ersatzteilkiste, dieses wird dazwischen gebaut. So konnten wir die nächsten 30 Std unter Maschine fahren, aber immer noch Wind gegenan. Aus 270 sm wurden 584 sm aus drei - wurden fünf Tage. Zwischendurch kam von achtern eine Welle über, sie zerriss die Sprayhood, das Wasser kam über das Amaturenbrett und den Kabelkanal ins Schiffsinnere, außerdem hat sich ein Splint der Seerehling verabschiedet und somit auch unser Bananaboot, zu allem Überfluss auch noch Günters Brille. San Franzisco Do Sul ist ein Flusshafen, glücklicherweise fing unser GPS von allein wieder an zu arbeiten, so konnten wir die letzten 10 sm bis zum Museumshafen gut zurücklegen. Hier konnten wir für eine Spende so lange am Steg bleiben, bis alles repariert war.
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10) Wie geht Dein Leben weiter?

Wir lassen die Reise nochmal Revue passieren und schwelgen in Erinnerungen. www.mingula.de, außerdem genießen wir unser schönes Zuhause mit einem 5000 qm Grundstück direkt am Landschaftsschutzgebiet, es war 8 Jahre vermietet, es gibt einiges zu tun, ich freue mich über meine Kinder und Enkelkinder, Günter heuert hin und wieder bei Freunden an und besucht die schönsten Segelreviere ein zweites Mal....

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Page by Bobby Schenk
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