Blauwassersegler-Lieblingsrezepte

Wok Wok Hurra! auf der

 SY Heimkehr VII(14)


Skipper Bert Frisch, Jahrgang 1949, war und ist als Vertriebs- und Kommunikationschef einer großen Hamburger Firma (Still) überall auf der Welt mit dem Flieger unterwegs. Als Ex-Marineoffizier mit Salzwasserwurzeln, geboren auf der Insel Borkum, ist er Seemann seit Geburt, aber auch technikverliebt, deswegen sind Schiff und Pantry ziemlich hochgerüstet.

Die Crew Marlene Frisch,Jahrgang 1954, ist ebenso technikverliebt, hat als kleines Mädchen schon lieber mit Autos gespielt als mit Puppen. An Bord ist sie zuständig für die Maschinen (nicht für die Küche), Farbe, Elektronik, die Jobs im Rigg (sie ist deutlich leichter als der Alte), das Bookkeeping, inkl. PC mit mailerei.

Der Skipper bekennt: "Carlas Kochbuch hat mich wirklich durch mein Leben (Anmerkung d.Red.: Was man dem Buch auch ansieht!) begleitet. Beim Umbau unseres Hauses an der Oste (zwischen Stade und Cuxhaven) hab ich die Küche nach Carlas Buch geplant. Der Ablauf in der Küche ist wichtig. Im modernen Management work flow genannt. Meine Pantry hat sich im Laufe der Zeit mit wachsender Energiekapazität gewandelt. Die Bordkasse spielt dabei eine eher kleine Rolle. 

Der Inverter macht das Leben leichter. Beispiele: Geschirrspüler (ich mag einfach nicht abwaschen) für 199 € von Plus im Warmwassernetz mit abschaltbarem Heizstab, die Backmaschine für 39 € von Aldi liefert auch bei schlechtem Wetter frisches Brot. Die Basis dafür war die These von Bobby, einmal am Tag Energie mit der Hauptmaschine machen, wir haben wie Ihr auch zwei. Ich mache alles elektrisch: Wasser, Abwasch, Backen (Kochen mit Gas), Ankerwinsch, Steuern, etc.. 
Elektrische Energie ist eben speicherbar, (480Ah 24V) und aus verschiedenen Quellen zu beziehen, Sonne, 2x Maschinen etc. 

Das Schiff: Heimkehr VII Heimathafen Hamburg 
14,30 m lang, mit Klüverbaum und Beiboot am Heck insgesamt 18,50 m, Breite: 4,50 m, Tiefgang: 2,05 m
ketschgetakelt, mit einem fischerkutterartigen Ruderhaus. 
Sie hat zwei Maschinen mit zwei Wellen in zwei getrennten, dichten Maschinenräumen. An Steuerbord mit einer ordentlichen Werkstatt. 

1985 in Holland als Einzelbau (Stahl) gebaut, von uns (ganz viel selbst) und der Yachtwerft Glückstadt nach einem Feuer im Schiff sechs Jahre lang bis auf die Knochen überholt und umgebaut. Seit 2002 segelt die wunderschöne Ketsch in Nord- und Ostsee, zu den Shetlands, nach Norwegen, Dänemark und Schweden. Derzeit ist der Liegeplatz noch vor unserem Haus in Oberndorf an der Oste. Für den Sommer steht noch eine Mooring im Koldingfjord in Dänemark zur Verfügung. 

Die Pantry ist nach Carlas Kochbuch gebaut worden.


Der Skipper kocht ausgesprochen gern und auch täglich. Am liebsten zack zack. 
Kochen dauert nie über eine halbe Stunde. Inklusive Abwasch aller Pötte. 
Er hinterlässt die Pantry sauber und abgewaschen (nur wegen der verbreiteten Vorurteile gegen kochende Männer). Der Grund warum er kocht? Marlene ist klug und lobt jedes seiner Gerichte umfassend, egal wie es schmeckt. 
(Anmerkung von Marlene: es schmeckt immer, auch wenn manchmal wegen der Schärfe die Tränen kullern)

Pläne für die nächste Zukunft: Beide wollen am Ende des Jahres ihre Büros für immer verlassen und in die Welt segeln. Im ersten Jahr 2008 erst mal Färöer und Irland evtl. Island und so, und in 2009 dann über den Atlantik in die Karibik, den Intracoastal Waterway und mal sehen. im kommenden Winter wird noch die Amateurfunker Prüfung gemacht. 

Die Küchengeheimnisse des Skippers (und Smutje):

"I love Wok! Der Wok oder die Wok-Pfanne ist ein wunderbares Kochgerät für Yachten. 
Es lassen sich tolle Gerichte darin bereiten, und man oder Frau hat nur einen Topf (mit hohem Rand) gegen die tosende See zu verteidigen. Da wir in den allermeisten Fällen zwei Flammen zur Verfügung haben, ist es mit drei Töpfen sowieso doof. Das Geheimnis beim Wokkochen ist die Reihenfolge, mit der man die Zutaten hinein tut. Was länger gart kommt zuerst hinein. 
Auf den Gasflammen an Bord ist in der Wokpfanne die größte Hitze am unteren seitlichen Rand. Dahin schiebt man das, was mehr Power braucht. Hühnerfleisch (Chicken) gibt’s überall. Die Wokgerichte kann man aber genauso gut mit Fisch machen. 

Mikrowelle, Backofen, Backmaschine sind die modernen Helfer der Bordküche. Sie haben alle einen gemeinsamen Vorteil: sind die Zutaten erst mal drin, kann sich der Inhalt bei Seegang nicht mehr auf den Pantryboden ergießen. Ach der Schnellkochtopf hat erst mal den Vorteil, wenn er zu ist, dass die Suppe drin bleibt." 

Wok wok hurra!  

500 g Hühnerfleisch (geht auch prima mit Fisch)

300 g Möhren

eine Dose Sprossen z.B. Mungo oder Bambus oder Chinagemüse

eine Dose Mais

eine kleine Dose Kokosmilch (gibt’s für den Bordbetrieb ganz kleine mit 165 ml)

Ich nehme immer Kokosmilch, die hat nur um 10% Fett, was  gut für mich sein soll, ist ewig haltbar, und schmeckt viel  internationaler. Klar, Sahne geht auch, macht aber dicker.

Alles Gemüse ist frisch natürlich besser. Klar. Ganz prima sind Zuckerschoten.

 Die Möhre nachthemddünn schneiden, z.B. mit dem Gurkenhobel

etwas Olivenöl in den Wok

darin etwas Curry anbraten (dadurch wird der Geschmack intensiver)

zuerst die Möhren anbraten

drei Minuten später das in mundgerechte Stücke geschnittene Fleisch

ca. 5 Minuten anbraten

danach die abgetropften Sprossen und den Mais evtl. mit der Flüssigkeit

alles etwa 5 Minuten durchgaren

dann eine kleine Dose Kokosmilch und etwas Honig hinzugeben.

Vor Anker stellen wir die ganz ansehnliche Wokpfanne auf den Tisch. 

Dazu am besten Reis.

 

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