Ich hab' da mal ne Frage - for Ladies only (03)


Eva

Eva Klein, SY SAIDA,

 

Die SAIDA ist eine Segelyacht vom Typ Jeanneau, SUN MAGIC 44  

Mit sechs Jahren im Optimist auf dem Ratzeburger See segeln gelernt. Als Kind segelte sie viele Regatten, später auf Ost- und Nord-See, Göta-Kanal und in den Schären.  

Jetzt wird mit ihrem Mann Albrecht im Mittelmeer "auf und ab" gesegelt, zuletzt Griechenland und Türkei.  

 

 



ICH HAB´DA MAL NE FRAGE - FOR LADIES ONLY 


FRAGEBOGEN


1) Was war für Dich die Motivation segeln zu lernen und mit einer Yacht auf Törn zu gehen?

Als ich den ersten Törn mit meinen Eltern segelte, begann ich zu träumen vom „Herumzigeunern“. Wollte nur vom Wind getrieben, mit einer kleinen Yacht  die Welt erkunden.

2) Auf welcher Yacht würdest Du gerne segeln?
Auf unserem eigenen Schiff der SAIDA zusammen mit meinem Mann Albrecht, da kenne ich mich aus, sie ist einfach von uns beiden zu segeln und bietet genug Platz zum Leben an Bord.

3) Mit wem würdest Du gerne über den Atlantik segeln?
Mit meinem Mann Albrecht.

4) Wirst Du seekrank? Was tust Du um diese Unannehmlichkeit zu vermeiden?
Eigentlich werde ich nicht seekrank.  Sollte ich mich doch mal etwas „ mulmig „ fühlen, gehe ich ans Ruder und  beginne laut zu singen. Das hilft.

5) Welcher Segelschriftsteller hat Dich am meisten begeistert?
Ein Buch von Wilfried Erdmann. Ich bewundere ihn, wie er es schafft, so einsam allein um die ganze Welt zu segeln, vorbei an den vielen  interessanten Ländern und den zauberhaften tropischen Inseln und mit diesem primitiven Leben zurecht kommt.

6) Welche Vorzüge hast Du, um auch harte Segeltörns durchzustehen?

Grosses Gottvertrauen, ich habe zwar einen riesigen Respekt vor  Wind und Wellen, stelle mich aber gerne der Herausforderung.   

7) Welche Musik hörst Du am liebsten an Bord?
Jazz! Beim jährlichen Damentörn singen wir bereits beim Zähneputzen „ Sweet-Coco“. Auf unserer diesjährigen Herbstreise mit der ganzen Familie hatten wir eine professionelle Jazzband an Bord, die bereits beim Einlaufen auf die Ankerplätze die Bucht beschallte.

8) Wer bestimmt bei Euch an Bord, wo es lang geht?
Ich mache die  vollständige Törnplanung, Albrecht hätte gar keine Zeit dazu. Er macht dann die Navigation mit GPS und Plotter und ich navigiere im alten Stil auf den Papierkarten. 

9) Überfällt Dich manchmal das Heimweh?
Heimweh? Albrecht und ich genießen unseren Urlaub, und ab und zu sehne ich mich nach meinen Tieren zu Hause.

10) Was vermisst Du, fern der Heimat in der dritten Welt, Afrika, Südamerika oder Südostasien? 
Deutsches Schwarzbrot, Rügenwalder Teewurst, Hausmannskost, wie Rindsrouladen und die Kinder entbehren frische Milch zum Müsli.

11) Mit welchem Segler oder Seglerin hättest Du gerne ein Dinner for Two?
Dinner for Two? Ach, ja mit dem blonden Neuseeländer Peter Blake ( Anmerkung der Redaktion, den kannst Du nur im Himmel treffen!). Gerne würde ich Ellen McAthur kennen lernen und sie auf ihrem Kat besuchen um mit ihr zu segeln, da könnte ich einiges von ihr lernen.

12) Bringt das ungewöhnliche Leben auf so engem Raum manchmal Zoff an Bord?
Zoff, ab und zu, ich bin eine begeisterte Seglerin und möchte jeden Hauch Wind ausnützen, dann merke ich, dass Albrecht schon nervös wird und frage mich, ob er
vielleicht lieber ein Motorboot fahren möchte.

13) Wie sieht Dein Speiseplan unterwegs aus?
Frühstück Kaffe, Müsli, Mittags, Salate, belegte Brote, Kalle (Knäckebrot) mit Kaviarpaste, eine schwedische Spezialität.  Abends  wird bei uns meistens gekocht, Spaghetti mit phantasievollen Saucen. Pfannkuchen sind bei Kindern sehr beliebt.

14) Fürchtest Du Dich auf offener See, hast Du Angst um Dein Leben?
Angst stellt sich manchmal bei den Nachtwachen ein, wenn es stockdunkel ist und die Wellen immer höher werden, aber da muss man durch.

15) Wie ist Deine Meinung zu Waffen an Bord?
Wir segeln derzeit im Mittelmeer, da haben wir keine Waffen an Bord, außer einem spitzen Küchenmesser. Als wir noch im Wohnwagen reisten, hat Albrecht Einbrecher durch lautes Gebrüll verjagt.

16) Wo geht Deine nächste Reise hin und welches wäre Dein Traumziel?
Traumziel wäre eine Atlantiküberquerung und dann ein Ankerplatz im klarem Wasser vor einer tropischen Insel, wo man morgens ohne Badeanzug ins Wasser  springen kann.

17) Was ist das Schönste am Segeln?
Mit einem gut getrimmten Boot sicher und schnell über das Meer gleiten, die Ruhe genießen und nur mit Hilfe des Windes entfernte Ziele erreichen.  

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